Das Wichtigste in Kürze (TL;DR)
- Wann zum Tierarzt? Häufiges, blutiges oder gelbes Erbrechen, Appetitlosigkeit, Lethargie oder Dehydration sind Notfall-Signale – sofort handeln!
- Häufige Ursachen: Futterunverträglichkeiten, Fremdkörper, Vergiftungen, Infektionen, chronische Krankheiten (z. B. Nierenversagen).
- Erste Hilfe: Katze beobachten, Wasser in kleinen Mengen anbieten, Futter pausieren. Bei leichten Fällen hilft schonende Kost (Reis, Hühnchen).
- Achtung: Bei Blut, Galle oder häufigem Erbrechen sofort zum Tierarzt – hier zählt jede Minute!
Erbrechen bei Katzen: Ursachen und Auslöser
Es gibt viele mögliche Gründe für Erbrechen bei Katzen, darunter Futterunverträglichkeiten, Infektionen und ernstere Gesundheitsprobleme.
Häufige Gründe: Von harmlos bis lebensgefährlich
Erbrechen bei Katzen kann viele Ursachen haben – von harmlosen Magenverstimmungen bis zu ernsten Erkrankungen. Die häufigsten Auslöser im Überblick:
- Futtermittelunverträglichkeiten oder -vergiftungen
- Plötzliche Futterumstellung, verdorbenes Futter oder Unverträglichkeiten (z. B. gegen Milchzucker)
- Giftige Substanzen: Lilien, Zwiebeln, Schokolade, Reinigungsmittel oder Medikamente (z. B. Paracetamol)
- Fremdkörper und mechanische Reizungen
- Verschluckte Gegenstände (Schnüre, Spielzeugteile) oder Haarbälle (durch Fellpflege)
- Achtung: Fremdkörper können zu Darmverschluss führen – ein Notfall!
- Infektionen und Parasiten
- Viren (z. B. Panleukopenie), Bakterien oder Würmer (z. B. Spulwürmer)
- Symptome: Fieber, Durchfall, Apathie
- Chronische Erkrankungen
- Nierenversagen, Lebererkrankungen, Schilddrüsenprobleme oder Diabetes
- Hinweis: Ältere Katzen sind besonders gefährdet.
- Stress und psychische Faktoren
- Umzug, neue Mitbewohner (Mensch/Tier) oder Trenningsangst können zu Übelkeit führen.
Wenn Sie sich Sorgen um die Gesundheit Ihres Tieres machen, ist es wichtig, professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. In diesem Fall sind die möglichen Ursachen für das Erbrechen wichtig. Sollten Sie also bereits einen Verdacht haben, teilen Sie diesen dem Praxisteam mit.
Wann ist Erbrechen bei Katzen gefährlich?
Nicht jedes Erbrechen ist besorgniserregend – aber diese Anzeichen erfordern sofortige tierärztliche Hilfe:
- Blut im Erbrochenen (rot oder schwarz wie Kaffeesatz) → Hinweis auf innere Blutungen oder Magengeschwüre
- Gelbes Erbrechen (Galle) → Leberprobleme oder Gallestau
- Häufiges Erbrechen (mehr als 2x/Tag oder über 24 Stunden) → Risiko der Dehydration
- Begleitsymptome:
- Apathie, Schwäche oder Bewusstseinsstörungen
- Kein Urin/Stuhlgang (Hinweis auf Verstopfung oder Harnleiterblockade)
- Atemnot oder Krampfanfälle
Häufige Symptome von Übelkeit bei Katzen

Experten-Tipp: „Gelegentliches Erbrechen bei Katzen kann normal sein, aber wenn Ihr Tier mehrmals pro Woche oder über mehrere Tage hinweg erbricht, ist das ein klares Warnsignal. Dann sollten Sie nicht zögern, tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.“ – Cornell Feline Health Center, College of Veterinary Medicine
Symptome von Übelkeit bei Katzen:
- Erbrechen: Das offensichtlichste Symptom von Übelkeit bei Katzen ist das Erbrechen. Katzen können sich aufgrund verschiedener Ursachen übergeben, darunter Futtermittelunverträglichkeiten, Vergiftungen oder Infektionen. Wenn Ihre Katze häufig erbricht, sollten Sie dies als Zeichen von Übelkeit betrachten und entsprechend handeln.
- Appetitlosigkeit: Eine weitere häufige Folge von Übelkeit bei Katzen ist Appetitlosigkeit. Wenn Ihr Tier plötzlich kein Interesse mehr am Fressen zeigt oder sein Futter verweigert, könnte dies ein Hinweis auf Übelkeit sein. Es ist wichtig, dies zu beobachten und gegebenenfalls eine Tierarztpraxis aufzusuchen.
- Trägheit und lethargisches Verhalten: Katzen, die unter Übelkeit leiden, können lethargisch wirken und weniger aktiv sein als üblich. Sie können sich zurückziehen und weniger Interesse an ihren üblichen Aktivitäten zeigen. Dieses verminderte Energielevel kann ein weiteres Anzeichen für Übelkeit sein.
- Veränderungen im Verhalten: Neben Appetitlosigkeit und Trägheit können auch andere Verhaltensänderungen auf Übelkeit hinweisen. Dazu gehören vermehrtes Schlafen, Rückzug und gesteigerte Reizbarkeit. Wenn Sie solche Veränderungen bei Ihrer Samtpfote bemerken, sollten Sie dies als mögliches Zeichen von Übelkeit betrachten.
- Speicheln und Lippenlecken: Katzen können bei Übelkeit vermehrt speicheln oder ihre Lippen lecken. Dieses Verhalten kann darauf hinweisen, dass sie sich unwohl fühlen und versuchen, den unangenehmen Geschmack im Mund loszuwerden.
Mehr zu typischen Krankheitssymptomen bei Katzen finden Sie im Artikel „Katze krank: So erkennen Sie die Warnzeichen“
Tipp von Santévet: „Bei jungen Katzen ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Da sie neugierig sind und ihre Umgebung erkunden, besteht ein erhöhtes Risiko, dass sie unbeabsichtigt Dinge verschlucken oder sich verletzen.“
Junge Katzen haben oft noch nicht gelernt, zwischen gefährlichen und ungefährlichen Gegenständen zu unterscheiden, was zur Folge haben kann, dass sie Fremdkörper aufnehmen, die zu Magenproblemen oder sogar zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen führen können. Daher ist es wichtig, junge Katzen stets im Auge zu behalten, um potenzielle Gefahrenquellen zu minimieren.
Erste Hilfe: Was kann man tun, wenn die Katze erbricht?
Wenn Ihre Katze erbricht, ist es wichtig, besonnen zu handeln. Nicht jede Magenverstimmung ist gefährlich, es kann sich auch um eine Futtermittelunverträglichkeit handeln. Zunächst ist es ratsam, Ihre Katze genau zu beobachten und zu überprüfen, ob weitere Symptome auftreten. Häufiges Erbrechen sollten Sie genau im Auge behalten. Entfernen Sie potenziell gefährliche Substanzen aus ihrer Umgebung, insbesondere wenn Sie vermuten, dass sie etwas Giftiges gefressen haben könnte.
Bieten Sie Ihrer Samtpfote Ruhe und einen Ort zum Ausruhen. Es ist wichtig, dass sie Zugang zu frischem Wasser hat, aber bieten Sie ihr nur kleine Mengen an, um ein erneutes Erbrechen zu vermeiden. In vielen Fällen wird empfohlen, der Katze nach dem Erbrechen längere Zeit keine Nahrung zu geben, um ihren Magen zu entlasten.
Sofortmaßnahmen bei akutem Erbrechen
- Ruhe bewahren und Katze beobachten:
- Notieren Sie Häufigkeit, Farbe und Konsistenz des Erbrochenen.
- Prüfen Sie, ob Fremdkörper (z. B. Plastikteile) im Erbrochenen sind.
- Flüssigkeitszufuhr sichern:
- Bieten Sie kleinen Mengen Wasser (1–2 TL alle 30 Minuten) an, um Dehydration zu vermeiden.
- Keine Milch – viele Katzen vertragen sie nicht!
- Futterpause einlegen:
- 12–24 Stunden kein Futter, um den Magen zu entlasten.
- Danach schonende Kost (gekochter Reis, mageres Hühnchen) in kleinen Portionen.
Was kann man geben, wenn Katzen erbrechen?
Überblick: Hausmittel zur Beruhigung des Magens:
Diese natürlichen Helfer können bei leichten Fällen unterstützen:
- Kamillentee (abgekühlt, ungesüßt):
- 1–2 TL alle 2–3 Stunden – wirkt entzündungshemmend.
- Kürbisbrei (ungesüßt):
- 1 TL pro Mahlzeit – bindet Giftstoffe und beruhigt den Magen-Darm-Trakt.
- Katzengras:
- Hilft bei Haarballen – aber nur pestizidfrei verwenden!
- Elektrolytlösung (aus der Apotheke):
- Bei starkem Flüssigkeitsverlust – Dosierung mit Tierarzt abklären!
⚠️ Wichtig: Hausmittel ersetzen keine Tierarztbehandlung bei schweren Symptomen!
Katzengras hilft Katzen dabei, verschluckte Haare aus dem Magen-Darm-Trakt auszuscheiden, indem es das Erbrechen fördert. Beim Putzen nehmen Katzen oft lose Haare auf, die sich im Magen sammeln und verklumpen können – was zu Verdauungsproblemen führt. Katzengras bietet eine natürliche Möglichkeit, diese Haare wieder loszuwerden. Achten Sie unbedingt darauf, dass das Gras frei von Pestiziden und Schadstoffen ist, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Ein bewährtes Mittel ist ebenfalls die Verabreichung von gekochtem Reis oder Hühnchenbrust, da diese Lebensmittel schonend für den Magen-Darm-Trakt sind. Sie können auch versuchen, Ihrer Katze eine kleine Menge Kürbisbrei zu geben, da Kürbis eine beruhigende Wirkung auf den Magen haben kann. Zudem sollte Ihre Katze Zugang zu frischem Wasser haben.
Sie sind auf der Suche nach mehr Informationen? Wir haben dem Thema Ernährung für Katzen einen eigenen Abschnitt gewidmet.
Ein weiteres Hausmittel ist die Verabreichung von Kamillentee, der abgekühlt und ungesüßt sein sollte. Kamillentee kann helfen, den Magen zu beruhigen und Übelkeit zu lindern.
Wenn das Erbrechen bei Ihrer Katze jedoch häufig auftritt,anhält oder von anderen Symptomen begleitet wird, sollten Sie unbedingt eine Tierarztpraxis aufsuchen, um die Ursache zu ermitteln und eine angemessene Behandlung zu erhalten.
Ursachen für Magenprobleme: Wie füttern Sie richtig?

Es gibt viele mögliche Gründe für Erbrechen bei Katzen, darunter Futterunverträglichkeiten, Infektionen und ernstere Gesundheitsprobleme.
Futterunverträglichkeit und Infektionen
Eine der häufigsten Ursachen ist eine Futtermittelunverträglichkeit, bei der die Katze bestimmte Inhaltsstoffe im Futter nicht verträgt und daraufhin erbricht. Auch die Aufnahme von Fremdkörpern, sei es beim Spielen oder beim Fressen, kann zu Magenverstimmungen führen und Erbrechen verursachen. Infektionen durch Viren, Bakterien oder Parasiten können ebenfalls Magen-Darm-Probleme hervorrufen und das Erbrechen bei Katzen auslösen.
Vergiftungen und Entzündungen
Vergiftungen sind eine weitere ernsthafte Ursache für Erbrechen bei Katzen. Giftige Substanzen wie bestimmte Pflanzen, Reinigungsmittel oder Medikamente können bei Samtpfoten schwerwiegende Magenbeschwerden verursachen und sogar lebensbedrohlich sein. Ebenso können Entzündungen des Magen-Darm-Trakts, wie etwa eine Gastritis, zu wiederholtem Erbrechen führen.
Ständiges Erbrechen durch zu schnelles Fressen
Verdauungsstörungen aufgrund von falscher Ernährung, zu schnellem Fressen oder Stress können ebenfalls Erbrechen bei Katzen auslösen. Wenn Ihre Katze zu gierig beim Fressen ist, können Sie einen Anti-Schling-Napf kaufen, bei dem das Futter nach und nach von der Katze herausgearbeitet werden muss. Darüber hinaus können hinter chronischem Erbrechen auch ernsthafte Krankheiten wie Nierenprobleme, Lebererkrankungen oder Schilddrüsenprobleme zu Magenbeschwerden und Erbrechen führen. Diese Erkrankungen benötigen eine entsprechende Behandlung und sollten möglichst schnell erkannt werden.
Wie lange sollte man eine Katze nach dem Erbrechen nicht füttern?
Eine Futterpause von 12–24 Stunden entlastet den Magen Ihrer Katze und gibt ihr Zeit, sich zu beruhigen.
- Wichtig: Bieten Sie in dieser Zeit kleine Mengen Wasser (1–2 TL alle 30 Minuten) an, um Dehydration zu vermeiden.
- Wiederaufnahme: Beginnen Sie danach mit schonender Kost (z. B. gekochter Reis oder mageres Hühnchen) in kleinen Portionen.
- Achtung: Falls das Erbrechen anhält oder erneut auftritt, sofort den Tierarzt kontaktieren – hier könnte eine ernsthafte Erkrankung vorliegen!
Wann ist Erbrechen ein Notfall?
Tabellarische Übersicht: Notfallsymptome
Für Besitzer:innen ist es wichtig, den Unterschied zwischen einer einfachen Magenverstimmung und einem lebensbedrohlichen Notfall zu erkennen. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über Symptome, die Grund zur Sorge bieten. In der Regel können Sie Ihrem Gefühl vertrauen: Wenn Sie den Eindruck haben, es stimmt etwas nicht mit Ihrem Stubentiger, sollten Sie einen Termin mit Ihrer Tierarztpraxis vereinbaren.
| Symptom | Hinweis auf | Maßnahme |
|---|---|---|
| Dehydration / Schwäche | Ernsthafte Erkrankung | Sofort Tierarzt aufsuchen |
| Kein Urin / Stuhlgang | Verstopfung oder Harnwegsproblem | Dringend tierärztliche Hilfe nötig |
| Häufiges / blutiges Erbrechen | Magen-Darm-Erkrankung, Vergiftung | Sofort Tierarzt kontaktieren |
| Gelbes Erbrechen | Galle, Leber- oder Magenprobleme | Tierarzt zur Abklärung aufsuchen |
| Allgemeines Unwohlsein | Frühsymptom möglicher Erkrankung | Bei Unsicherheit Tierarzt kontaktieren |
Schlechter Allgemeinzustand und Dehydration
Wenn Ihre Katze sich in einem schlechten Allgemeinzustand befindet oder Anzeichen von Dehydration zeigt, wie trockene Zunge und Zahnfleisch, vermehrter Durst oder eingefallene Augen, ist eine sofortige tierärztliche Behandlung erforderlich. Auch andere Symptome wie Lethargie, Appetitlosigkeit, Fieber oder Atembeschwerden sind ernste Warnsignale. Wenn zusätzlich zum Erbrechen Husten auftritt, lesen Sie hier, was hinter dem Husten bei Katzen stecken kann.
Unfähigkeit zu urinieren oder kein Stuhlgang
Wenn Ihre Katze Anzeichen zeigt, dass sie nicht urinieren oder Stuhlgang haben kann, kann dies auf eine Verstopfung oder eine ernsthafte Erkrankung hinweisen, die sofortige tierärztliche Hilfe erfordert. Eine aktuelle Studie zeigt: Katzen, die hauptsächlich Trockenfutter fressen, haben ein 15,9-fach höheres Risiko, eine Harnleiterverstopfung zu entwickeln, als Katzen mit Feuchtfutter. Diese Verstopfung kann innerhalb kurzer Zeit zu akutem Nierenversagen führen und ist ohne Operation nur in 8–13 % der Fälle behandelbar. Operationen wie ein SUB-Bypass sind teuer und mit Komplikationen bei bis zu 46 % der Katzen verbunden. Wer das Risiko senken will, sollte möglichst auf Feucht- oder Mischfütterung umsteigen und auf Symptome wie Schmerzen beim Urinieren, Apathie oder Erbrechen achten – in solchen Fällen ist ein sofortiger Tierarztbesuch lebenswichtig.
Katze erbricht ständig oder hat Blut erbrochen
Wenn Ihre Katze sich häufig innerhalb kurzer Zeit übergibt, insbesondere wenn dies über einen Zeitraum von mehreren Stunden oder sogar Tagen geschieht, ist ein Tierarztbesuch dringend erforderlich. Wenn Sie Blut im Erbrochenen Ihrer Katze bemerken, deutet dies auf ernsthafte Magen-Darm-Probleme hin und erfordert sofortige tierärztliche Aufmerksamkeit.
Katze erbricht gelb
Wenn eine Katze nach dem Essen gelb erbricht, kann dies auf verschiedene gesundheitliche Probleme hinweisen. Die gelbliche Färbung des Erbrochenen kann unterschiedliche Ursachen haben, darunter eine Entzündung der Magenschleimhaut, Rückfluss von Galle oder Erkrankungen der Leber. Da solche Symptome auf ernsthafte Erkrankungen hindeuten können, sollte in jedem Fall ein Tierarzt bzw. eine Tierärztin aufgesucht werden, um eine genaue Diagnose und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung zu ermöglichen.
Diagnose und Behandlung beim Tierarzt
Wie der Tierarzt die Ursache findet
Der Tierarzt wird zunächst eine gründliche Anamnese durchführen und folgende Schritte einleiten:
- Körperliche Untersuchung:
- Abtasten des Bauches, Kontrolle von Zahnfleischfarbe (Dehydration?), Herzfrequenz.
- Analyse des Erbrochenen:
- Suche nach Fremdkörpern, Blut, Galle oder Parasiten.
- Weiterführende Tests (falls nötig):
- Blutuntersuchung (Leber-/Nierenwerte, Entzündungsmarker)
- Urinanalyse (Harnwegserkrankungen?)
- Bildgebung: Röntgen (Fremdkörper?), Ultraschall (Tumoren, Organveränderungen)
- Endoskopie (bei Verdacht auf Magengeschwüre oder Fremdkörper)
Während der Untersuchung wird man wahrscheinlich auch eine Analyse des Erbrochenen durchführen, um Hinweise auf die Ursache des Erbrechens zu erhalten. Je nach den Ergebnissen der Untersuchung können weitere diagnostische Tests erforderlich sein, wie z. B. Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen, um eine genaue Diagnose zu stellen. Chronisches Erbrechen kann auch auf schwerwiegende Erkrankungen wie Katzenleukose hinweisen – mehr zur Diagnose und Behandlung.
Behandlungsmöglichkeiten – je nach Ursache
Die Behandlung hängt von der Diagnose ab und kann Medikamente, Flüssigkeitsgabe (Infusionen), Diätänderungen oder andere therapeutische Maßnahmen umfassen. Der Tierarzt bzw. die Tierärztin wird auch Ratschläge zur Vorbeugung von weiterem Erbrechen geben und möglicherweise eine Nachsorge planen, um sicherzustellen, dass die Katze sich erholt und keine weiteren Probleme auftreten.
| Ursache | Therapie | Dauer |
|---|---|---|
| Futterunverträglichkeit | Futterumstellung, schonende Kost, ggf. Allergietest | 1–2 Wochen |
| Fremdkörper | Endoskopie oder Operation (bei Darmverschluss) | Sofort! |
| Vergiftung | Magenspülung, Aktivkohle, Infusionen, ggf. Gegengift (z. B. bei Lilien) | Notfall! |
| Infektionen | Antibiotika, Virostatika, Parasitenbekämpfung | 1–4 Wochen |
| Chronische Erkrankungen (Nieren, Leber) | Medikamente (z. B. Urin-pH-Regulierung), Spezialfutter, Infusionen | Langfristig |
| Stress | Beruhigungsmittel (z. B. Feliway), Umgebungsanpassung | Individuell |
Kostenübersicht: Tierarztkosten bei Erbrechen (2026)
| Leistung | Kosten (€) |
|---|---|
| Tierärztliche Konsultation | 50 – 70 |
| Standard-Blutuntersuchung | 60 – 120 |
| Urinuntersuchung | 25 – 50 |
| Röntgenaufnahme des Bauchraums | 80 – 150 |
| Ultraschalluntersuchung des Abdomens | 80 – 200 |
| Endoskopie des Verdauungstrakts | 250 – 500 |
| Entzündungshemmer / Schmerzmittel | 30 – 80 |
| Antibiotika | 20 – 80 |
| Standard-Krankenhausaufenthalt | 100 – 300 / Tag |
| Kurzzeit-Infusion | 100 – 200 |
| Kleinchirurgie (z. B. Fremdkörperentfernung) | 150 – 500 |
| Therapeutisches Trockenfutter | 50 – 120 / Monat |
| Entwurmungsmittel | 10 – 15 / Dosis |
💡 Tipp: Eine Tierkrankenversicherung von Santévet übernimmt bis zu 90 % dieser Kosten – besonders bei chronischen Erkrankungen oder Notfällen lohnt sich der Abschluss! Lassen Sie sich telefonisch ein persönliches Angebot für eine Katzenversicherung zusammenstellen!
Vorbeugung: So schützen Sie Ihre Katze vor Erbrechen
Erbrechen bei Katzen lässt sich durch gezielte Maßnahmen im Alltag effektiv vorbeugen. Dazu gehören folgende Strategien:
1. Fütterung: Richtige Ernährung und Gewohnheiten
- Hochwertiges Futter:
- Vermeiden Sie billiges Trockenfutter mit künstlichen Zusätzen.
- Feuchtfutter reduziert das Risiko für Harnwegserkrankungen (Studie: Katzen mit Trockenfutter haben ein 15,9-fach höheres Risiko für Harnleiterverstopfung!).
- Futterumstellung langsam vornehmen:
- Neue Futtermittel über 7–10 Tage schrittweise einführen.
- Fressverhalten optimieren:
- Anti-Schling-Näpfe für gierige Fresser
- Mehrere kleine Mahlzeiten statt weniger großer Portionen
2. Sicherheit im Haushalt: Giftige Substanzen meiden
- Pflanzen: Lilien, Efeu, Aloe Vera, Zwiebeln, Knoblauch
- Haushaltsmittel: Reiniger, Pestizide, Medikamente (z. B. Paracetamol ist tödlich für Katzen!)
- Fremdkörper: Schnüre, Gummibänder, Spielzeug mit kleinen Teilen
FAZIT: Erbrechen bei Katzen – wann handeln, wann abwarten?
Erbrechen bei Katzen ist kein Grund zur Panik – aber auch kein Symptom, das man ignorieren sollte. Während einmaliges Erbrechen oft harmlos ist (z. B. durch Haarballen oder zu schnelles Fressen), können häufiges, blutiges oder gelbes Erbrechen auf ernste Erkrankungen hinweisen. Ihr Handeln entscheidet.
Mit Konsequenz, Geduld und dem richtigen Wissen können Sie Ihrer Katze schnell helfen – und ihr so Schnurrstunden und Lebensfreude zurückgeben. Denken Sie daran: Bei Unsicherheit immer professionelle Hilfe suchen!
FAQ: Häufige Fragen zum Erbrechen bei Katzen
🔹 Warum erbricht meine Katze nach dem Fressen?
Das kann mehrere Gründe haben:
- Zu schnelles Fressen → Anti-Schling-Napf hilft
- Futterunverträglichkeit → Futter umstellen
- Magenschleimhautentzündung (Gastritis) → Tierarzt aufsuchen
- Haarbälle → Katzengras oder spezielle Malt-Pasten anbieten
🔹 Meine Katze erbricht weißlichen Schaum – ist das gefährlich?
Weißlicher Schaum entsteht oft durch überschüssigen Magensaft (z. B. bei leerem Magen oder Stress). Einmalig ist es meist harmlos – kommt es häufig vor, sollte ein Tierarzt die Ursache abklären (z. B. Gastritis oder Fremdkörper).
🔹 Kann ich meiner Katze gegen Erbrechen Hausmittel geben?
Ja, aber nur bei leichten Fällen und wenn keine Symptome wie Blut oder Galle auftreten:
- Kamillentee (abgekühlt, ungesüßt)
- Kürbisbrei (ungesüßt)
- Reis oder Hühnchen (gekocht, ohne Gewürze)
- Achtung: Keine Milch (viele Katzen vertragen sie nicht!) und keine ätherischen Öle (giftig!)
🔹 Wie kann ich Dehydration bei meiner Katze erkennen?
Achten Sie auf diese Warnzeichen:
- Eingefallene Augen oder trockenes Zahnfleisch
- Elastizitätstest: Zupfen Sie die Haut am Nacken – bleibt sie stehen („Zeltbildung“), ist die Katze dehydriert.
- Vermehrter Durst oder kein Urin über 24 Stunden
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung oder Beratung durch einen Tierarzt.
Quellen :
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34076537
https://www.vet.cornell.edu/departments-centers-and-institutes/cornell-feline-health-center/health-information/feline-health-topics/vomiting
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