Der Hund hat eine trockene Nase – ist er krank?

Eine trockene Hundenase ist für viele Besitzer Grund zur Sorge. Ein weitverbreiteter Irrglaube besagt, dass gesunde Hunde immer einen feuchten Nasenspiegel haben. Das stimmt nicht ganz. Oft stecken harmlose Gründe dahinter, wenn der Nasenspiegel des Hundes trocken ist. Jedoch kann es ein Zeichen dafür sein, dass eine Erkrankung vorliegt.

Schwarze Hundenase
Eine trockene Hundenase ist kein Grund zur Panik. Achten Sie allerdings darauf, ob es eventuell weitere Symptome gibt, die auf eine Erkrankung hindeuten könnten. - Pixabay

Das sind die Gründe für eine trockene Hundenase

Wenn der Hund eine trockene Nase hat, können folgende Gründe dahinterstecken:

  1. Warme Raumluft oder heiße Temperaturen
  2. Ein Sonnenbrand beim Hund
  3. Ausgiebiges Buddeln in trockener Erde
  4. Flüssigkeitsmangel oder Dehydration
  5. Allergische Reaktion des Hundes

Sommerphänomen: Der Hunde hat eine Nase, die trocken und warm ist

Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, beginnen Hunde zu schwitzen. Anders als Menschen haben Sie nur an den Pfoten und an der Nase Schweißdrüsen. Zudem regulieren sie ihren Wärmehaushalt durch Hecheln. Durch vermehrtes Hecheln kann es dazu kommen, dass sein Nasenspiegel nicht mehr feucht und kühl ist, sondern trocken und warm.

Besitzer sollten dafür sorgen, dass für ihr Haustier im Sommer stets für schattiges Plätzchen zur Verfügung steht. Das schützt nicht nur vor einer trockenen Nase, sondern verhindert auch einen Sonnenbrand oder einenHitzschlag beim Hund.

Wenn der Hund im Winter eine nicht feuchte Nase hat, kann es daran liegen, dass die Raumluft zu trocken und warm ist. Abhilfe kann ein Raumluftbefeuchter oder eine Wasserschale auf der Heizung sein, die die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Ein Sonnenbrand beim Hund

Hunde können, genau wie Menschen, einen Sonnenbrand bekommen. Da die Hundenase nicht von schützendem Fell bedeckt ist, kann sie bei intensiver Sonneneinstrahlung verbrennen. Der Sonnenbrand macht sich erst durch eine trockene, warme und gerötete Nase bemerkbar. Nach einigen Tagen beginnt sich die Haut zu pellen.

Graben und Wühlen sorgen für trockene Hundenasen

Wenn der Hund zu den Vierbeinern gehört, die leidenschaftlich gern Löcher buddelt, kann es schnell dazu kommen, dass seine Nase trocken wird. Macht er das regelmäßig können, kann er zudem eine leicht rissige Hundenase bekommen. Diese resultiert aus kleinen Verletzungen, die in der Regel vollkommen harmlos sind. Ein wenig unparfümierte Creme auf der Nase schafft schnell Abhilfe.

Schlechtes Trinkverhalten sorgt für trockene Schleimhäute

Einige Vierbeiner gehen von Natur aus sehr selten zum Wassernapf. Hunde, die Trockenfutter bekommen und wenig Flüssigkeit zu sich nehmen, können unter Flüssigkeitsmangel leiden. Dadurch trocknen die Schleimhäute aus und demzufolge ist die Nase des Hundes nicht mehr feucht.

Auch intensives Spielen, sportliche Betätigung oder Schlaf können dafür sorgen, dass die körpereigenen Wasserreserven aufgebraucht sind. Sobald der Vierbeiner getrunken hat, sollte die Nase nach kurzer Zeit wieder feucht und kühl werden. Trinkt der Hund über einen langen Zeitraum weniger als er braucht, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

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Allergien beim Hund

Hunde können auf verschiedene Stoffe allergisch reagieren. Das kann ein chemischer Zusatzstoff im Putzmittel sein, aber auch durch bestimmte Kunststoffe oder Metalle ausgelöst werden. Bemerken Besitzer einen trockenen Nasenspiegel, nachdem sie einen neuen Reiniger verwenden oder der Hund einen neuen Napf bekommen hat, sollten sie diesen austauschen.

Der Hund hat eine trockene Nase – Symptom für mögliche Krankheiten

Wie bereits erwähnt sind es meist harmlose Gründe, die eine trockene Hundenase verursachen. Jedoch kann sie auch ein Anzeichen für Erkrankungen sein. Wenn folgende Symptome hinzukommen, sollten Besitzer aufmerksam sein:

  • Fieber
  • Durchfall und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Schmerzen

Der Hund hat eine warme Nase, die mehrere Tage hinweg trocken ist und zeigt ein oder mehrere oben genannte Symptome? Dann ist ein Gang zum Tierarzt dringend empfohlen, um ihn auf mögliche Krankheiten zu untersuchen. Auch wenn der Hund eine trockene Nase mit Kruste hat, sollte er gründlich untersucht werden.

Autoimmune Erkrankungen

Gesellen sich zu der trockenen Nase beim Hund gewisse Begleiterscheinungen wie Pusteln, dann kann es sein, dass er von einer Hautkrankheit betroffen ist. Zu diesen Erkrankungen gehören Pemphigus foliaceus sowie der diskoide Lupus. Bei beiden ist eine genetische Veranlagung der Grund für den Ausbruch. Zwar sind die Krankheiten nicht heilbar, können aber durch eine entsprechende medikamentöse Einstellung durch den Tierarzt gut behandelt werden.

Rassespezifische Erberkrankungen

Einige Hunderassen sind anfälliger für gewisse Krankheiten als andere. Dazu gehören unter anderem Golden Retriever. Diese können an der Ichthyose erkranken. Ist der Hund davon betroffen, bilden sich, beginnend auf dem Nasenrücken Schuppen auf der Haut des Hundes aus.
Die familiäre Dermatomyositis tritt ausschließlich bei Collies und Shetland Sheepdogs (Shelties) auf. Neben einer trockenen Nase kommt es zu starken Veränderungen der Haut wie Schuppen, Krustenbildung, Haarausfall und Rötungen.

Wie muss die Nase vom Hund beschaffen sein?
Einen gesunden Hund erkennt man nicht daran, ob die Nase trocken oder feucht ist. Dieser Zustand kann, abhängig von äußeren Umständen, mehrfach am Tag wechseln. Die Hundenase eines gesunden Vierbeiners sollte frei von Krusten oder Pusteln sein. Zudem ist das Nasensekret bei vitalen Hunden durchsichtig.

 

Herausgegeben von

Martin Walter