Das Wichtigste in Kürze:
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Symptome: Blut im Urin, häufiges Pressen mit nur wenigen Tropfen und Schmerzen beim Urinieren. Notfall: Wenn der Hund gar keinen Urin mehr absetzen kann, droht Lebensgefahr (Blasenriss) – sofort zum Tierarzt!
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Diagnose: Erfolgt durch Urinanalyse (Kristallbestimmung), Ultraschall und Röntgen.
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Behandlung: Oft ist eine Operation (Zystotomie) nötig, um die Steine zu entfernen, besonders bei großen Steinen oder Blockaden.
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Kosten: Die Gesamtkosten für eine OP in Deutschland liegen je nach Gewicht des Hundes meist zwischen 800 € und 2.000 € (Diagnostik + OP + Nachsorge).
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Vorbeugung: Eine lebenslange Spezialdiät und erhöhte Wasseraufnahme (z. B. durch einen Trinkbrunnen) sind entscheidend, um neue Steine zu verhindern.
Wie kann ich feststellen, ob mein Hund Harnsteine hat?
Typische Symptome
Ihr Hund kann an Harnsteinen leiden, wenn er mehrere der folgenden Symptome zeigt:
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen, häufiges Pressen mit nur wenigen Tropfen
- Sehr häufiges Urinieren in kleinen Mengen
- Blut im Urin
- Schmerzen oder Unruhe beim Versuch zu urinieren
- Starkes Lecken im Genitalbereich
In schweren Fällen kann der Hund gar keinen Urin mehr absetzen. Diese sogenannte Harnröhrenobstruktion ist ein akuter Notfall, der unbehandelt innerhalb weniger Stunden zu einer Blasenruptur oder zu Nierenversagen führen kann. Eine Urinuntersuchung beim Tierarzt ermöglicht den Nachweis von Kristallen und gibt Aufschluss über deren Art.
Kristalle im Urin – ein Warnsignal
Kristalle entstehen durch eine Veränderung des pH-Wertes des Urins und eine erhöhte Konzentration von Mineralstoffen:
- Struvit: besteht aus Magnesium und Phosphat und bildet sich in alkalischem Urin
- Kalziumoxalat: bildet sich in saurem Urin und ist schwerer aufzulösen
- Urat: steht oft im Zusammenhang mit Leber- oder Stoffwechselstörungen
- Cystin: seltener, genetisch bedingt
Eine ungeeignete Ernährung, zu wenig Trinken oder Harnwegsinfektionen begünstigen diese Prozesse. Ein Trinkbrunnen kann Ihren Hund dazu anregen, mehr zu trinken und die Bildung dieser Kristalle verhindern.
Wie erkennen Sie einen Notfall?
Bestimmte Situationen erfordern einen sofortigen Tierarztbesuch. Hier sind die häufigsten Notfälle, die Sie sofort erkennen sollten:
| Situation | Symptome | Maßnahme |
|
Akuter Notfall |
Kein Urinabsatz, harter schmerzhafter Bauch |
Sofort in eine Tierklinik oder in den Notdienst |
|
Dringend |
Stark blutiger Urin, Schmerzen, starke Mattigkeit |
Am selben Tag zum Tierarzt |
In Deutschland dürfen Tierärztinnen und Tierärzte im Notdienst den bis zu vierfachen GOT-Satz berechnen, wodurch sich die Kosten deutlich erhöhen können.
Ein vollständiger Verschluss der Harnröhre stellt eine lebensbedrohliche Gefahr für Ihr Tier dar. Männchen sind aufgrund ihrer anatomisch engeren Harnröhre besonders gefährdet. In diesem Fall ist eine sofortige Einweisung in die Tierklinik erforderlich, um
- einen Blasenkatheter zu legen;
- eine Infusion zur Flüssigkeitszufuhr zu verabreichen;
- eine geeignete Schmerzbehandlung durchzuführen.
Ohne schnelle Behandlung kann es innerhalb weniger Stunden zu einem Blasensprung kommen.
Tipp von Santévet: Wenn Ihr Hund keinen Urin mehr absetzen kann – also wiederholt in Harnposition geht, ohne dass Urin abgeht – liegt ein akuter Notfall vor. Suchen Sie sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik auf, denn eine anhaltende Harnverhaltung kann lebensbedrohlich werden.
Welche Untersuchungen sind zur Diagnose von Harnsteinen erforderlich?

Die erste tierärztliche Untersuchung
Der erste Besuch beim Tierarzt ist entscheidend für eine zuverlässige Diagnose von Harnsteinen. Der Tierarzt beginnt mit einer gründlichen klinischen Untersuchung, die folgende Schritte umfasst:
- Eine sorgfältige Abtastung des Bauches, um die Größe und Empfindlichkeit der Blase zu beurteilen
- Eine Kontrolle der Temperatur und der Vitalfunktionen
- Eine Beurteilung des Allgemeinzustands und des Flüssigkeitshaushalts des Hundes
- Eine Untersuchung des Beckenbereichs, um mögliche Anomalien festzustellen
Der Tierarzt berücksichtigt außerdem die Krankengeschichte Ihres Tieres und seine Lebensweise, etwa Fütterung, Trinkverhalten und Häufigkeit der Spaziergänge. Diese Informationen helfen dabei, gezielte weitere Untersuchungen auszuwählen, um das Vorhandensein von Harnsteinen zu bestätigen und ihre genaue Lage zu bestimmen.
Zur genauen Diagnose werden eingesetzt:
- Urinanalyse
- Ultraschall von Blase und Nieren
- Röntgenaufnahmen (je nach Steinart)
- ggf. CT
- Blutuntersuchungen (Nierenwerte, Elektrolyte, Entzündungsparameter)
Diese Untersuchungen sind auch wichtig, um das Narkoserisiko richtig einzuschätzen.
Die Bedeutung von Ultraschall und Computertomographie
Für die genaue Lokalisierung von Harnsteinen sind moderne bildgebende Verfahren unverzichtbar. Die Ultraschalluntersuchung des Bauchraums ermöglicht eine Echtzeitdarstellung der Harnwege und den Nachweis von Steinen, die auf herkömmlichen Röntgenaufnahmen nicht immer sichtbar sind.
Diese Methode bietet mehrere wichtige Vorteile:
- Dynamische Darstellung der Organe ohne Einsatz von Röntgenstrahlen
- Exakte Messung der Steingröße
- Beurteilung von Nieren und Blase in Bezug auf Entzündung, Stauung oder Schäden
Die Computertomographie (CT) liefert eine noch höhere diagnostische Genauigkeit, da sie eine dreidimensionale Darstellung der Harnwege ermöglicht. Sie wird besonders empfohlen für
- die vollständige Lokalisierung aller vorhandenen Steine;
- die präzise Bestimmung ihrer Größe und Lage sowie
- die detaillierte Planung eines möglichen chirurgischen Eingriffs.
Zusätzliche Analysen und Blutuntersuchungen
Eine umfassende Blutuntersuchung ist ein wichtiger Bestandteil der Abklärung bei Harnsteinen. Der Tierarzt führt verschiedene Analysen durch, um den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Hundes zu beurteilen, darunter:
- Blutbild, bei dem die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen bestimmt wird
- Messung von Kreatinin und Harnstoff, um die Nierenfunktion zu überprüfen
- Elektrolyte (Natrium, Kalium, Kalzium), die bei Harnproblemen aus dem Gleichgewicht geraten können
- Leberwerte, um die ordnungsgemäße Funktion der Leber sicherzustellen
Anhand dieser Ergebnisse kann das Narkose- und Operationsprotokoll angepasst und das Risiko möglicher Komplikationen besser eingeschätzt werden.
Die verschiedenen möglichen Eingriffe je nach Art der Steine
Zystotomie
Die Zystotomie ist der häufigste Eingriff. Dabei wird die Blase operativ geöffnet und die Steine werden vollständig entfernt. Anschließend wird die Blase gespült und vernäht.
- Schnitt in der Bauchdecke, um Zugang zur Blase zu erhalten
- Vorsichtiges Öffnen der Blasenwand
- Vollständige Entfernung der Steine und gründliche Spülung der Blase
- Kontrolle der Durchgängigkeit der Harnröhre mittels Katheter
Nach dem Entfernen der Steine verschließt der Chirurg die Blase mit resorbierbaren Spezialfäden, um das Risiko von Undichtigkeiten zu minimieren. Die vollständige Heilung dauert in der Regel etwa zwei Wochen. In dieser Zeit sollte Ihr Hund sich schonen und nur kurze, kontrollierte Spaziergänge machen.
Entfernung von Fremdkörpern in der Blase
Gelegentlich befinden sich auch Fremdkörper (z. B. Grannen, Fäden) in der Blase, die auf ähnliche Weise entfernt werden müssen. Ein Fremdkörper in der Blase Ihres Hundes kann entweder aus dem Darm in die Blase gewandert sein oder über die Harnröhre eingebracht worden sein. Am häufigsten findet man dabei:
- Spielzeugfragmente, die die Darmwand durchbohrt haben
- Nahtmaterial, das nach einer früheren Operation in die Blase gewandert ist
- Verschluckte Textilien, die das Gewebe durchdrungen haben
- Pflanzenteile wie Grannen oder Ährchen
Wenn Größe und Lage es zulassen, wird zunächst versucht, den Fremdkörper auf natürlichem Weg zu entfernen. In anderen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff, ähnlich einer Zystotomie, notwendig. Die Nachsorge umfasst eine engmaschige Kontrolle des Harnabsatzes sowie die Gabe von Antibiotika, um Infektionen vorzubeugen.
Wie viel kostet eine Operation wegen Harnsteinen in Deutschland?
Nach der deutschen Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte ergeben sich in der Praxis folgende Richtwerte:
Typische Einzelkosten
- Klinische Untersuchung und Diagnostik: 150 bis 300 Euro
- Vollnarkose (abhängig vom Gewicht): 150 bis 300 Euro
- Chirurgischer Eingriff (Zystotomie): 500 bis 1.500 Euro
- Medikamente und Klinikaufenthalt: 150 bis 400 Euro
Gesamtkosten nach Hundegröße
|
Gewicht des Hundes |
Typische Gesamtkosten |
|---|---|
|
Unter 10 Kilogramm |
etwa 800 bis 1.200 Euro |
|
10 bis 25 Kilogramm |
etwa 1.000 bis 1.600 Euro |
|
Über 25 Kilogramm |
etwa 1.300 bis 2.000 Euro |
Im Notdienst oder bei Komplikationen können die Kosten darüber liegen. Um die Kosten für diesen Eingriff zu finanzieren, bieten viele Kliniken eine Ratenzahlung an. Eine Tierkrankenversicherung wie Santévet ermöglicht es Ihnen außerdem, einen Großteil der entstandenen Kosten erstattet zu bekommen.
Kosten für Voruntersuchungen
Vor jedem chirurgischen Eingriff wegen Harnsteinen wird der Gesundheitszustand Ihres Hundes anhand mehrerer Untersuchungen überprüft. Diese präoperativen Tests sind für die Sicherheit der Narkose und der Operation unverzichtbar und sollten daher unbedingt in die Kostenplanung einbezogen werden.
In der Regel umfassen diese Untersuchungen:
- Großes Blutbild mit klinischer Chemie (Biochemie): etwa 80 bis 150 Euro
- Urinuntersuchung mit Kristallanalyse: etwa 30 bis 70 Euro
- Röntgenaufnahme des Abdomens (ein bis zwei Aufnahmen): etwa 50 bis 120 Euro
- Ultraschall von Blase und Harnwegen: etwa 80 bis 150 Euro
- Gerinnungstests (präoperativ): etwa 30 bis 60 Euro
Werden diese Untersuchungen in derselben Tierarztpraxis oder Klinik durchgeführt, können sie häufig als Paket abgerechnet werden, was den Gesamtpreis etwas senkt. Die Ergebnisse liegen in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden vor, sodass der Eingriff bei Bedarf schnell geplant werden kann.
Kosten der Nachsorge
Eine sorgfältige medizinische Betreuung nach der Operation ist entscheidend für die Heilung und verursacht zusätzliche Kosten. In Deutschland sollten Sie für die Nachsorge insgesamt etwa 250 bis 500 Euro einplanen. Diese umfassen in der Regel:
- Kontrolluntersuchungen (z. B. nach 2 und 10 Tagen): etwa 45 bis 80 Euro pro Termin
- Fäden ziehen: etwa 30 bis 60 Euro
- Schmerzmittel und Antibiotika: etwa 80 bis 180 Euro
- Verbandswechsel oder Wundkontrollen (falls erforderlich): etwa 30 bis 70 Euro
Um Rückfälle zu vermeiden, wird nach einer Harnstein-Operation meist eine spezielle Diät empfohlen. Je nach Größe Ihres Hundes liegen die monatlichen Kosten dafür in Deutschland typischerweise bei 50 bis 100 Euro.
Ein Trinkbrunnen kann helfen, die Wasseraufnahme zu erhöhen und die Neubildung von Kristallen zu reduzieren.
Etwa drei Monate nach dem Eingriff wird häufig eine Kontroll-Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um sicherzustellen, dass keine Steine zurückgeblieben sind. Dafür fallen in Deutschland in der Regel 80 bis 150 Euro an.
Wie kann man die Operation des Hundes finanzieren?
Angesichts der hohen Kosten chirurgischer Eingriffe ermöglicht Ihnen der Abschluss einer Tierkrankenversicherung, Tierarztkosten deutlich entspannter zu bewältigen. Eine Versicherung wie Santévet bietet mehrere, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Leistungsstufen, darunter
- eine Erstattung von bis zu 100 Prozent der Operationskosten;
- die Übernahme der Kosten für präoperative Untersuchungen;
- eine Pauschale für postoperative Medikamente sowie
- die Kostenübernahme für Nachsorgetermine.
Darüber hinaus unterstützt eine Tierkrankenversicherung auch die Vorbeugung von Harnsteinen, indem sie sich an den Kosten für therapeutisches Diätfutter und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beteiligt. So können Sie sich ganz auf die Genesung Ihres Tieres konzentrieren, ohne sich über finanzielle Belastungen sorgen zu müssen.
Von Tierärzten angebotene Zahlungsmöglichkeiten
Tierarztpraxen und Tierkliniken bieten verschiedene Zahlungsmodelle an, um die Kosten für die Behandlung Ihres Hundes zu erleichtern. Neben der klassischen Bar- oder Kartenzahlung stehen Ihnen häufig folgende Optionen zur Verfügung:
- Ratenzahlung in zwei bis vier Monatsraten, die von vielen Praxen direkt und oft ohne Zusatzkosten angeboten wird
- Direktabrechnung über Ihre Tierkrankenversicherung, sodass Sie die Kosten nicht vorstrecken müssen
- Banküberweisung für höhere Beträge
- Kreditkartenzahlung, gegebenenfalls mit vorübergehend erhöhtem Kreditlimit, das Sie bei Ihrer Bank beantragen können
Diese Möglichkeiten helfen dabei, die finanzielle Belastung zu verteilen und sicherzustellen, dass Ihr Tier die notwendige Behandlung erhält, ohne Ihr Budget übermäßig zu strapazieren.
Die Bedeutung einer angepassten Ernährung
Eine speziell abgestimmte Ernährung ist der zentrale Baustein zur Vorbeugung von Harnsteinen bei Hunden. Sie muss an die Art der festgestellten Steine angepasst werden, um einen optimalen pH-Wert des Urins zu erhalten und die Zufuhr problematischer Mineralstoffe zu begrenzen.
Zum Schutz Ihres Hundes stehen mehrere Ernährungsoptionen zur Verfügung:
- Therapeutisches Trockenfutter mit kontrolliertem Mineralstoffgehalt
- Mischfütterung aus speziellem Nassfutter und Trockenfutter
- Nahrungsergänzungsmittel, die zur Regulierung des Urin-pH-Werts beitragen
Die Umstellung auf die neue Fütterung sollte schrittweise über einen Zeitraum von sieben bis zehn Tagen erfolgen. Durch eine regelmäßige Kontrolle der Urinwerte kann die Ernährung an die individuelle Reaktion Ihres Hundes angepasst werden. Dieser vorbeugende Ansatz, kombiniert mit einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme, senkt das Risiko eines Rückfalls nach einem chirurgischen Eingriff deutlich.
Vorbeugung der Bildung von Struvitsteinen
Struvitsteine machen rund vierzig Prozent der Harnsteine bei Hunden aus. Um ihr Auftreten zu begrenzen, ist ein kontrollierter Urin-pH-Wert zwischen 6 und 6,5 entscheidend. Eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und häufigeres Wasserlassen helfen zudem, die Konzentration von Mineralstoffen im Urin zu verringern.
Mehrere vorbeugende Maßnahmen haben sich als wirksam erwiesen:
- Bereitstellung eines Trinkbrunnens, um die natürliche Wasseraufnahme zu fördern
- Aufteilung der täglichen Futtermenge auf drei Mahlzeiten zur Stabilisierung des Urin-pH-Werts
- Überwachung und frühzeitige Behandlung von Harnwegsinfektionen, die die Kristallbildung begünstigen
- Anpassung der körperlichen Aktivität, um den Harnfluss zu unterstützen
Die Vorbeugung von Struvitsteinen erfordert eine regelmäßige Kontrolle der Harnwerte. Eine Urinanalyse alle drei Monate ermöglicht es, das Präventionskonzept bei Bedarf rasch anzupassen. Ihr Tierarzt kann daraufhin die Zufuhr von Magnesium und Phosphor entsprechend den Ergebnissen optimieren.
Überwachung der Nierenfunktion
Nach einer Operation wegen Harnsteinen ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion besonders wichtig. Ihr Tierarzt erstellt dafür einen individuellen Überwachungsplan, der sich über mehrere Monate erstreckt.
Zu den wichtigsten Parametern, die überprüft werden, gehören
- Kreatinin- und Harnstoffwerte im Blut;
- Harnkonzentration und pH-Wert;
- mögliches Vorhandensein von Eiweiß im Urin;
- Elektrolytwerte im Blut.
In der Regel erfolgt eine erste Blutkontrolle etwa 48 Stunden nach dem Eingriff, eine weitere nach rund 15 Tagen. Zusätzlich werden über drei Monate hinweg monatliche Urinuntersuchungen durchgeführt, um frühzeitig mögliche Auffälligkeiten zu erkennen. Diese engmaschige Überwachung erlaubt es, Therapie und Ernährung Ihres Hundes rechtzeitig anzupassen und die Nierengesundheit nachhaltig zu schützen.
Natürlich – hier ist der Abschnitt enger am Original formuliert, aber sprachlich geglättet und natürlicher:
Welche Faktoren beeinflussen den Preis des Eingriffs?

Geografischen Lage
Die Preise für chirurgische Eingriffe bei Harnsteinen unterscheiden sich je nach Standort der Tierklinik teils deutlich. Diese Unterschiede lassen sich durch mehrere lokale Faktoren erklären:
- die Höhe der Fixkosten der Kliniken
- die Dichte des tierärztlichen Angebots in der Region
- die örtlichen Lebenshaltungskosten
Diese Preisunterschiede spiegeln nicht zwangsläufig die Qualität der Behandlung wider, sondern vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor Ort. In manchen Fällen kann eine weiter entfernte Klinik günstiger sein, sofern die Fahrtkosten in das Gesamtbudget einbezogen werden.
Größe des Hundes
Größe und Gewicht des Hundes sind wichtige Faktoren bei der Berechnung der Operationskosten. Ein großer Hund benötigt höhere Dosen an Narkose- und Schmerzmitteln sowie eine seinem Gewicht angepasste Versorgung.
Mehrere größenabhängige Faktoren wirken sich direkt auf den Preis aus:
- die benötigte Menge an Anästhetika und Schmerzmitteln
- eine längere Operationsdauer bei großen Hunden
- an die Körpergröße angepasste chirurgische Instrumente
- eine intensivere postoperative Überwachung bei großen Rassen
Bei einem Hund unter 10 kg macht das Anästhesieprotokoll etwa 25 % der Gesamtkosten aus, während dieser Anteil bei einem Hund über 40 kg bis zu 40 % betragen kann. Auch die Aufwachphase erfordert bei großen Hunden eine längere Überwachung, was die Kosten erhöht.
Komplexität des chirurgischen Eingriffs
Jeder Fall ist unterschiedlich und weist eigene Besonderheiten auf, die den Schwierigkeitsgrad der Operation beeinflussen. In komplexen Situationen ist die Erfahrung des Tierarztes besonders entscheidend.
Zu den wichtigsten technischen Faktoren zählen:
- die genaue Lage der Steine im Harntrakt
- die Anzahl und Größe der zu entfernenden Steine
- der Entzündungszustand des umliegenden Gewebes
- das Vorhandensein möglicher Verwachsungen oder weiterer Komplikationen
Was sind die häufigsten Tierarztkosten?
Die Tierarztkosten für einen Hund in Deutschland können stark variieren. Sie hängen unter anderem von der Region, der Art der Behandlung, der Erfahrung des Tierarztes, der Art der Praxis oder Klinik und vor allem vom Gewicht des Hundes ab. Denn je größer ein Hund ist, desto höher sind in der Regel auch der Medikamentenbedarf, der Narkoseaufwand und die Dauer vieler Eingriffe.
In Deutschland gilt zudem die Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT), die es erlaubt, Leistungen je nach Aufwand, Schwierigkeit und Notdienstzeiten mit dem einfachen bis zum vierfachen Satz abzurechnen.
Kontrolluntersuchung
Eine normale Untersuchung beim Tierarzt umfasst eine vollständige klinische Kontrolle des Hundes. Dabei prüft der Tierarzt unter anderem Gewicht, Zähne, Ohren und Fell. Zudem tastet er den Körper ab, um Auffälligkeiten zu erkennen.
In Deutschland kostet eine solche Grunduntersuchung meist zwischen 30 und 70 Euro, in größeren Städten oder Kliniken auch bis zu 80 bis 100 Euro.
In diesem Preis sind jedoch weder Behandlungen noch weiterführende Untersuchungen wie Bluttests oder Röntgenaufnahmen enthalten.
Impfung
Impfungen sind ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Die sogenannten Standardimpfungen schützen Hunde unter anderem vor Parvovirose, Leptospirose, Staupe, Hepatitis contagiosa canis, Tollwut und häufig auch vor Zwingerhusten.
Vor jeder Impfung erfolgt eine kurze Untersuchung, um sicherzustellen, dass der Hund gesund ist.
Eine Kombinationsimpfung kostet in Deutschland in der Regel zwischen 50 und 90 Euro, inklusive der tierärztlichen Konsultation.
Welpen benötigen zunächst eine Grundimmunisierung mit einer Wiederholungsimpfung etwa einen Monat später, die in einem ähnlichen Preisrahmen liegt. Zusätzliche Impfstoffe können die Kosten etwas erhöhen.
Identifizierung (Chip oder Tätowierung)
In Deutschland müssen Hunde eindeutig gekennzeichnet sein. Dies geschieht heute fast immer durch einen Mikrochip, der unter die Haut eingesetzt wird.
Der Chip selbst kostet meist zwischen 40 und 80 Euro. Wird er im Rahmen einer Untersuchung oder Impfung gesetzt, ergeben sich häufig Gesamtkosten von etwa 80 bis 150 Euro.
Anästhesie
Viele tierärztliche Eingriffe erfordern eine Narkose. Deren Kosten richten sich nach dem Gewicht des Hundes, der Art der Narkose (Sedierung, Injektions- oder Inhalationsnarkose) und der Dauer des Eingriffs.
Für eine kurze oder einfache Narkose fallen meist zwischen 50 und 100 Euro an.
Eine Voll- oder Gasnarkose für eine Operation kostet häufig zwischen 150 und 300 Euro oder mehr.
Bei chirurgischen Eingriffen sind diese Kosten oft bereits in der Gesamtpauschale enthalten.
Sterilisation und Kastration
Die Sterilisation beziehungsweise Kastration ist ein häufiger Eingriff, der nicht nur eine ungewollte Fortpflanzung verhindert, sondern auch bestimmten Erkrankungen wie Gebärmutterentzündungen oder Gesäugetumoren vorbeugt. Der Preis hängt von Geschlecht, Gewicht und Operationsaufwand ab.
- Sterilisation einer Hündin: zwischen 500 und 100 Euro
- Kastration eines Rüden: zwischen 250 und 550 Euro
In diesen Beträgen sind in der Regel Narkose und Nachsorge enthalten.
Zahnsteinentfernung
Zahnstein kann zu schmerzhaften Entzündungen, Infektionen und Zahnverlust führen. Gerade bei älteren Hunden ist daher eine regelmäßige professionelle Reinigung sinnvoll.
In Deutschland kostet eine Zahnsteinentfernung je nach Größe des Hundes und Ausmaß der Ablagerungen meist zwischen 250 und 600 Euro, da der Eingriff unter Narkose erfolgt.
Fachärztliche Konsultationen
Bei speziellen Problemen – etwa in der Kardiologie, Dermatologie oder Orthopädie – ist oft ein Tierarzt mit Zusatzqualifikation erforderlich.
Solche Termine kosten in Deutschland je nach Aufwand zwischen 60 und 150 Euro.
Zusätzliche Untersuchungen
- Blutuntersuchungen kosten je nach Umfang meist zwischen 80 und 150 Euro.
- Urinuntersuchungen liegen bei 40 bis 80 Euro.
- Röntgenaufnahmen kosten 40 bis 150 Euro pro Aufnahme,
- Ultraschalluntersuchungen 80 bis 150 Euro.
Gängige Operationen
Die Kosten hängen stark vom Aufwand ab:
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Wundnaht (klein): 100 bis 300 Euro
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Frakturversorgung: 1.000 bis 3.000 Euro
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Kreuzbandoperation (z. B. TPLO): 2.000 bis 3.500 Euro
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Gastrotomie (Fremdkörper): 600 bis 1.500 Euro
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Tumorentfernung: 400 bis 1.500 Euro
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Entfernung einer Granne: 100 bis 300 Euro
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Beinamputation: 1.000 bis 2.200 Euro
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Augenlidoperation: 500 bis 1.000 Euro
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Nabelbruch: 300 bis 600 Euro
Diese Preise beinhalten in der Regel Narkose und Klinikaufenthalt, nicht jedoch Voruntersuchungen.
Aufenthalt in der Tierklinik
Ein stationärer Aufenthalt kostet meist 50 bis 150 Euro pro Tag, bei Intensivpflege auch deutlich mehr.
Medikamente und Behandlungen
Die Kosten für die Medikamente hängen von der Art der Behandlung und dem Gewicht des Hundes ab:
- Antibiotika oder Schmerzmittel: 20 bis 80 Euro
- Parasitenprophylaxe: 15 bis 30 Euro pro Monat
- Medikamente bei chronischen Erkrankungen: stark variierend
Euthanasie und Einäscherung
Die Euthanasie, eine immer schwierige Entscheidung, kostet je nach Gewicht des Tieres zwischen 70 und 150 €. Für die Einäscherung gibt es zwei Möglichkeiten:
- Gemeinschaftseinäscherung: 50 bis 150 Euro
- Einzeleinäscherung mit Rückgabe der Asche: 150 bis 400 Euro
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Zystotomie bei Harnsteinen beim Hund erforderlich sein kann, insbesondere wenn die Steine zu groß sind oder sich die Symptome durch andere Behandlungen nicht ausreichend lindern lassen. Nach dem Eingriff ist eine spezielle Ernährung notwendig, um Rückfälle zu vermeiden.
Santévet – Ihr Spezialist für Tierkrankenversicherungen