Das Wichtigste:
-
Basiskosten: Eine Untersuchung kostet ca. 40–70 €, Impfungen liegen bei 40–90 €.
-
OP-Preise: Kastrationen kosten zwischen 100 € (Kater) und 400 € (Katze); Zahnbehandlungen starten ab 120 €.
-
Notfall: Im Notdienst sind die Gebühren deutlich höher (oft doppelt bis vierfach).
-
Tipp: Tierkrankenversicherungen schützen vor hohen, unerwarteten Kosten.
Wie viel kostet ein Besuch beim Tierarzt für eine Katze?
In Deutschland rechnen Tierärzte nach der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) ab. Diese legt feste Gebührensätze fest, die je nach Aufwand, Dauer und Schwierigkeit des Eingriffs mit einem Faktor zwischen dem 1-fachen und 3-fachen Satz (im Notdienst bis zum 4-fachen Satz) berechnet werden dürfen. Auch ob Sie einen Hund oder eine Katze behandeln lassen macht einen Unterschied. Hinzu kommen Kosten für Medikamente, Material, Narkose und Klinikaufenthalt.
Die Kosten für Routineuntersuchungen können variieren. 👉 Kostenloses Angebot zur Katzenversicherung anfordern.
Konsultation
- Allgemeine Sprechstunde: Eine allgemeine Sprechstunde inklusive klinischer Untersuchung und Gesundheitsberatung kostet in der Praxis meist zwischen 40 und 70 Euro, abhängig vom angewendeten GOT-Satz und der Region. In dieser Sprechstunde kann der Tierarzt bzw. die Tierärztin mögliche Gesundheitsprobleme erkennen und die Halter über die geeignete Pflege beraten.
- Spezialsprechstunde: Untersuchungen bei spezialisierten Tierärzten (z. B. Kardiologie, Augenheilkunde oder Chirurgie) liegen häufig zwischen 80 und 150 Euro, da hier besondere Fachkenntnisse und moderne Diagnostik zum Einsatz kommen.
Impfungen
- Kombinationsimpfungen (z. B. Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose): Die Kosten liegen in der Regel zwischen 40 und 90 Euro inklusive Untersuchung. Diese Impfungen sind unerlässlich, um Katzen vor häufigen und potenziell tödlichen Krankheiten zu schützen.
- Tollwutimpfung: Kostenpunkt meist 30 bis 60 Euro. Die Krankheit ist in Deutschland selten, eine Impfung ist aber häufig für Reisen ins Ausland vorgeschrieben.
Kennzeichnung (Mikrochip oder Tätowierung)
Die Kennzeichnung inklusive Eintragung in ein Haustierregister kostet in Deutschland meist zwischen 25 und 60 Euro, zuzüglich der Sprechstundenkosten. Wenn Sie also die ersten Impfungen und die Kennzeichnung Ihres Kätzchens vornehmen lassen möchten, kostet Sie das den Preis für den Mikrochip oder die Tätowierung (zwischen 35 und 60 Euro) plus den Preis für die Impfberatung (zwischen 30 und 90 Euro, je nach Impfprotokoll ein- oder zweimal zu wiederholen).
Sterilisation und Kastration
- Sterilisation der Katze (Ovariektomie oder Ovariohysterektomie): Je nach Aufwand, Narkose und GOT-Satz liegen die Kosten meist zwischen 150 und 400 Euro. Dieser Preis beinhaltet die Voruntersuchung, die Anästhesie, den chirurgischen Eingriff und die Nachsorge.
- Kastration des Katers: Dieser Eingriff ist einfacher und kostet in der Regel zwischen 100 und 300 Euro.
Zahnpflege
- Zahnsteinentfernung: etwa 120 bis 300 Euro. Dieser Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt und dient der Vorbeugung von Zahnfleischerkrankungen sowie der Gewährleistung einer guten Mundhygiene.
- Zahnentfernung: etwa 40 bis 100 Euro pro Zahn, abhängig von der Komplexität des Eingriffs und der Anzahl der zu entfernenden Zähne.
Bildgebende Diagnostik
- Röntgen: etwa 35 bis 90 Euro pro Aufnahme. Mehrere Röntgenaufnahmen oder spezielle Aufnahmen können den Gesamtpreis erhöhen.
- Ultraschall: 60 bis 150 Euro, ein Herzultraschall ist häufig teurer.
- CT: Ein CT-Scan in Spezialkliniken kostet meist zwischen 300 bis 800 Euro.
Laboruntersuchungen
- Bluttests: Ein einfacher Test kostet 40 Euro, ein komplettes Blutbild kann bis 150 Euro kosten.
- Urinuntersuchung: Sie müssen mit einem Preis zwischen 30 und 60 Euro rechnen. Diese Untersuchungen dienen der Diagnose von Nieren- oder Harnwegsproblemen.
- FIV- und FeLV-Tests: Die Tests auf Krankheiten wie FIV (Feline Immunschwächevirus) oder FeLV (Feline Leukämievirus) kosten jeweils zwischen 30 und 60 Euro.
Operationen
|
Art des Eingriffs |
Beschreibung |
Kosten (ca.) |
|
Fremdkörper-OP |
Entfernung eines verschluckten Gegenstands durch einen chirurgischen Eingriff; Kosten abhängig von Komplexität und Nachsorge |
500 – 1.000 € |
|
Weichteilchirurgie |
Wundversorgung, Tumorentfernung oder Leistenbruch-Operation; Kosten variieren je nach Dauer und Komplexität |
300 – 700 € |
|
Orthopädische Eingriffe |
Behandlung von Knochenbrüchen oder anderen orthopädischen Problemen; abhängig von Bruchart und OP-Technik |
800 – 2.000 € oder mehr |
Klinikaufenthalt
- Normalstation: Die Kosten für einen Krankenhausaufenthalt variieren je nach Komplexität der Behandlung zwischen 30 und 150 Euro pro Tag. In diesem Preis sind die Überwachung und die Grundversorgung enthalten.
- Intensivpflege: Je nach erforderlichen Behandlungen (wie Sauerstofftherapie, intravenöse Infusionen usw.) kann die Intensivpflege bei schweren Erkrankungen zwischen 120 und 350 Euro pro Tag kosten.
Tipp von Santévet: Fordern Sie vor geplanten Eingriffen wie Operationen, Bildgebungsverfahren oder Krankenhausaufenthalten einen detaillierten Kostenvoranschlag von Ihrem Tierarzt an. So können Sie die Kosten im Voraus abschätzen und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten abwägen.
Medikamente
- Antibiotika: Die Kosten für Antibiotika liegen zwischen 10 und 40 Euro, je nach Art und Dauer der Behandlung.
- Dauertherapie bei chronischen Erkrankungen: Behandlungen für chronische Erkrankungen wie Niereninsuffizienz oder Diabetes können zwischen 20 und 60 Euro pro Monat kosten.
Sonstige Leistungen
- Verhaltensberatung: Bei Verhaltensproblemen kostet eine fachärztliche Beratung zwischen 60 und 150 Euro. Diese Beratungen können bei der Lösung von Problemen wie Aggressivität, Angstzuständen oder Entwicklungsstörungen helfen.
- Euthanasie: Die Kosten für die Euthanasie einer Katze liegen zwischen 50 und 120 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Einäscherung, die je nach gewähltem Service (Sammeleinäscherung, Rückgabe der Asche, spezielle Urne usw.) zwischen 80 und 250 Euro variieren.
„Katzenbesitzer unterschätzen oft die Gesamtkosten für tierärztliche Behandlungen während des gesamten Lebens einer Katze. Eine Krankenversicherung gewährleistet den Zugang zu medizinischer Versorgung – auch in Notfällen.“

Warum sind Tierarztkosten so hoch?
Tierarztkosten können hoch erscheinen und es gibt mehrere Faktoren, die zu diesen Kosten beitragen.
Sorgen Sie für die beste medizinische Versorgung Ihres Tieres. Entdecken Sie die Vorteile unserer Katzenversicherung.
In Deutschland ist es aufgrund des bestehenden Versicherungssystems für die Humanmedizin schwierig, sich einen Überblick über die „tatsächlichen” Kosten medizinischer Leistungen zu verschaffen. Das ist mit ein Grund dafür, warum tierärztliche Behandlungen so teuer erscheinen. Im Vergleich dazu sind die Kosten für die Humanmedizin jedoch höher als für Tiere! Dies ist jedoch nicht offensichtlich, da die meisten medizinischen Kosten von unseren Krankenkassen übernommen werden.
Darüber hinaus ist die Ausbildung von Tierärzten langwierig und kostspielig, da sie ein langjähriges Studium und kontinuierliche Fortbildungen erfordert, um über die neuesten medizinischen Fortschritte auf dem Laufenden zu bleiben. Tierkliniken müssen außerdem in hochentwickelte und teure medizinische Geräte investieren, die denen in der Humanmedizin ähneln und regelmäßig gewartet werden müssen. Zu den Betriebskosten der Kliniken zählen Miete, Nebenkosten, Versicherungen und Gehälter des Personals.
Die Komplexität der tierärztlichen Versorgung, die spezialisierte Operationen, Behandlungen und Intensivpflege umfassen kann, erfordert spezielle Fähigkeiten und Ausrüstung, was die höheren Kosten rechtfertigt.
Wenn Sie die Tierarztkosten im Voraus planen, können Sie Gesundheitsprobleme Ihrer Katze gelassener angehen. 👉 Fordern Sie einen Rückruf an, um eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Katzenversicherung auszuwählen.
Ist der Tierarzt im Notfall teurer?
Ja. In Deutschland dürfen Tierärzte im Notdienst deutlich höhere Gebühren abrechnen als während der regulären Sprechzeiten. Grundlage dafür ist die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die im Notfall die Berechnung des bis zu vierfachen Gebührensatzes erlaubt. Zusätzlich dürfen im Notdienst weitere Zuschläge erhoben werden, etwa für die sofortige Verfügbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten, Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienste sowie für den erhöhten Personal- und Organisationsaufwand.
Das bedeutet konkret: Während eine normale tierärztliche Konsultation tagsüber in der Regel zwischen 40 und 70 Euro kostet, liegt der Preis im Notdienst häufig bei 100 bis 180 Euro oder mehr – allein für die Untersuchung. Hinzu kommen gegebenenfalls weitere Kosten für Diagnostik, Medikamente, Infusionen, Narkose oder Überwachung.
Bei Notfalloperationen steigen die Kosten entsprechend stark an, da hier neben dem erhöhten GOT-Satz auch die Nutzung von OP, Anästhesie, Monitoring, Personal und oft ein Klinikaufenthalt hinzukommen. Solche Eingriffe können daher schnell 1.000 Euro oder mehr kosten, insbesondere bei schweren Verletzungen, inneren Blutungen oder lebensbedrohlichen Erkrankungen.
Aus diesem Grund ist eine Tierkrankenversicherung oder eine finanzielle Rücklage besonders wichtig, um im Ernstfall schnell und ohne Zeitverlust die notwendige medizinische Versorgung für Ihre Katze sicherstellen zu können.

Was tun, wenn man kein Geld für die Behandlung seiner Katze hat?
Wenn die finanziellen Mittel begrenzt sind, gibt es mehrere Möglichkeiten, seine Katze medizinisch versorgen zu lassen.
Mögliche Hilfen:
- Tierarztpraxen mit Sozialtarifen: Suchen Sie nach Tierkliniken, die kostengünstige oder ermäßigte Leistungen anbieten. Einige Organisationen und Verbände bieten tierärztliche Versorgung zu ermäßigten Preisen für Menschen mit geringem Einkommen an.
- Tierschutzvereine und Hilfsfonds: Organisationen wie der Deutsche Tierschutzbund, lokale Tierschutzvereine, Tierheime sowie verschiedene Stiftungen und Hilfsfonds können Tierhalter in finanziellen Notlagen unterstützen. In bestimmten Fällen bieten sie Zuschüsse zu Tierarztkosten, vergünstigte Behandlungen oder eine vorübergehende medizinische Versorgung für Haustiere an.
- Ratenzahlung über Praxis oder Finanzdienstleister: Einige Tierärzte bieten Ratenzahlungspläne oder tierärztliche Kreditoptionen an, mit denen die Kosten für die Behandlung über mehrere Monate verteilt werden können.
- Tierkrankenversicherung: Der Abschluss einer Haustierversicherung kann helfen, die Kosten für tierärztliche Behandlungen zu decken. Einige Versicherungen decken sowohl Notfälle als auch Routinebehandlungen ab.
- Spendenaktionen: Starten Sie eine Crowdfunding-Kampagne. Nutzen Sie einschlägige Plattformen. So sammeln Sie Geld für die Behandlung Ihrer Katze. Die Community kann Sie dabei unterstützen.
Haben Sie Fragen zur Vorsorge? 👉 Lassen Sie sich zu unserer Katzenversicherung beraten und zurückrufen.
Was tun, wenn ich den Tierarzt nicht bezahlen kann?
Tierarztpraxen und Tierkliniken sind in Deutschland in der Regel nicht verpflichtet, Tiere kostenlos zu behandeln. Wenn keine akute Lebensgefahr besteht und keine Zahlungsvereinbarung getroffen werden kann, darf eine Praxis die Behandlung ablehnen, wenn die Kosten nicht gedeckt sind.
Erhalten Sie von Ihrem Tierarzt einen Kostenvoranschlag, sollten Sie dieses Dokument nutzen, um gezielt nach Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen – etwa bei Tierschutzvereinen, Hilfsfonds, Tierheimen oder über Spendenaktionen. Auch eine Anfrage nach Ratenzahlung oder einer Teilzahlung direkt in der Praxis kann in manchen Fällen hilfreich sein.

Wie kann man Tierarztkosten senken?
Tierkrankenversicherung
Mit einer Katzenkrankenversicherung werden je nach Tarif 50–100 % der Kosten für Behandlungen, Operationen und Diagnostik erstattet.
Ratenzahlung
Viele Praxen arbeiten mit Abrechnungs- oder Finanzierungsdiensten zusammen oder bieten individuelle Zahlungspläne an. Fragen Sie vor Beginn der Behandlung gezielt danach.
Tierarztkosten lassen sich nicht pauschal vorhersagen, da sie vom Gesundheitszustand des Tieres, der Behandlung und dem angewendeten GOT-Satz abhängen. Eine Tierkrankenversicherung ist die sicherste Möglichkeit, finanzielle Risiken abzufedern und Ihrer Katze jederzeit die bestmögliche medizinische Versorgung zu ermöglichen.
Santévet – Ihr Spezialist für Tierkrankenversicherungen
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet die Kastration einer Katze?
Die Kastration eines Katers kostet in Deutschland je nach Tierarztpraxis, Region und angewendetem GOT-Satz in der Regel zwischen 80 Euro und 150 Euro.
Wie viel kostet die Sterilisation einer Katze?
Die Sterilisation einer Katze ist aufwendiger und entsprechend teurer. In Deutschland liegen die Kosten meist zwischen 150 Euro und 300 Euro, abhängig von Gewicht, Narkoseverfahren und eventuellen Zusatzleistungen.
Was kostet eine Blutuntersuchung bei einer Katze?
Eine Blutuntersuchung kostet je nach Umfang der Analysen durchschnittlich zwischen 60 Euro und 120 Euro. Umfangreiche Blutprofile können auch darüber liegen.
Wie viel kostet ein Entwurmungsmittel für Katzen?
Der Preis für ein Entwurmungsmittel für Katzen liegt in Deutschland in der Regel zwischen 10 Euro und 20 Euro pro Dosis, abhängig vom Präparat und dem Gewicht der Katze.