Das Wichtigste in Kürze (TL;DR)
- Definition: Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist eine häufige Augenerkrankung bei Katzen, ausgelöst durch Viren, Bakterien, Allergien, Reizstoffe oder Verletzungen.
- Ansteckend? Ja, wenn durch Infektionen (z. B. Katzenschnupfen) verursacht – nicht auf Menschen übertragbar (keine Zoonose).
- Symptome: Rötung, Schwellung, Augenausfluss (klar oder eitrig), Juckreiz, halb geschlossene Augenlider.
- Augentropfen: Nur vom Tierarzt verschreiben lassen! Menschliche Tropfen können Schäden verursachen (z. B. bei Hornhautgeschwüren).
- Therapiedauer: 1–3 Wochen (abhängig von Ursache und Schweregrad).
- Kosten: 50–150 € (Untersuchung, Diagnose, Medikamente).
- Notfall? Sofort zum Tierarzt – unbehandelt drohen Hornhautgeschwüre oder Erblindung
Definition: Was ist eine Bindehautentzündung bei Katzen?
Eine Konjunktivitis bei Katzen ist eine Entzündung der Bindehaut, d. h. der Membran, die das Innere des Auges und die Innenseite der Augenlider auskleidet.
Diese bei Katzen weit verbreitete Erkrankung kann verschiedene Ursachen haben und auf unterschiedliche Art und Weise ausgelöst werden.
Medizinische Einordnung: Entzündetes Auge der Katze
- Die Bindehaut (Konjunktiva) ist eine dünne Schleimhaut, die das Augenlid innenseitig und den vorderen Augapfel auskleidet.
- Eine Entzündung dieser Schleimhaut wird als Konjunktivitis bezeichnet und ist eine der häufigsten Augenerkrankungen bei Katzen.
Ursachen im Überblick
- Infektiös:
- Viren: Herpesvirus (FHV-1, häufigste Ursache), Katzenleukose (FeLV), FIP.
- Bakterien: Chlamydophila felis (häufig bei Katzenschnupfen), Mycoplasma, Staphylokokken.
- Nicht-infektiös:
- Allergien (Pollen, Hausstaubmilben, Reinigungsmittel, Parfüms).
- Reizstoffe: Zigarettenrauch, Räucherstäbchen, Klimaanlage, Ventilatoren.
- Verletzungen: Kratzer (z. B. durch Katzenkämpfe), Fremdkörper (Grashalme, Staub).
- Anatomische Fehlbildungen: Trockene Augen (Tränenmangel), Entropium (eingerolltes Augenlid), Ektropium (ausgerolltes Augenlid).
– Virale oder bakterielle Infektion : Viren wie das feline Herpesvirus oder Bakterien wie Chlamydophila felis (die beide für das Coryza-Syndrom bzw. den Katzenschnupfen verantwortlich sind) können eine Bindehautentzündung verursachen. In diesem Fall treten gleichzeitig auch andere Symptome auf: Niesen, Ausfluss, Mundgeschwüre, Fieber, Abgeschlagenheit … Auch andere Viren, wie das Leukosevirus oder das FIP-Virus , können eine Bindehautentzündung verursachen.
– Allergie : Eine allergische Konjunktivitis kann durch verschiedene Allergene ausgelöst werden, z. B. Pollen, Schimmelpilze, Hausstaubmilben, Haushaltsprodukte, Parfüms und Körperpflegeprodukte. Katzen können ebenfalls auf bestimmte Nahrungsmittel oder Insektenstiche allergisch reagieren. Auch eine Flohbissallergie kommt häufig vor. Oft sind auch andere Bereiche betroffen: Lefzen, Bauch, Gesicht, Ohren …
– Reizung : Umweltreize wie Zigarettenrauch, Diffusoren, Räucherstäbchen, Reinigungsmittel oder Zugluft durch einen Ventilator oder eine zu starke Klimaanlage können die Augen Ihres Tieres schwächen und eine Bindehautentzündung verursachen.
– Verletzung : Augenverletzungen sind eine häufige Ursache für Bindehautentzündungen bei Katzen: Kratzer, Schnitte, Verbrennungen und bei Freigänger-Katzen sehr oft auch ein Kratzer durch einen Artgenossen nach einer Rauferei.
– Fremdkörper : Fremdkörper wie Gräser, Ähren oder Holzstücke können sich zwischen den verschiedenen Membranen des Auges festsetzen. Dies verursacht starke Beschwerden, die zu einer Bindehautentzündung führen können.
– Anatomische Anomalie : Verschiedene Anomalien können in seltenen Fällen eine Konjunktivitis verursachen: ein trockenes Auge (unzureichende Tränenproduktion durch die Tränendrüsen); ein Entropium (Einrollen des Augenlids ins Innere des Auges); ein Ektropium (Einrollen des Augenlids ins Äußere des Auges) …
Ist die Bindehautentzündung bei Katzen ansteckend?
Die Bindehautentzündung bei der Katze ist nur ansteckend, wenn sie durch eine Infektion verursacht wird, dann kann sie sehr leicht auf andere Katzen übertragen werden. Darum sollte der Kontakt zu anderen Tieren eingeschränkt werden, wenn Ihre Samtpfote betroffen ist. Für den Menschen besteht hingegen keine Gefahr: Es handelt sich nicht um eine Zoonose. In jedem Fall ist es wichtig, die klinischen Anzeichen schnell zu erkennen, um Komplikationen und eine mögliche Übertragung auf Artgenossen zu vermeiden. Eine gezielte Behandlung führt bereits nach kurzer Zeit zum Abklingen der Symptome
Symptome: Wie erkennt man eine Bindehautentzündung bei der Katze?
Akute Anzeichen
- Augenausfluss:
- Klar und wässrig (bei Allergien/Reizungen).
- Gelblich-grünlich und eitrig (bei bakterieller Infektion).
- Verkrustungen am inneren Augenwinkel (besonders nach dem Schlafen).
- Verhaltensänderungen:
- Häufiges Reiben der Augen mit der Pfote.
- Zukneifen oder halb geschlossene Augenlider (Blepharospasmus).
Zusätzliche Warnsignale
- Rötung und Schwellung der Bindehaut (Bindehauthyperämie).
- Trübe oder gerötete Hornhaut (Hinweis auf Hornhautgeschwür).
- Allgemeinsymptome (bei Kätzchen oder schwerem Verlauf):
- Fieber, Apathie, Niesen, Atemwegsbeschwerden (Hinweis auf Katzenschnupfen).
Die Symptome können je nach Ursache der Bindehautentzündung unterschiedlich sein, aber normalerweise werden sie an einem oder beiden Augen beobachtet:
– Ausfluss: Er befindet sich häufig im inneren Augenwinkel und kann klar und durchsichtig sein oder gelblich/grünlich, dick und eitrig, was oft charakteristisch für eine Infektion ist. Manchmal kann dieser Ausfluss Krusten bilden, und die Augen können „verklebt“ sein;
– Die Katze reibt sich wegen des durch die Erkrankung verursachten Juckreizes die Augen;
– Die Augen sind rot und geschwollen, besonders wenn die Katze sich die Augen reibt. Dies wird als konjunktivale Hyperämie bezeichnet;
– Das Augenlid ist wegen der Schmerzen oft halb geschlossen, was als Blepharospasmus bezeichnet wird;
– Manchmal kann ein Fremdkörper sichtbar sein (z. B. ein Gras, das unter dem Augenlid eingeklemmt ist und dessen Spitze sichtbar ist).
Manchmal können auch andere Anzeichen auftreten, vor allem bei Kätzchen, die empfindlicher sind: Fieber , Abgeschlagenheit, Atemwegssymptome (Husten, Niesen), Mundverletzungen … die bei der Diagnose der Ursache der Bindehautentzündung helfen können.
Diagnose: Wie wird eine Bindehautentzündung bestätigt?
Wenn Ihre Katze Augensymptome zeigt, sollten Sie sofort zum Tierarzt, um Komplikationen zu vermeiden.
Der Tierarzt untersucht das Tier gründlich, besonders die Augen. Er kann ein spezielles Gerät verwenden, mit dem er den Augapfel besser untersuchen kann. Er kann auch verschiedene Tests mit Tropfen durchführen, um den Druck und die Feuchtigkeit des Auges zu überprüfen oder auch das Vorhandensein eines Fremdkörpers oder eines Hornhautgeschwürs festzustellen. Es wird auch überprüft, ob der Tränen-Nasen-Kanal verstopft oder zu eng ist und so die Symptome verursacht.
Tierärztliche Untersuchung
- Anamnese:
- Befragung zu Symptomen, Vorerkrankungen, Haltungsbedingungen (z. B. Kontakt zu anderen Katzen).
- Klinische Untersuchung:
- Ophthalmoskop oder Spaltlampe zur Inspektion von Bindehaut, Hornhaut und Augenlidern.
- Fluorescein-Test: Färbung der Hornhaut mit einem speziellem Farbstoff, um Geschwüre sichtbar zu machen.
Ein Hornhautgeschwür geht oft mit einer Bindehautentzündung einher. Die Hornhaut ist der durchsichtige Teil des Auges. Aufgrund einer Anomalie, eines Traumas, einer Infektion oder aufgrund des Juckreizes der Katze bilden sich dort kleine Krater, die als Geschwüre bezeichnet werden. Sie können oberflächlich oder tief sein.
Manchmal muss ein Augenabstrich gemacht werden. Dieser wird im Labor analysiert, um den verursachenden Erreger (Virus, Bakterium) zu identifizieren und die therapeutische Behandlung anzupassen.
Zusätzliche Tests (bei unklaren Fällen)
- Abstrich: Mikroskopische oder kulturelle Untersuchung auf Bakterien/Viren.
- PCR-Test: Nachweis spezifischer Erreger (z. B. Chlamydophila felis).
- Allergietest: Bei Verdacht auf allergische Konjunktivitis.
Expertenzitat: „Eine Bindehautentzündung bei Katzen ist nie nur ein einfaches Symptom , sondern oft ein Hinweis auf unterliegende Ursachen wie Herpesvirus, Chlamydien oder Fremdkörper. Antibiotische Augentropfen sollten nur nach tierärztlicher Diagnose eingesetzt werden – falsche Mittel (z. B. kortisonhaltige Tropfen bei viralen Infektionen) können Hornhautgeschwüre oder Erblindung verursachen. Frühe Behandlung ist entscheidend, um chronische Schäden zu vermeiden.“– Dr. Tammy Powell, DVM (Tierärztin & Augen-Spezialistin) Quelle: Cats.com – Bindehautentzündung bei Katzen: Ursachen, Symptome und Behandlung (2024, Stand: 25.09.2024)
Behandlung: Welche Augentropfen helfen bei einer Augenentzündung bei Katzen?
Eine richtige Diagnose ist von entscheidender Bedeutung: Es ist wichtig, die zugrunde liegende Ursache der Konjunktivitis zu identifizieren, da die therapeutische Behandlung je nach Auslöser unterschiedlich ist.
Ursachenabhängige Behandlung:
- Infektiös: Antibiotische oder antivirale Augentropfen/Salben.
- Allergisch/Reizung: Entzündungshemmende Tropfen (z. B. mit Kortison).
- Verletzung/Fremdkörper: Schmerzlindernde und wundheilende Tropfen (nach Entfernung des Fremdkörpers).
Anwendungsdauer:
- Mindestens 3x täglich für 1–3 Wochen (je nach Schweregrad).
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Dauer der Therapie: Wie lange werden antibiotische Augentropfen oder antibiotische Augensalben für Katzen angewendet?
Heilungsverlauf
- Einfache Fälle:
- 1–2 Wochen (bei frühzeitiger Behandlung).
- Komplizierte Fälle:
- 3–6 Wochen (bei chronischen Entzündungen, Hornhautgeschwüren oder anatomischen Fehlbildungen).
- Monatelange Therapie bei Herpesvirus-Infektionen (Rückfälle möglich).
In jedem Fall müssen lokale Behandlungen in Form von Augentropfen oder Salben in das betroffene Auge gegeben werden. Die Behandlung ist in der Regel mindestens dreimal täglich anzuwenden und dauert 1 bis 3 Wochen.
Wichtige Hinweise
- Therapie nie vorzeitig abbrechen – auch wenn die Symptome verschwinden!
- Kontrolluntersuchung nach 1 Woche empfohlen.
- Schutzkragen tragen lassen, um Selbstverletzungen zu vermeiden.
Die Augen sollten während der Behandlung häufig gereinigt werden. Verwenden Sie dazu Kompressen (keine Wattepads, die fusseln können) und ein Reinigungsmittel, das Sie bei Ihrem Tierarzt kaufen können, oder Kochsalzlösung. Eine Halskrause kann ebenfalls verschrieben werden. So kann sich der kleine Patient nicht die Augen kratzen, was die Entstehung von Hornhautgeschwüren begünstigen könnte.
Medikationspläne:
Augeninfektion durch Viren
Bei einer infektiösen Bindehautentzündung werden Augentropfen oder Salben verschrieben, die Antibiotika und manchmal auch einen Entzündungshemmer enthalten. In rezidivierenden Fällen können auch antivirale Mittel, sogenannte Virostatika, verabreicht werden. Weitere schmerzlindernde oder wundheilende Tropfen können hinzugefügt werden sowie eine Grundbehandlung bei allgemeinen Symptomen (Fieber): Antibiotika und/oder entzündungshemmende Mittel zur systemischen Anwendung. Das Tier sollte während der Behandlung von seinen Artgenossen isoliert werden, um eine Ansteckung zu vermeiden.
Allergische Reaktion
Wenn die Katze aufgrund einer Allergie oder Reizung an einer Bindehautentzündung leidet, wird eine lokale entzündungshemmende Behandlung mit Kortison und Antibiotika (zur Vermeidung von Superinfektionen) verschrieben. Im Falle einer schweren Allergie sollten gleichzeitig entzündungshemmende Medikamente wie Cortison zum Einnehmen verabreicht werden. Es wird auch empfohlen, das Allergen oder den Reizstoff zu identifizieren und aus der Umgebung zu entfernen, um Rückfälle zu vermeiden.
Augenentzündungen durch Fremdkörper
Bei Bindehautentzündungen, die auf eine Verletzung oder einen Fremdkörper zurückzuführen sind, hängt die Behandlung von der Schwere und der Dauer der Symptome ab. Zunächst kann der Fremdkörper vom Tierarzt entfernt werden, entweder unter örtlicher Betäubung oder nach Verabreichung eines Beruhigungsmittels, je nachdem, wie kooperativ das Tier ist und wo sich der Gegenstand befindet. Bei einer Verletzung hängt die Behandlung von der Tiefe und dem Zustand der Wunde ab. Manchmal kann auch eine Operation des betroffenen Auges in Betracht gezogen werden.
Kostentabelle: Tierarztkosten bei Bindehautentzündung
| Leistung | Kosten (ca.) | Hinweise |
|---|---|---|
| Tierärztliche Untersuchung | 30–60 € | inkl. Anamnese und klinische Begutachtung |
| Fluorescein-Test | 10–20 € | Nachweis von Hornhautgeschwüren |
| Abstrich (Mikroskopie/Kultur) | 20–50 € | Identifizierung des Erregers |
| PCR-Test | 40–80 € | Bei unklaren oder chronischen Fällen |
| Antibiotische Augentropfen | 15–40 € | z. B. Gentamicin, Tobramycin (Rezeptpflichtig!) |
| Antivirale Augentropfen | 20–60 € | z. B. bei Herpesvirus (Idoxuridin) |
| Entzündungshemmende Tropfen | 15–30 € | z. B. Kortison (nur bei nicht-infektiösen Ursachen!) |
| Schmerzlindernde Tropfen | 10–25 € | z. B. Atropin (bei Krämpfen) |
| Fremdkörperentfernung | 40–80 € | ggf. mit Sedierung |
| Kontrolluntersuchung | 20–40 € | Nach 1 Woche empfohlen |
| Gesamtkosten (Durchschnitt) | 50–150 € | Abhängig von Ursache und Schweregrad |
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Welche Augentropfen verwenden Tierärzte für Katzen?
Die Wahl der Augentropfen hängt jeweils sowohl von der Art der Infektion oder anderer auslösender Faktoren der Konjunktivitis ab als auch vom Gesundheitszustand oder besonderen Bedürfnissen der jeweiligen Katze.
Es folgt eine Übersicht über die häufigsten Präparate:
Antibiotische Augentropfen
- Häufig verschriebene Wirkstoffe:
- Gentamicin (z. B. Gentamicin-POS®).
- Tobramycin (z. B. Tobramycin-Augentropfen).
- Chloramphenicol (z. B. Chloramphenicol-Augentropfen).
- Fusidinsäure (z. B. Fucithalmic®).
- Kombinationspräparate:
- Antibiotikum + Kortison (z. B. Maxitrol® – bei bakterieller Infektion mit starker Entzündung).
Welche Arten von antibiotischen Augentropfen werden für Katzen verwendet?
- Breitbandantibiotika: Wirken gegen mehrere Bakterienarten (z. B. Gentamicin).
- Schmalspektrum-Antibiotika: Zielgerichtet gegen spezifische Erreger (z. B. Fusidinsäure bei Staphylokokken).
- Antivirale Tropfen: Bei Herpesvirus-Infektionen (z. B. Idoxuridin oder Cidofovir).
Kann man Katzen menschliche Augentropfen geben?
Nein! Menschliche Augentropfen können für Katzen gefährlich sein, weil:
- Falsche Dosierung: Katzen haben ein empfindlicheres Auge als Menschen.
- Giftige Inhaltsstoffe: Konservierungsmittel (z. B. Benzalkoniumchlorid) oder Wirkstoffe wie Steroide können Hornhautschäden verursachen.
- pH-Wert-Unterschiede: Menschliche Tropfen sind oft nicht auf den pH-Wert der Katzenaugen abgestimmt.
➡ Ausnahme: Physiologische Kochsalzlösung (0,9%) darf verwendet werden – aber nur zur Reinigung, nicht zur Behandlung!
Welche Augentropfen sind überhaupt für Katzen geeignet?
✅ Geeignet:
- Physiologische Kochsalzlösung (zur Reinigung).
- Tierärztlich verschriebene Augentropfen (z. B. Optimmune® bei Herpes, Chloramphenicol).
- Schmerzlindernde Tropfen (z. B. Atropin bei Krämpfen).
❌ Nicht geeignet:
- Menschliche Augentropfen (können giftige Zusätze wie Konservierungsstoffe enthalten).
- Kortisonhaltige Tropfen (bei Hornhautgeschwüren oder viralen Infektionen kontraindiziert!).
- Hausmittel (z. B. Kamillentee – Risiko von Reizungen oder allergischen Reaktionen).
Tipp von Santévet: „Geben Sie Ihrem Tier außer physiologischer Kochsalzlösung niemals ein Produkt in die Augen, ohne zuvor einen Tierarzt zu konsultieren. Bestimmte Augentropfen können den Zustand Ihres Tieres sogar verschlimmern. Bei einem Hornhautgeschwür sind entzündungshemmende Mittel beispielsweise absolut kontraindiziert. Ein Hornhautgeschwür ist mit bloßem Auge nie sichtbar und kann nur durch einen vom Tierarzt durchgeführten Farbstofftest diagnostiziert werden.“
Helfen bei der Bindehautentzündung der Katze auch Hausmittel?
Nein – Hausmittel sind gefährlich!
Hausmittel wie Kamillentee, Salzlösungen oder Honig sind keine sichere Alternative zur tierärztlichen Behandlung. Sie können:
- Reizungen verstärken (z. B. durch ätherische Öle in Kamillentee).
- Allergische Reaktionen auslösen.
- Infektionen verschlimmern (z. B. durch Verunreinigungen in selbstgemachten Lösungen).
Einzige Ausnahme: Physiologische Kochsalzlösung
- 0,9%-ige Kochsalzlösung (aus der Apotheke) darf nur zur Reinigung verwendet werden – nicht zur Behandlung!
- Anwendung: Mit sterilen Gazekompressen (keine Watte!) von innen nach außen wischen.
➡ Wichtig: Immer zuerst den Tierarzt fragen! Selbst scheinbar harmlose Mittel können bei Hornhautgeschwüren oder viralen Infektionen schwere Schäden verursachen.
Bereits eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen? Prüfen Sie jetzt, ob Ihre Police die Behandlung von Bindehautentzündung, Hornhautgeschwüren oder Katzenschnupfen abdeckt.
Prognose Konjunktivitis bei Katzen:
Welche Komplikationen gibt es?
Die Prognose der Bindehautentzündung bei Katzen hängt von der Ursache der Erkrankung ab. Wenn sie schnell behandelt und die Ursache der Bindehautentzündung identifiziert wird, führt sie in der Regel nicht zu schweren Augenschäden.
Kann die Katze Folgeschäden davontragen?
Wenn sich die Entzündung jedoch auf die inneren Strukturen des Auges ausbreitet oder Komplikationen auftreten (tiefe Hornhautgeschwüre, Glaukom = Erhöhung des Augeninnendrucks, Uveitis = Entzündung des inneren Augenabschnitts), ist die Prognose zurückhaltender und die Folgen können schwerwiegend sein: Das Tier kann sein Augenlicht dauerhaft verlieren und manchmal muss eine wiederherstellende Operation in Betracht gezogen werden oder sogar eine Enukleation (Entfernung des Augapfels), wenn das Auge zu stark geschädigt ist.
Vorbeugung Bindehautentzündung Katzen:
Wie kann man Bindehautentzündung und Katzenschnupfen bei Katzen vermeiden?
Die Vorbeugung der Bindehautentzündung bei Katzen kann aufgrund ihrer vielfältigen Ursachen schwierig sein. Um infektiöse Ursprünge zu vermeiden, kann ab einem Alter von 8 Wochen mit einem Impfprotokoll begonnen werden, das jedes Jahr bei Ihrem Tierarzt aufgefrischt wird. Bei dieser Gelegenheit wird auch eine gründliche Untersuchung Ihres Tieres vorgenommen. Auf dem Markt sind hochwirksame Impfstoffe gegen Katzenschnupfen und Leukose erhältlich.
Auf Warnzeichen achten: Rotes Auge / eitrige Augen bei Katzen
Manche Katzen neigen zu stärkerem Augenausfluss als andere, was von ihrer individuellen Empfindlichkeit abhängt. Denken Sie daran, die Augen Ihrer Katze regelmäßig mit einer geeigneten physiologischen Kochsalzlösung und einer sterilen Kompresse zu reinigen, wenn dies der Fall ist.
Was die Umwelt betrifft, so sollten Sie keine reizenden Produkte verwenden, regelmäßig staubsaugen, um möglichst viele Milben und Staub zu entfernen, und auf Geräte wie Ventilatoren und Klimaanlagen achten, die die Augen unserer Haustiere sensibilisieren können.
Fazit
Eine Bindehautentzündung bei Katzen ist häufig, aber nicht harmlos. Infektiöse Ursachen (z. B. Herpesvirus oder Chlamydophila felis) erfordern gezielte Therapie mit antibiotischen oder antiviralen Augentropfen, während Allergien oder Reizungen entzündungshemmende Mittel benötigen. Menschliche Augentropfen sind tabu – sie können schwere Schäden verursachen. Frühe Diagnose, konsequente Behandlung und Hygiene sind der Schlüssel zur Heilung.
Bei Verdacht: Sofort zum Tierarzt! Mit der richtigen Pflege und tierärztlicher Begleitung erholen sich die meisten Katzen innerhalb von 1–3 Wochen vollständig.
FAQ: Häufige Fragen
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- Ein Hornhautgeschwür äußert sich durch:
-
- Trübe oder bläulich-weiße Flecken auf der Hornhaut.
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- Starker Schmerz (Katzen kneifen die Augen zu).
-
- Vermehrter Tränenfluss.
➡ Sofort zum Tierarzt – nur mit Fluorescein-Test sicher diagnostizierbar!
- Vermehrter Tränenfluss.
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- Ein Hornhautgeschwür äußert sich durch:
Nein! Unbehandelt kann sie zu chronischen Entzündungen, Hornhautgeschwüren oder Erblindung führen. Jede Bindehautentzündung gehört in tierärztliche Behandlung!
Nur bei nicht-infektiösen Ursachen (z. B. Allergien) und nach tierärztlicher Verordnung! Bei viralen Infektionen (z. B. Herpes) oder Hornhautgeschwüren ist Kortison absolut kontraindiziert – es verschlimmert die Entzündung!
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- Physiologische Kochsalzlösung (0,9%) und sterile Gazekompressen (keine Watte – fusselt!).
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- Von innen nach außen wischen (nicht am Auge reiben!).
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- Keine Hausmittel (z. B. Kamillentee) – Risiko von Reizungen!
Ja, wenn:
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- Hornhautgeschwüre nicht behandelt werden.
-
- Chronische Entzündungen zu Narben auf der Hornhaut führen.
-
- Sekundärinfektionen (z. B. durch Bakterien) das Auge zerstören.
➡ Frühe Diagnose und Therapie sind entscheidend!
- Sekundärinfektionen (z. B. durch Bakterien) das Auge zerstören.
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung oder Beratung durch einen Tierarzt.
Quellen:
Cats.com – Bindehautentzündung bei Katzen: Ursachen, Symptome und Behandlung
Antibiotic-Scout Katze von: www.vetpharm.uzh.ch
Santévet
Ihr Spezialist für Tierkrankenversicherungen
Fotos: 123 RF
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