Heilige Birma

Die Heilige Birma gilt mit ihrem halblangen seidigen Fell als echte Schönheit. In Kombination mit den blauen Augen verlieren viele Katzenbesitzer schnell ihr Herz an diese Rasse. Doch nicht nur das Aussehen beeindruckt, auch vom Wesen zeichnen sich die Tiere aus.

Heilige Birma
Heilige Birma - Svetlana Mandrikova

Seidiges Fell und blaue Augen: Erscheinungsbild der Heiligen Birma

Charakteristisch sind die blauen Augen sowie die Zeichnung des halblangen Fells. Der Grundton ist hell, im Gesicht, an den Ohren, am Schwanz sowie am Rücken besitzen die Katzen dunkle Zeichnungen. Die Pfoten sind dabei immer hell. So erweckt es den Eindruck, als trage das Tier weiße Söckchen. Dadurch, dass die Birma kürzere Haare im Gesicht und längere im Hals- und Nackenbereich hat, ergibt sich ein dezent ausgeprägter Fellkragen.

Zu erwähnen ist außerdem, dass die Katzen zwar ein üppiges Haarkleid tragen, jedoch wenig Unterwolle besitzen. Die Statur entspricht der einer mittelgroßen Katze. Vom Rumpf bis zum Kopf messen die Tiere etwa 50 Zentimeter. Wenn die Heilige Birma ausgewachsen ist, erreichen Kater ein Gewicht von 5-6 Kilogramm, Katzen bleiben mit etwa 4 Kilogramm leichter.

Der Körperbau wird als lang und schwer beschrieben. Die Muskulatur der Tiere ist ausgeprägt, der wesentliche Eindruck nach außen wird jedoch von dem langen seidigen Fell bestimmt. Die Kopfform soll möglichst rund sein, Ohren mit symmetrischer dreieckiger Form gelten als ideal.

Eine Heilige?

Die Birmakatze soll der Sage nach auf eine Tempelkatze zurückgehen. Tatsächlich begann die systematische Zucht 1925 in Frankreich.

Eine äußerst brave Katze: der einzigartige Charakter der Heiligen Birma

Hauskatzen gelten allgemein als eigensinnig und wenig gehorsam. Bei der Heiligen Birma ist das anders. Die Tiere haben den untypischen Wunsch, ihrem Halter zu gefallen. Das macht die Erziehung der Stubentiger deutlich einfacher als bei anderen Rassen.

Darüber hinaus kommen die Katzen selten auf den Gedanken, sich am Sofa, dem Teppich oder an den Schränken auszulassen. Die Heilige Birma gilt daher als gute Anfängerkatze.

Selbstverständlich haben die Tiere aber trotzdem Ansprüche an ihre artgerechte Haltung: Kratzmöbel und eine saubere Umgebung sind wichtig. Darüber hinaus ist ihr der Kontakt zu Menschen besonders wichtig. Die Tiere gelten als sehr anhänglich und folgen ihrem Besitzer oft auf Schritt und Tritt. Dieser Charakterzug ist bei Wohnungskatzen besonders ausgeprägt. Er brachte den Tieren einst den Ruf ein, wie ein kleiner Hund im Körper einer Katze zu sein. In jedem Fall eignet sich die Heilige Birma durch diese Eigenschaft sehr gut für Familien und ältere sowie alleinstehende Menschen.

Darüber hinaus sind die Katzen freundlich und verspielt. Die Rasse ist zudem vergleichsweise ruhig – eine Einladung zum Spielen wird zwar gerne angenommen, die Tiere mögen es aber auch, ganz entspannt in der Nähe des Menschen zu liegen. Wie fast alle Katzen reagiert die Heilige Birma schnell auf bewegte Objekte, womit sich eine Runde Toben gut eröffnen lässt.

Haltung einer Heiligen Birma

Im Allgemeinen ist die Haltung einer Heiligen Birma unkompliziert. Die Tiere haben keinen besonderen Drang, die Natur zu entdecken und draußen zu jagen. Sie lassen sich daher gut in der Wohnung halten. Selbstverständlich freuen sich die Tiere auch über Freigang. Das zutrauliche Wesen führt allerdings dazu, dass sie sich dort Fremden schnell annähern. Einige Halter ziehen daher einen geschützten Auslauf vor. Bei der Haltung zu beachten ist das soziale Wesen der Tiere. Sie sind nicht nur gerne in der Nähe des Menschen, sie fordern Kontakte regelrecht ein.

Mit Einsamkeit kommen die Katzen daher nicht gut zurecht. Wer sich als Alleinstehender eine Heilige Birma zulegt und öfter außer Haus ist, sollte unbedingt eine zweite Katze kaufen. Wer die Heilige Birma erziehen möchte, hat mit dem Clickertraining hohe Aussichten auf Erfolg. Die Tiere gelten grundsätzlich als leicht erziehbar, sodass die investierte Zeit schnell belohnt wird. Auch wenn diese Eigenschaft an vielen Stellen erwähnt wird, sollten Halter freilich bedenken, dass die Heilige Birma eine Katze bleibt – die Folgsamkeit und Hörigkeit eines Hundes erreicht sie nicht.

Gesundheit der Heiligen Birma

Besonders häufig auftretende Heilige Birma Krankheiten gibt es nicht. Im Allgemeinen gelten die Tiere der Rasse als robust und vital. Allerdings ist bei dieser Rasse in manchen Linien eine starke Inzucht betrieben worden, um Merkmale herauszuarbeiten. Das ist eine Belastung für die heutigen Tiere, da bestimmte Erbkrankheiten bei der Heiligen Birma auftreten können. Dazu gehören:

  • Anämie
  • Augenkrankheiten
  • Herzkrankheiten
  • Progressive Retina Atrophie

Seriöse Züchter achten mittlerweile jedoch auf gesunde Elterntiere, sodass insgesamt wenig solcher erblicher Beschwerden zu erwarten sind. Daher gibt die Literatur für die Heilige Birma Lebenserwartung im Mittel 12 Jahre an. Einzelne Tiere können auch noch deutlich älter werden. Grundsätzlich ist die Heilige Birma wie alle Katzen anfällig für artspezifische Krankheiten, zu denen zum Beispiel FIP zählt. Gelegentlich ist zu lesen, dass Wohnungskatzen hier nicht gefährdet sind, weil sie keinen Kontakt zu anderen Tieren in der Natur haben. Das ist so jedoch nicht richtig. Erreger können zum Beispiel auch über die Schuhe oder die Kleidung der Besitzer ins Haus getragen werden. Impfungen empfehlen sich deshalb auch für Tiere, die nur drinnen gehalten werden.

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Pflege der Heiligen Birma

Wie bei allen Rassen mit mittellangem oder langem Fell sollten die Haare regelmäßig gebürstet werden. Besitzer sollten hierfür eine Bürste oder einen Kamm mit abgerundeten Zinken wählen – die sind schonender zur Haut. Wird das Tier nicht gekämmt, droht das Fell insbesondere im Bereich des Kragens zu verfilzen.

Zur weiteren Pflege sollten die Halter die Länge der Krallen im Blick behalten. Werden die zu lang, besteht Verletzungsgefahr für die Tiere. Zu erkennen sind zu lange Nägel daran, dass diese von der Katze nicht mehr vollständig eingefahren werden können.

Gerade bei Wohnungskatzen, die viel Nassfutter fressen, ist zudem die Zahnpflege ein wichtiges Thema. Prophylaktisch ist es gut, wenn die Tiere ab und zu etwas Festes zu essen bekommen, zum Beispiel Trockenfutter oder einen Kauartikel. Hat sich einmal brauner Zahnstein gebildet, sollte dieser vom Tierarzt entfernt werden.

Ansonsten gilt die Pflege der Hauskatzen als unkompliziert, zumal die Birma sehr auf den Menschen bezogen ist und ihm gefallen möchte.