Das Wichtigste in Kürze (TL;DR)
- Was ist felines Asthma? Eine chronische Entzündung der Atemwege, die zu Atemnot, Husten und pfeifenden Geräuschen führt.
- Ursachen: meist Allergien (Pollen, Hausstaubmilben, Rauch, Putzmittel)
- Symptome: Husten, offenes Maulatmen, bläuliche Zunge, pfeifende Atemgeräusche
- Behandlung: Bronchienerweiternde Medikamente, Cortison, Notfall-Spray (z. B. mit Gesichtsmaske)
- Notfall: Bei akutem Anfall sofort zum Tierarzt – Sauerstoff und Medikamente retten Leben!
- Lebenserwartung: Bei guter Einstellung normale Lebensdauer möglich.
Definition: Was ist felines Asthma?
Definition und Mechanismus
Felines Asthma (auch Asthma bronchiale) ist eine chronische, allergisch bedingte Entzündung der Bronchien. Durch Reizstoffe verengen sich die Atemwege, es bildet sich zäher Schleim in den Bronchien, und die Katze bekommt Atemnot. Im Gegensatz zu akuten Atemwegsinfekten ist Asthma nicht heilbar, aber gut behandelbar.
Häufigkeit und betroffene Tiere
- Betrifft 1–5 % aller Katzen, besonders junge bis mittelalte Tiere (2–8 Jahre).
- Rassenprädisposition: Siamkatzen und Hauskatzen sind häufiger betroffen.
Symptome: Wie erkennt man Asthma bei Katzen?
Welche Symptome zeigen Katzen bei Asthmaanfall?
Akutes Asthma äußert sich bei Katzen mit folgenden Symptomen:
- Atemnot:
- Die Katze hustet eventuell vor einem Anfall bereits eine Weile.
- Die Katze hat plötzlich schlimme Atemnot.
- Die Katze atmet mit offenem Maul und hervorgestreckter Zunge.
- Dauert der Anfall länger, kann die Zunge bläulich verfärbt sein.
- Die Pupillen sind angstbedingt stark erweitert.
- Die Ellbogen sind seitlich abgewinkelt, der Bauch bewegt sich stark beim Atmen und häufig liegt die Katze flach.
- Pfeifende Geräusche:
- Hörbares Keuchen oder Giemen durch verengte Bronchien.
- Der Atem der Katze pfeift aufgrund der enggestellten Bronchien.
- Husten (oft trocken, manchmal mit Auswurf).
Chronische Anzeichen
- Leistungsschwäche: Die Katze ist schnell erschöpft.
- Bläuliche Schleimhäute (Zyanose) bei Sauerstoffmangel.
- Verändertes Verhalten: Unruhe oder Apathie durch Atemstress.
Ein Anfall einer Katze mit Asthma kann wenige Minuten, aber leider auch Stunden andauern, je nach Auslöser und Schwere des Asthmas. In schweren Fällen ist das eine lebensbedrohliche Situation.
Ursachen: Warum bekommt eine Katze Asthma?
Auslöser für felines Asthma
Meist ist die Ursache für Katzenasthma eine Allergie . Als allergische Reaktion tritt bei der Katze Atemnot auf. Welche Allergene dafür verantwortlich sind, dass sich die Bronchien derart verengen, ist sehr unterschiedlich. Zu den häufigsten Auslösern gehören Pollen, Hausstaubmilben oder Putzmittel, aber die Ursache können auch Parfüm oder Zigarettenrauch sein.
Bei Kontakt kommt es zu einer überschießenden Reaktion des Körpers und er reagiert mit Entzündungen der unteren Atemwege und einem Verkrampfen der Bronchien. Diese verengen sich dadurch stark und die Katze bekommt Atemnot. Durch die Reizung bildet sich zäher Schleim in den Atemwegen, der zusätzlich das Atmen schwer macht und Husten auslöst.
Häufige Allergene
- Umweltfaktoren:
- Hausstaubmilben, Pollen, Schimmelsporen
- Zigarettenrauch, Parfüm, Lufterfrischer
- Haushaltschemikalien:
- Putzmittel, Reinigungsdämpfe, Katzenstreu mit Duftstoffen
Seltener: Nahrungsmittelallergien
- Milchprodukte, bestimmte Proteine (z. B. in Trockenfutter)
- Künstliche Zusatzstoffe (Farbstoffe, Konservierungsmittel)
Diagnose: Wie wird bei einer Katze mit Asthma die Diagnose gestellt?
Untersuchung durch den Tierarzt
- Klinische Anamnese:
- Befragung zu Symptomen und möglichen Auslösern
- Körperliche Untersuchung:
- Auskultation (Abhören der Lunge) auf pfeifende Geräusche
- Röntgen oder Ultraschall zum Ausschluss anderer Erkrankungen (z. B. Herzwürmer)
Zusätzliche Tests
- Blutgasanalyse: Messung der Sauerstoffsättigung
- Bronchoskopie: Untersuchung der Bronchien mit einer Kamera
- Allergietests: Identifikation spezifischer Auslöser
Röntgenbilder zeigen meist Veränderungen der Lunge, müssen es aber nicht.
Eine Bronchoskopie hilft, den Zustand und vorhandenen Schleim aus den Bronchien zu beurteilen. Auch eine Probe des Schleims aus den Bronchien wird hierbei entnommen, um sie auf Bakterien zu untersuchen.
Mittels eines Lungenfunktionstests kann der Tierarzt außerdem das Lungenvolumen und das Atemvolumen der erkrankten Katze testen.
Ein Blutbild gibt Aufschluss über die Sauerstoffsättigung im Blut und mögliche Infektionen.
Mögliche Differentialdiagnosen bei felinem Asthma
Nur der Tierarzt kann die Differenzialdiagnose stellen
Der Tierarzt muss die Lunge genau untersuchen, um das Asthma Bronchiale der Katze von einer Bronchitis oder Lungenentzündung zu unterscheiden. Auch das Herz wird er in einem akuten Fall untersuchen, um einen Sauerstoffmangel aufgrund von Herzproblemen auszuschließen.
Tritt auch Husten bei der Katze auf, so können Herz- oder Lungenwürmer neben einer Herzinsuffizienz eine mögliche Differenzialdiagnose sein und sollten ebenfalls ausgeschlossen werden. Bei der Untersuchung wird die Lunge abgehört. Lungengeräusche sind typisch und geben dem Tierarzt Aufschluss. Das rasche Ansprechen auf Bronchodilatatoren ist bei Katzen mit akuter Atemnot ein erstes wichtiges Anzeichen für eine durch Asthma verursachte Bronchokonstriktion.
Übersicht: Welche Differentialdiagnosen kommen in Frage?
Differentialdiagnostisch kommen folgende Erkrankungen infrage:
- Neben Bronchitis können auch verschluckte Fremdkörper (z. B. Grashalme) oder Neoplasien zu asthmaähnlichen Symptomen führen.
- In Mitteleuropa tritt Aelurostrongylus abstrusus als Lungenwurm auf, in anderen Ländern sind es Paragonimus kellikotti und Capillaria aerophila. Etwa 5,6 % der Katzen mit respiratorischen Erkrankungen in Deutschland sind von einer Lungenwurmerkrankung betroffen.
- Krankheiten des Lungenparenchyms (z. B. Pneumonien) treten bei Katzen hingegen kaum auf und gehen mit nur schwach ausgeprägtem Husten einher.
- Bei Katzen mit akutem kongestiven Herzversagen treten häufig Dyspnoe und Atemnot auf.
- Dies trifft auch auf Katzen mit Thoraxerguss und Pneumothorax zu.
Um diese Erkrankungen besser unterscheiden zu können, sollten die Befunde der klinischen Untersuchung herangezogen werden.
Überblick: Differentialdiagnose Asthma vs. Katzenschnupfen
Hier finden Sie eine Tabelle zur Differentialdiagnose Asthma vs. Katzenschnupfen:
| Kriterium | Katzenasthma | Katzenschnupfen |
|---|---|---|
| Ursache | Chronische allergische oder entzündliche Atemwegserkrankung der unteren Atemwege | Virusinfektion (Feline Herpesviren, Caliciviren) |
| Hauptsymptome | Trockener oder krampfartiger Husten, pfeifende Atmung, Obstruktion der unteren Atemwege, vermehrte Schleimproduktion, Atembeschwerden, manchmal Apathie | Niesen, Nasen- und Augenausfluss, tränende Augen, Fieber, Müdigkeit |
| Auftreten der Symptome | Allmählich, oft im Zusammenhang mit dem Kontakt mit Allergenen | Plötzlich, nach 2 bis 5 Tagen Inkubationszeit |
| Dauer | Chronisch mit zeitweiligen Schüben | Akut, in der Regel einige Tage bis zwei Wochen |
| Mögliche Komplikationen | Atemversagen, wenn unbehandelt | Bakterielle Sekundärinfektionen, Dehydrierung, Verschlimmerung der Symptome |
| Diagnose | Klinische Untersuchung, Röntgenaufnahmen des Brustkorbs, manchmal Lungenfunktionstests | Klinische Untersuchung, manchmal virale oder bakterielle Untersuchungen |
| Behandlung | Entzündungshemmer, Bronchodilatatoren, Anpassung der Umgebung | Symptomatische Behandlung, antivirale Medikamente, Antibiotika bei Sekundärinfektion |
Behandlung: Was kann man gegen Katzenasthma machen?
Medikamentöse Therapie
- Bronchienerweiterer (Bronchodilatatoren):
- Sprays (z. B. Salbutamol) oder Tabletten zur akuten Linderung
- Cortison (z. B. Prednisolon) gegen Entzündungen und Allergien
- Langzeitbehandlung:
- Inhalationsgeräte mit Gesichtsmaske (z. B. AeroKat®)
- Depot-Spritzen (z. B. Cortison-Langzeitpräparate)
Umgebungsanpassung
- Allergenreduktion:
- Staubfreie Umgebung (täglich saugen, Luftfilter)
- Kein Rauchen in der Wohnung, parfümfreie Produkte verwenden
- Stressvermeidung: Katzen mit Asthma reagieren empfindlich auf Aufregung.
Tipp von Santévet: „ Die Kosten für die Diagnose und langfristige Behandlung von felinem Asthma können schnell mehrere hundert Euro betragen.
Asthma der Katze durch Futter: Welche Nahrungsmittel lösen Anfälle aus?
Häufige Auslöser
- Milchprodukte:
- Laktoseintoleranz kann bei vielen Katzen zu Entzündungen und Atemwegsreizungen führen.
- Kuhmilch ist besonders problematisch, da Katzen nach dem Absetzen keine Laktase mehr produzieren.
- Künstliche Zusatzstoffe:
- Farbstoffe (z. B. in billigem Trockenfutter) können allergische Reaktionen auslösen.
- Konservierungsmittel wie BHA, BHT oder Ethoxyquin stehen im Verdacht, Asthma-Symptome zu verstärken.
Empfohlene Ernährung
- Hypoallergenes Futter (z. B. mit einer Proteinquelle wie Lamm, Reis oder Ente)
- Frisches Fleisch (ohne Zusätze) oder Barf (rohes Futter) – ohne Gewürze oder Salze
- Getreidefreie Diäten, da Getreide oft Allergien triggert
Tipp: Falls Sie den Verdacht haben, dass das Futter Asthma auslöst, führen Sie ein Futtertagebuch und probieren Sie eine Ausschlussdiät unter tierärztlicher Aufsicht aus, um das auslösende Allergen herauszufinden.
Erste Hilfe: Was tun, wenn die Katze einen Asthmaanfall hat?
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
| Schritt | Maßnahme |
|---|---|
| 1 | Ruhe bewahren – Katze in einen belüfteten, ruhigen Raum bringen. |
| 2 | Notfallspray anwenden – Inhalationsspray (z. B. Salbutamol) mit Gesichtsmaske verabreichen. |
| 3 | Keine Tabletten erzwingen – Stress verschlimmert den Anfall! |
| 4 | Tierarzt kontaktieren – Bei bläulichen Schleimhäuten oder Bewusstlosigkeit sofort handeln. |
| 5 | Sauerstoffzufuhr sichern – Falls vorhanden, Sauerstoffzelt nutzen oder Fenster öffnen. |
Wie genau wird eine Katze mit Asthma behandelt?
In akuten Situationen sollte die Katze mit Sauerstoff versorgt werden. Beim Tierarzt geht dies mit einem Sauerstoffzelt.
Achtung: Eine Katze mit schwerer Atemnot muss sofort zum Tierarzt gebracht werden, da sie an einem akuten, schweren Asthmaanfall sterben kann! Den Besuch unbedingt telefonisch mit ungefährer Ankunftszeit ankündigen, damit beim Eintreffen der Katze alles vorbereitet ist. So kann sie direkt mit dem lebenswichtigen Sauerstoff und Medikamenten versorgt werden.
Medikamente
Der Tierarzt entscheidet nach seiner Diagnose, wie lange und womit die Katze behandelt wird. Da Asthma Bronchiale der Katze eine chronische und nicht heilbare Krankheit ist, wird eine Behandlung lebenslang notwendig sein.
Je nach Auslöser ist eine Behandlung immer wieder zeitlich begrenzt (zum Beispiel bei einer Pollenallergie) oder dauerhaft notwendig.
Als Behandlung und gleichzeitig zur Vorbeugung werden meist bronchienerweiternde Wirkstoffe gegeben, aber auch Cortison, welches allergische Reaktionen verringert und zusätzlich entzündungshemmend wirkt. Bronchienerweiternde Medikamente sind als Tabletten und als Spray erhältlich. Cortison kann neben der Tablettenform auch als Langzeitdepot gespritzt werden. Dies macht regelmäßige Tierarztbesuche notwendig.
💡 Gut zu wissen: Zuhause gibt es bei nicht so schweren Anfällen die Möglichkeit, mittels einer Gesichtsmaske ein Inhalationsspray zur Erweiterung der Bronchien zu verabreichen, um der Katze die Atemnot schnell und schonend zu nehmen. Bei starkem Asthma sollte ein solches Spray immer als Notfallmedikament im Haus sein. Jede Behandlung der akuten Atemnot muss vorsichtig erfolgen, da Stress und Aufregung beim Tier den Asthmaanfall verstärken! Der Einsatz einer Gesichtsmaske muss deshalb unbedingt vorher geübt werden.
Verabreichung von Medikamenten
Eine tägliche Tablettengabe kann eine Herausforderung für den Katzenhalter sein. Wenn die Katze Tabletten aus jeglichem Futter aussortiert und sich auch nicht mit beherztem Hineinbugsieren der Tablette ins Maul überreden lässt, diese zu schlucken, so gibt es drei Möglichkeiten:
- Einen Pilleneingeber verwenden
- Gelatinekapseln verwenden, die der Tierhalter mit den Tabletten bestückt und die den bitteren Geruch nehmen
- Langzeitpräparate beim Tierarzt spritzen lassen
Dies ist auch eine Entscheidung, wie dem jeweiligen Tier am wenigsten Stress zugemutet wird. Denn Stress kann wiederum Asthmaanfälle bei der Katze auslösen und muss unbedingt vermieden werden.
Dasselbe gilt für das Inhalationsspray aus der Gesichtsmaske. Die Katze muss an diese Therapie vorsichtig gewöhnt werden, da es für sie furchteinflößend ist und während eines Asthmaanfalls ihre Panik nur verstärken wird.
Hier ist ein Training unbedingt erforderlich.
Wie die Katze an die Therapie durch Einsatz einer Gesichtsmaske mit Notfallspray gewöhnt wird:
- Der Katze die Gesichtsmaske zeigen und sie immer mal in ihrer Nähe platzieren, bis sie das ohne weitere Beachtung toleriert.
- Immer mal wieder in der Nähe der Katze sprühen, bis sie auf das Geräusch nicht mehr reagiert.
- Die Gesichtsmaske wird vor das Katzengesicht gehalten, aber nicht gesprüht.
- Erst wenn das alles problemlos klappt, kann das erste Mal ein Sprühstoß ausgelöst werden.
Expertenmeinung: „Felines Asthma wird oft unterschätzt, weil die Symptome zunächst harmlos wirken. Doch ohne Behandlung kann ein schwerer Anfall tödlich enden. Entscheidend sind frühe Diagnose, konsequente Medikamentengabe und Allergenvermeidung. Mit der richtigen Therapie führen die meisten Katzen ein normales, aktives Leben – trotz der chronischen Erkrankung.“ – Prof. Dr. med. vet. Thomas Steidl, Fachtierarzt für Kleintiermedizin, Kleintierklinik der LMU München
Zusätzliche Maßnahmen
Grundsätzlich sollte die Wohnung, in der eine Katze mit Asthma lebt, immer möglichst staubfrei und frei von Allergenen gehalten werden.
- Täglich saugen und wischen
- Keine parfümierten Putzmittel verwenden
- Keine chemischen Putzmittel oder Lufterfrischer verwenden
- Kein parfümiertes Katzenstreu verwenden
- Nur staubarmes Katzenstreu nutzen
- Nicht in der Wohnung rauchen
Natürliche Behandlung
Um Katzenasthma auf natürliche Weise zu lindern, kommen noch weitere Möglichkeiten in Betracht. Man kann beispielsweise einen Luftbefeuchter verwenden oder auch bestimmte Pflanzen, die beruhigend auf die Atemwege wirken. Kamille oder Thymian als Aufguss können einen Beitrag zur Linderung leisten, ersetzen jedoch niemals eine tierärztliche Behandlung. Auch das Ägyptische Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) kann hilfreich sein: 4-6 Tropfen täglich unters Futter mischen, sofern die Katze es aufgrund des Geschmacks tolerieren sollte. Es besitzt neben antioxidativen auch antiallergische Eigenschaften, indem die übertriebene Immunantwort harmonisiert und die Mastzelldegranulation verringert wird. Weiterhin löst es Sekret und wirkt bronchodilatativ. Ansonsten eignet sich Nigella sativa auch für Inhalationen, indem man ½ bis 1 Teelöffel mit kochendem Wasser mischt. Die Katze sollte morgens und abends den Dampf einatmen.
Kostentabelle: Tierarztkosten bei Asthma der Katze
| Leistung | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Allgemeine Untersuchung | 25 – 55 € |
| Röntgen der Lunge | 80 – 150 € |
| Blutuntersuchung | 50 – 100 € |
| Bronchoskopie | 200 – 400 € |
| Notfallbehandlung (Sauerstoffzelt) | 150 – 300 € |
| Inhalationsgerät (AeroKat®) | 50 – 120 € |
| Medikamente (Monat) | 20 – 80 € |
Lebenserwartung einer Katze mit Asthma
Prognose bei guter Behandlung
- Normale Lebensdauer möglich, wenn:
- Die Katze konsequent medikamentös eingestellt ist.
- Allergene gemieden werden.
- Risikofaktoren:
- Unbehandelte schwere Anfälle können zu Sauerstoffmangel und Tod führen.
Lebensqualität
- Mit der richtigen Therapie können Katzen jahrelang beschwerdefrei leben.
- Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt sind entscheidend.
Wie lange kann eine Katze mit Asthma leben?
Das hängt stark von der Schwere der Erkrankung ab. Ein plötzlicher schwerer Asthmaanfall kann tödlich enden, wenn die Katze nicht rechtzeitig Sauerstoff und Medikamente bekommt. Allerdings ist das eher selten, häufiger ist bei der Katze Asthma in leichterer Ausprägung. Sobald das Feline Asthma diagnostiziert ist, kann die Katze medikamentös eingestellt werden. Damit ist zwar keine Heilung möglich, aber die Katzen leben gut damit.
Fazit
Felines Asthma ist eine ernste, aber behandelbare Erkrankung. Mit der richtigen Diagnose, Medikation und Umgebungsanpassung können betroffene Katzen ein langes, beschwerdefreies Leben führen. Wichtig ist, Symptome ernst zu nehmen und bei akuten Anfällen sofort tierärztlich zu handeln. Durch Allergenvermeidung und konsequente Therapie lässt sich die Lebensqualität deiner Katze deutlich verbessern – und Sie können viele gemeinsame Jahre genießen.
FAQ: Häufige Fragen zu felinem Asthma
Kann felines Asthma geheilt werden?
Nein, Asthma ist chronisch, aber mit der richtigen Therapie gut kontrollierbar.
Ist felines Asthma ansteckend?
Nein, Asthma ist keine Infektionskrankheit, sondern eine allergische Reaktion.
Kann ich meiner Katze mit Hausmitteln helfen?
Nein! Hausmittel (z. B. ätherische Öle) können die Symptome verschlimmern. Immer tierärztlich behandeln lassen.
Wie kann ich Asthmaanfällen vorbeugen?
- Allergene meiden (z. B. Rauchen, Staub, starke Düfte).
- Regelmäßige Medikamentengabe und Stress reduzieren.
Kann meine Katze mit Asthma noch nach draußen?
Ja, aber nur in allergenarmer Umgebung (z. B. ländliche Gebiete ohne Pollenflug) und nicht bei starker Luftverschmutzung.
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung oder Beratung durch einen Tierarzt.
Quellen:
National Library of Medicine – Evaluierung der Langzeittherapie bei Katzen mit felinem Asthma und chronischer Bronchitis – 25. Mai 2023
https://flexikon.doccheck.com/de/Felines_Asthma_(Katze)
https://www.atm.de/magazin/felines-asthma-erkennen-und-richtig-behandeln
Zum selben Thema
- Blasenentzündung bei Katzen: Ursachen, Symptome und effektive Behandlungsmethoden
- Zahnfleischentzündung bei Katzen: Ursachen, Symptome und wirksame Behandlungsmethoden
- Gurkenbandwurm bei Katzen richtig behandeln
Die neuesten Artikel
- Diabetes bei Katzen
- Kaiserschnitt bei Katzen: Wann ist er erforderlich und wie viel kostet er?
- Knoten bei Katzen: Was tun, wenn Sie eine Schwellung entdecken?
Santévet
Ihr Spezialist für Tierkrankenversicherungen
Zum gleichen Thema
Unsere neuesten Artikel