Lungenwürmer beim Hund: Heimtückischer Parasitenbefall

Ihr geliebter Hund ist Ihr Ein und Alles, ist aber leider nicht wie sonst in Topform. Hätten Sie gewusst, dass es sich möglicherweise um Lungenwürmer bei Hunden handeln kann? Sie haben noch nie davon gehört? Dann lesen Sie hier weiter, um mehr über eine mögliche Infektion von Lungenwürmern des Hundes zu erfahren. Woran man diese heimtückische und in unseren Gefilden noch relativ unbekannte Erkrankung erkennt. Auf welche gefährlichen Symptome man achten sollte, und wie und durch wen eine fundierte Diagnose gestellt werden kann. Erfahren Sie auch, welche Behandlungsmöglichkeiten Ihnen in jedem Entwicklungsstadium zur Verfügung stehen, um Ihr Haustier vor diesem unangenehmen Parasitenbefall schützen zu können.

Lungenwürmer beim Hund
Die Ursache für Lungenwürmer bei Hunden ist der Kontakt mit Schnecken - Iryna Dobrovynska

Begriffsklärung Lungenwürmer bei Hunden

Bei Lungenwürmern handelt es sich um verschiedene Wurmarten, also um Parasiten, die die Lunge und / oder den Magen-Darm-Trakt Ihres Hundes in mehreren zu unterscheidenden Entwicklungsstadien befallen, und sogar tödliche Krankheitssymptome hervorrufen können. Daher ist es besonders wichtig, sensibilisiert zu sein, für den Fall, dass es auch Ihren Hund trifft.

 

Auftreten von Lungenwürmern und Vorkommen in Deutschland

Unter Lungenwürmern des Hundes sind vor allem folgende zwei Arten von Würmern in Betracht zu ziehen: Crenosoma vulpis (kleiner Lungenwurm) und Angiostrongylus vasorum, auch unter dem Begriff „Französischer Herzwurm“ bekannt.

Diese ursprünglich häufig in Frankreich, Dänemark und England vorkommenden Parasiten, verbreiten sich nun aber auch in Deutschland. Seien Sie also besonders nach Reisen in betroffene Gebiete aufmerksam.

 

Ursachen für Lungenwürmer und Befall des Hundes

Die Gefahr lauert Ihrem Hund ganz unverblümt auf: im Gras. Das – wenn auch versehentliche – Fressen infizierter Schnecken und selbst der Kontakt mit infiziertem Schneckenschleim können zur Aufnahme der Larven des Lungenwurms in den Organismus des Hundes führen, und so zur Erkrankung führen.

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Symptome durch Befall von Lungenwürmern beim Hund

Die Symptome, die durch einen Befall des Parasiten Lungenwurm hervorgerufen werden können, sind vielfältig, können bedrohliche Folgen für Ihren Hund haben und sollten unter keinen Umständen unterschätzt werden.

Sie können in verschiedene Kategorien unterteilt werden, die dazu beitragen können, eine Eigendiagnose vor dem Aufsuchen eines Tierarztes zu vereinfachen:

  • Atmungstrakt / Lunge: Husten, Röcheln, vermehrtes Räuspern, Atemnot, etc.
  • Neurologische Symptome: Verhaltensauffälligkeiten, Ausfallerscheinungen, Gleichgewichtsstörungen, etc.  
  • Gerinnungsstörungen: plötzliches Nasenbluten, Husten von Blut (durch den Befall der Lungengefäße), blaue Flecken, etc.
  • Allgemeine Symptome: Schwäche, Leistungsintoleranz, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, etc.

 

Krankheitsverlauf und Infektion meines Hundes mit Lungenwürmern

Die Larven des Lungenwurms gelangen über den Kontakt mit infizierten Schnecken, also dem sogenannten Zwischenwirt und selbst Schneckenschleim in den Organismus des Hundes, dem sogenannten Endwirt. Über den Margen-Darm-Trakt wandern die Larven des Lungenwurms über die Blutgefäße des Hundes über die Leber in Richtung Lunge. Dort entwickeln sich die Larven zu adulten, Eier legenden Parasiten.

Diese Parasiten, die in den Bronchien und der Luftröhre wohnen, reizen das Lungengewebe, wo immer sie sich aufhalten und führen zu Entzündungen des Lungengewebes des Hundes. Der einsetzende Hustenreiz dient dazu, den Parasiten zu entfernen und sich von ihm zu befreien. Abgehustete Larven oder Würmer werden nach erneuter Passage des Verdauungstraktes schließlich mit dem Kot des Hundes ausgeschieden.

 

Ansteckungsgefahr für andere Tiere

Die gute Nachricht lautet, dass ein Kontakt mit Schnecken oder Schneckenschleim des Hundes absolute Voraussetzung für eine Ansteckung ist: eine Übertragung von Hund zu Hund oder von Hund zu Menschen ist daher ausgeschlossen. Nichtsdestotrotz ist das Ausscheiden und somit die Anwesenheit des Lungenwurms ein möglicher Gefahrenherd für andere Hunde.

Der ausgeschiedene Lungenwurm kann weitere Schnecken infizieren, die andere Hunde aufnehmen können. Daher sollte man zum Schutz anderer Hunde vor Lungenwürmern beim eigenen Tier immer behandeln lassen.

 

Nachweis und Diagnose des Lungenwurms beim Hund

Da der Lungenwurm selbst in Deutschland immer häufiger auftritt, und über den Kot ausgeschieden wird, ist eine Sammelkotprobe des Hundes (von drei aufeinander folgenden Tagen) notwendig und empfehlenswert. Auch durch einen Bluttest lässt sich die Infektion mit Lungenwürmern nachweisen und bringt schnell verlässliche Ergebnisse und Sicherheit.

Suchen Sie immer den Kontakt und Rat des Tierarztes Ihres Vertrauens für eine umfassende und exakte Diagnose zum Wohlergehen Ihres betroffenen Hundes. Je schneller eine fundierte Diagnose gefallen ist, desto effektiver und gezielter kann Ihrem Hund geholfen und seine Beschwerden gelindert werden.

 

Behandlungsmöglichkeiten bei einem Lungenwurmbefall

Eine effiziente Behandlung des Hundes sollte unter Aufsicht eines Tierarztes vorgenommen werden. Je nach Symptomen und Schwere der Krankheit kann eine Wurmkur empfohlen werden, oder bei schwereren Fällen können entsprechende Tabletten, Spot-on-Präparate (eine sogenannte „Lösung zum Auftropfen“. Hier: Ein flüssiges antiparasitisch wirkendes Tierarzneimittel) oder gar die Gabe von kortisonhaltigen Medikamenten von Nöten sein.

Schon gewusst?
Die Hundekrankenversicherung von SantéVet enthält eine jährliche Vorsorgepauschale, die Sie auch für Wurmkuren verwenden können.

Selbst eine Zufuhr von Sauerstoff kann bei Lungenwürmern beim Hund erforderlich sein; dies liegt immer im Ermessen des behandelnden Tierarztes, und Sie sollten sich zum Wohle Ihres Hundes und Ihres Umfeldes dringlichst an die Anweisungen des Tierarztes halten.

Eine Behandlung im Allgemeinen, beispielsweise mit einer Wurmkur für den von Lungenwürmern betroffenen Hund, sollte immer unbedingt durchgeführt werden, da ein ausgewachsener Wurm über Jahre im Tier verbleiben und es so stark schwächen kann.

 

Maßnahmen zur Vorbeugung und zum Schutz vor Lungenwürmern

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Dieses Sprichwort könnte nicht treffender sein, als beim Befall durch den Parasiten des Lungenwurmes beim Hund. Doch was können Sie konkret tun, und worauf sollten Sie achten?

Es gibt verschiedene Wege seinen treusten Wegbegleiter vor einem Befall durch den Lungenwurm zu schützen, besonders die durch Ihre Neugierde häufig betroffenen Jungtiere.

Faustregel für alle Hunde:

Vorsorge in festen Abständen beim erfahrenen Tierarzt und regelmäßige Wurmkuren für Ihren Hund. So wird es Ihnen mit Sicherheit gelingen Ihren Liebling vor dieser heimtückischen parasitären Erkrankung der Lunge, Bronchien und Luftröhre zu bewahren und seine Gesundheit aufrecht zu erhalten.

 

Herausgegeben von

Martin Walter