Malteser

  • Größe Rüde etwa
    20 bis 25 cm
  • Größe Hündin etwa
    20 bis 25 cm
  • Gewicht Rüde
    3 bis 4 kg
  • Gewicht Hündin
    3 bis 4 kg
  • Fellfarbe
    Reinweiß

Das Wichtigste in Kürze (TL;DR)

  • Der Malteser ist ein kleiner Begleithund mit langem, seidigem, reinweißem Fell. Sie gelten als freundlich, intelligent und sehr anhänglich gegenüber ihren Besitzern.
  • Sie sind gut für Wohnungen und das Stadtleben geeignet, aber ihr Fell benötigt regelmäßige Pflege und Bürsten, damit es gesund und schön bleibt.
  • Die Lebenserwartung liegt meist zwischen 12 und 15 Jahren und Aufgrund ihres ruhigen Wesens eignen sie sich besonders für Familien, Senioren oder Menschen, die viel Zeit zu Hause verbringen.

Herkunft der Malteser

Die Malteser zählen zu den ältesten bekannten Hunderassen der Welt. Ihre Geschichte reicht mehr als 2000 Jahre zurück und führt in den Mittelmeerraum der Antike. Bereits zwischen 450 und 350 v. Chr. erwähnte der griechische Philosoph Aristoteles kleine Hunde mit dem Namen canes melitenses. Auch andere antike Autoren beschrieben kleine Hunde mit langem, seidigem Fell, die vermutlich zu den Vorfahren der heutigen Malteser gehörten. Diese frühen Hinweise zeigen, dass Hunde dieses Typs schon in der griechischen und römischen Antike geschätzt wurden.

Kommen die Malteser wirklich aus Malta?

Trotz ihres Namens stammen die Malteser wahrscheinlich nicht direkt von der Insel Malta. Der Begriff „malteser“ könnte vom semitischen oder italienischen Wort „malat“ beziehungsweise „màlat“ stammen, das „Hafen“ oder „Zuflucht“ bedeutet. Viele Historiker vermuten deshalb, dass die Vorfahren der Rasse in Hafenstädten des Mittelmeerraums lebten, etwa in Griechenland, Italien oder auf Sizilien. Dort erfüllten sie eine praktische Aufgabe: In Lagerhäusern, auf Schiffen und in Handelsstädten jagten sie Ratten und Mäuse und halfen so dabei, Vorräte zu schützen.

Im Laufe der Zeit wandelte sich die Rolle der kleinen Hunde. Während sie zunächst auch als Nützlinge in Hafenstädten gehalten wurden, entwickelten sie sich später zunehmend zu Begleithunden. Besonders während der Renaissance erfreuten sich Malteser großer Beliebtheit bei wohlhabenden Familien. In vielen Gemälden aus dieser Zeit sind kleine weiße Hunde zu sehen, die neben Damen der Aristokratie dargestellt werden. Dadurch entstand das Bild des Maltesers als eleganter und edler Gesellschaftshund.

Gezielte Zucht und Anerkennung durch die FCI

Im 18. Jahrhundert begann eine gezieltere Zucht der Rasse. Besonders in England arbeiteten Züchter daran, die Eigenschaften des Maltesers zu verfeinern und seine typische Erscheinung zu festigen. Ziel war es, einen kleinen, freundlichen und menschenbezogenen Begleithund zu züchten. Im Laufe der Zeit wurden die Hunde kleiner und ihr langes, seidiges Fell entwickelte sich zu einem der charakteristischen Merkmale der Rasse.

Die internationale Anerkennung der Rasse erfolgte später durch verschiedene kynologische Organisationen. Der American Kennel Club erkannte den Malteser bereits im 19. Jahrhundert offiziell an. Auch die Fédération Cynologique Internationale (FCI) führt den Malteser heute als Begleit- und Gesellschaftshund.

Heute ist der Malteser auf der ganzen Welt verbreitet. Obwohl sich seine ursprüngliche Aufgabe im Laufe der Geschichte verändert hat, ist eines gleich geblieben: seine enge Bindung zum Menschen. Genau diese Eigenschaft macht ihn bis heute zu einem beliebten Familien- und Begleithund.

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Äußere Merkmale: Erscheinungsbild eines Maltesers

Es gibt eine Reihe von Merkmalen, welche diese Rasse gut beschreiben. Auffällig sind der kleine Wuchs und das lange, seidige Fell. Letzteres ist weiß bis elfenbeinfarben gefärbt und laut Rassestandard nur in dieser Ausprägung gewünscht. Die Haare sind lang und verleihen dem Tier ein puscheliges Aussehen.

Mit einer Größe von nur 21-25 cm bei Rüden und 20-23 cm bei Hündinnen gehören sie zu den kleinsten Rassen. Dazu passt ihr geringes Gewicht von 3-4 kg, wenn die Tiere ausgewachsen sind. Auch sonst ist der Körperbau zierlich, was sich jedoch hinter dem puscheligen Fell verbirgt.

Zu erwähnen ist eine Tendenz in der Zucht, das Haar immer länger werden zu lassen. In Anbetracht der kurzen Beine der Tiere stellt das ein Problem dar, denn wenn das Fell den Boden berührt, behindert es das Tier beim Laufen. Sollte das der Fall sein, muss es gestutzt werden.

Insgesamt wünscht der Rassestandard eine elegante Erscheinung. Im Speziellen bedeutet das einen länglichen Körperbau und einen hoch getragenen Kopf. Ein weiteres Merkmal ist die vergleichsweise kurze Rute.

Charakter: So ticken Malteser

Malteser gehen auf die Bichons zurück und sind ihrerseits schon eine sehr alte Rasse. In all der Zeit haben sie immer nah beim Menschen gelebt und ihn im Alltag ebenso wie zum Treffen in feiner Gesellschaft begleitet. Das war nur mit einem entsprechenden Charakter möglich.

Die Rasse gilt als ausgeglichen, freundlich und intelligent. Jagen liegt ihnen ebenso fern wie Aggression oder Arbeit. Was sie ebenfalls nicht mögen, ist Zeit mit sich allein zu verbringen. Die kleinen Hunde schätzen und suchen die Nähe zum Menschen.

Interessant ist außerdem das entspannte Wesen der Tiere. Die Hunde lassen sich gefühlt durch nichts aus der Ruhe bringen – vermutlich eine Folge ihrer Zucht als Begleithund. Das heißt, dass sich Malteser auch als Stadthund eignen. Sie kommen mit dem quirligen und hektischen Leben gut zurecht, ohne sich selbst davon beeindrucken zu lassen.

malteser in handtasche
Die kleinen Malteser kommen mit dem Leben in der Stadt gut zurecht

Sein volles Temperament zeigt der Malteser, wenn er spielen möchte. Dann tobt er unglaublich gern mit Herrchen und Frauchen – sei es in der Wohnung oder im Freien.

Frühreif: Wann ist ein Malteser ausgewachsen? In der Regel erreichen die Tiere ihre volle Größe schon nach 9-12 Monaten.

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Haltung eines Maltesers

Wie schon erwähnt, ist diese Rasse auch für die Stadt geeignet. Der Hund kommt in kleinen Wohnungen gut zurecht – schließlich benötigt er nur wenig Platz für sein Körbchen. Selbstverständlich freut er sich ebenso über ein Zuhause auf dem Land, wo er im Garten toben kann.

Alltag mit einem Malteser

Der Malteser ist ein Hund, der sehr gerne Zeit mit seinen Menschen verbringt. Er begleitet seine Besitzer am liebsten überall hin und fühlt sich am wohlsten, wenn er Teil des Familienlebens ist. Aufgrund seiner geringen Größe kann er problemlos in einer Wohnung gehalten werden. Auch für das Leben in der Stadt ist diese Hunderasse gut geeignet.

Trotzdem sollte man nicht unterschätzen, dass auch ein kleiner Hund ausreichend Bewegung braucht. Tägliche Spaziergänge helfen dabei, den Hund körperlich und geistig auszulasten. Besonders gerne spielen Malteser mit ihren Besitzern oder lernen kleine Tricks. Dadurch bleiben sie aktiv und ausgeglichen.

Viele Besitzer schätzen außerdem, dass Malteser sich gut an unterschiedliche Lebenssituationen anpassen können. Sie kommen sowohl mit ruhigen Haushalten als auch mit lebhaften Familien gut zurecht. Wichtig ist vor allem, dass sie genügend Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen.

Hundesport steht bei dieser Rasse nicht besonders hoch im Kurs. Für Aktivitäten wie Agility sind sie zu klein, Apportieren mögen sie nicht gern. Was aber gut funktioniert, sind Kunststücke. Die kleinen Vierbeiner freuen sich, gemeinsam mit dem Menschen Tricks zu lernen und dann die entsprechende Belohnung zu erhalten.

Auch die Malteser Erziehung ist bei den meisten Tieren unkompliziert, sollte aber dennoch mit dem nötigen Ernst vorgenommen werden. Sonst kann es passieren, dass das Tier sich in der Wohnung zu viele Freiheiten nimmt. Auch der Umgang mit anderen Hunden will gelernt sein, am besten schon als Welpe. Andernfalls kann es vorkommen, dass sich die Tiere bei Begegnungen mit Artgenossen überschätzen.

Was kostet ein Malteser-Welpe vom Züchter?

Wer sich einen Malteser als Familienhund kaufen möchte, muss nicht zu tief in die Tasche greifen. Obwohl es nur recht wenige Tiere gibt, liegen die Preise meist um 1.000 bis 1.5000 Euro.

Gut zu wissen ist, dass Allergiker Hunde wie Malteser halten können. Diese haaren wenig und sind daher keine übermäßige Belastung. Trotzdem sollten Betroffene vorher prüfen, ob sie sie wirklich nicht auf die Tiere reagieren.

Gesundheit bei Maltesern

Malteser sind eine alte Rasse, die sich einer guten Gesundheit erfreuen. Zu den rassetypischen Krankheiten gehören Probleme mit den Augen, den Knien und der Kniescheibe. Diese treten jedoch vergleichsweise selten auf, oft lassen sie sich gut behandeln.

Dass genetische Faktoren bei bestimmten Krankheiten eine Rolle spielen können, zeigen auch wissenschaftliche Studien. Forschende stellen dazu fest:

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass bestimmte genetische Varianten bei Maltesern mit einem erhöhten Risiko für entzündliche Erkrankungen des Gehirns verbunden sein können und dass ähnliche genetische Risikofaktoren auch bei anderen kleinen Hunderassen vorkommen.“ (Park et al., 2023)

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Pflege und Fellkontrolle

Das lange Fell ist eines der markantesten Merkmale des Maltesers. Damit es gesund bleibt, ist regelmäßige Pflege notwendig. Am besten wird das Fell mehrmals pro Woche gebürstet, damit sich keine Knoten bilden. Besonders im Bereich der Ohren, der Beine und am Bauch können sich schnell Verfilzungen entwickeln.

Viele Besitzer entscheiden sich dafür, das Fell ihres Hundes regelmäßig kürzen zu lassen. Dadurch wird die Pflege deutlich einfacher und der Hund kann sich freier bewegen. Auch ein Besuch beim Hundefriseur kann sinnvoll sein, um das Fell professionell zu pflegen.

Pflegebereich

Häufigkeit

Bürsten

täglich oder mehrmals pro Woche

Baden

alle paar Wochen

Ohrenkontrolle

regelmäßig

Zahnpflege

mehrmals pro Woche

Hundefriseur

alle paar Monate

Tipp von Santévet: Das lange Fell des Maltesers kann leicht Schmutz aufnehmen oder verknoten. Bürsten Sie Ihren Hund daher am besten täglich und verwenden Sie eine weiche Bürste. So bleibt das Fell gesund und glänzend.

Neben der Fellpflege sollte man auch auf andere Aspekte der Hygiene achten. Dazu gehören das Reinigen der Augen, das Kontrollieren der Ohren und die regelmäßige Zahnpflege. Gerade kleine Hunderassen können zu Zahnstein neigen.

Lebenserwartung: Wie lange leben Malteser?

Malteser gehören zu den Hunderassen mit einer vergleichsweise hohen Lebenserwartung. In der Regel werden sie zwischen 12 und 15 Jahre alt, bei guter Pflege und Gesundheit können manche Tiere sogar noch älter werden. Entscheidend für ein langes Hundeleben sind eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen. Auch eine gute Zahnpflege und Fellpflege tragen dazu bei, Krankheiten vorzubeugen. Da Malteser eine eher robuste Rasse sind, können sie bei liebevoller Haltung viele Jahre lang ein aktiver und treuer Begleiter im Alltag bleiben.

Häufige Fragen zum Malteser (FAQ)

Wie alt werden Malteser?

Malteser haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 12 bis 15 Jahren. Mit guter Pflege, ausgewogener Ernährung und regelmäßigen Tierarztbesuchen können manche Hunde sogar noch älter werden.

Ist der Malteser für Anfänger geeignet?

Ja, der Malteser gilt als anfängerfreundliche Hunderasse. Er ist intelligent, lernfreudig und meist leicht zu erziehen. Wichtig ist jedoch, dass er genügend Aufmerksamkeit und Beschäftigung bekommt, da er die Nähe zu seinen Menschen sehr schätzt.

Wie viel Pflege braucht ein Malteser?

Das lange, seidige Fell des Maltesers benötigt regelmäßige Pflege. Es sollte mehrmals pro Woche gebürstet werden, damit sich keine Knoten bilden. Viele Besitzer lassen das Fell außerdem regelmäßig von einem Hundefriseur kürzen, um die Pflege zu erleichtern.

Quellen:

https://www.cambridge.org/core/journals/greece-and-rome/article/abs/maltese-dog/098BB0BDA76453647A68676E0110A0DF 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36881048/