Wie viel kostet eine Übernachtung für eine Katze beim Tierarzt?

Aus verschiedenen Gründen kann Ihr Tierarzt empfehlen, Ihre Katze für eine oder mehrere Nächte stationär in der Klinik aufzunehmen. Das ist mit Kosten verbunden, kann aber – je nach Situation – für die Gesundheit und Genesung Ihres Tieres sehr wichtig sein.

Das Wichtigste (TL;DR)

  • Ein stationärer Aufenthalt beim Tierarzt kann bei schweren Erkrankungen, nach einem Trauma, bei Dehydrierung oder nach einer Operation sinnvoll sein, um eine lückenlose Überwachung und eine passende Behandlung sicherzustellen.
  • Die Nacht umfasst in der Regel eine sichere, möglichst stressarme Unterbringung, regelmäßige Kontrollen der Vitalwerte (z. B. Temperatur, Atmung, Kreislauf) sowie die Gabe der notwendigen Medikamente und Behandlungen.
  • Die Kosten pro Übernachtung variieren in Deutschland je nach Region, Art der Klinik (Praxis, Tierklinik, Notdienst), enthaltenen Leistungen und Schweregrad der Erkrankung. Häufig liegen sie bei etwa 80 bis 250 Euro pro Nacht, bei intensiver Überwachung/Intensivpflege (z. B. Sauerstoff, engmaschiges Monitoring, Infusionen) oft bei 250 bis 600 Euro oder mehr – insbesondere im Notdienst.

Aus welchen Gründen kann ein Klinikaufenthalt für eine Katze empfohlen werden?

Es gibt verschiedene Situationen, in denen ein stationärer Aufenthalt für eine Katze sinnvoll oder notwendig sein kann:

Schwere oder akute Erkrankungen

Schwere Infektionen, virale oder bakterielle Erkrankungen sowie Krankheiten wie Diabetes oder Nierenversagen erfordern oft eine engmaschige Überwachung und eine Behandlung mit Infusionen oder intravenös verabreichten Medikamenten.

Komplexe Operationen oder Eingriffe

Nach einer Operation muss die Katze unter Umständen stationär überwacht werden, um die Erholung zu sichern, Schmerzen zu kontrollieren und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Traumata

Verletzungen infolge von Unfällen, Stürzen oder Revierkämpfen können eine kontinuierliche medizinische Versorgung und Beobachtung notwendig machen.

Dehydrierung

Katzen, die zu wenig trinken, erbrechen oder Durchfall haben, müssen häufig intravenös mit Flüssigkeit versorgt werden, um den Kreislauf zu stabilisieren.

Herz- oder Atemprobleme

Herz- oder Atemwegserkrankungen – etwa ein Lungenödem – können eine dauerhafte Überwachung und spezielle therapeutische Maßnahmen erfordern.

Beobachtung und Diagnostik

In manchen Fällen wird ein Klinikaufenthalt empfohlen, um Symptome über einen längeren Zeitraum zu beobachten oder mehrere diagnostische Untersuchungen durchführen zu können.

Auffälliges Verhalten

Starke Teilnahmslosigkeit, ausgeprägte Schwäche oder anhaltende Futterverweigerung können eine stationäre Beobachtung nötig machen, um die zugrunde liegende Ursache zu finden.

Tipp von Santévet:
Wenn Ihr Tierarzt einen Klinikaufenthalt für Ihre Katze empfiehlt, sollten Sie dieser Empfehlung folgen – so erhöhen Sie die Chancen auf eine schnelle und vollständige Genesung.

Neugierige Hauskatze im Türrahmen

Wer kümmert sich nachts um die Tiere beim Tierarzt?

Wie die nächtliche Betreuung in einer Tierklinik organisiert ist, hängt von Größe, Ausstattung und Spezialisierung der jeweiligen Einrichtung ab:

Tierärztlicher Bereitschaftsdienst 

Einige Tierkliniken – vor allem größere Häuser in Städten oder spezialisierte Notfallkliniken – haben auch nachts Tierärzte im Dienst oder in Rufbereitschaft. Diese sind darauf vorbereitet, akute Notfälle und kritische Situationen zu behandeln, die außerhalb der regulären Sprechzeiten auftreten.

Tiermedizinische Fachangestellte (TFA)

Tierarzthelferinnen und Tierarzthelfer spielen eine zentrale Rolle in der Nachtbetreuung. Sie überwachen die stationären Tiere, verabreichen Medikamente, führen die angeordneten Behandlungen durch und greifen ein, wenn sich der Zustand eines Tieres verschlechtert. Sie arbeiten dabei unter der Aufsicht eines diensthabenden oder erreichbaren Tierarztes.

Fernüberwachung

In manchen Kliniken werden Überwachungssysteme eingesetzt, mit denen Vitalparameter oder das Verhalten der Tiere kontrolliert werden. Bei auffälligen Veränderungen kann automatisch ein Alarm ausgelöst werden, sodass das Personal oder der Tierarzt schnell reagieren kann.

In kleineren Praxen oder Kliniken ohne Notfallbetrieb werden stationäre Tiere nachts oft nicht permanent betreut. Sie bleiben dann an Infusionen angeschlossen, ruhen sich aus und erhalten ihr Futter sowie ihre Medikamente am Abend vor Schließung der Praxis und wieder am Morgen, wenn das Team zurückkehrt.

Wie verläuft für eine Katze eine Nacht beim Tierarzt?

Wie eine Nacht in der Tierklinik abläuft, hängt vor allem vom Grund der stationären Aufnahme ab. Typischerweise sieht der Ablauf jedoch so aus:

  1. Aufnahme und Unterbringung
    Bei der Ankunft wird die Katze gewogen, ihr Allgemeinzustand überprüft (Temperatur, Atmung, Puls, Hydratation) und ihre Krankengeschichte erfasst. Anschließend kommt sie in eine Einzelbox oder einen Käfig, meist mit Katzentoilette, Wasser und gegebenenfalls etwas Futter. Die Umgebung ist in der Regel ruhig gestaltet, um Stress zu reduzieren.
  2. Überwachung
    Das Klinikpersonal kontrolliert die Katze regelmäßig – besonders, wenn sie Medikamente bekommt, an einer Infusion hängt oder frisch operiert wurde. Je nach Schwere des Falls erfolgen die Kontrollen stündlich oder in größeren Abständen. Wichtige Vitalwerte können während der Nacht mehrfach überprüft werden.
  3. Pflege und Behandlung
    Verordnete Medikamente wie Schmerzmittel, Antibiotika oder Flüssigkeiten werden nach dem vom Tierarzt festgelegten Schema verabreicht. Nach Operationen wird die Wunde kontrolliert und auf Anzeichen von Schmerzen oder Komplikationen geachtet.
  4. Komfort und Stressreduktion
    Um die Belastung möglichst gering zu halten, sorgen die Mitarbeitenden für saubere Streu, weiche Unterlagen, eventuell beruhigende Pheromone und eine ruhige Umgebung. Ängstliche oder zurückgezogene Katzen werden behutsam betreut und nicht unnötig gestört.
  5. Kontrolle am nächsten Tag und Entlassung
    Am Morgen beurteilt der Tierarzt den Zustand der Katze erneut. Dann wird entschieden, ob sie nach Hause entlassen werden kann oder weiterhin stationär bleiben muss. Die Besitzer erhalten klare Anweisungen zu Pflege, Medikamenten und Fütterung für die Zeit nach der Rückkehr.

Insgesamt ist die Nacht in der Tierklinik darauf ausgerichtet, den Gesundheitszustand der Katze eng zu überwachen, notwendige Behandlungen sicherzustellen und den Stress so gering wie möglich zu halten – immer angepasst an ihre individuelle Situation.

Wie viel kostet eine Übernachtung für eine Katze beim Tierarzt?

Die Kosten für eine Übernachtung einer Katze beim Tierarzt können je nach mehreren Faktoren erheblich variieren:

  • Geografische Lage: In Großstädten oder Gebieten mit höheren Lebenshaltungskosten können die Preise höher sein. Tierkliniken in ländlichen oder weniger dicht besiedelten Gebieten sind eventuell etwas kostengünstiger.
  • Art der Klinik: Allgemeine Tierkliniken können andere Preise haben als spezialisierte Tierkliniken oder Notfallkliniken. Tierkliniken, die Spezial- oder Notfallbehandlungen anbieten, können aufgrund der Qualität der Dienstleistungen und der verfügbaren Ausstattung höhere Preise verlangen.
  • Beinhaltete Leistungen: Die Kosten können auch von den im Klinikaufenthalt enthaltenen Leistungen abhängen. Je nach Allgemeinzustand der Katze werden innerhalb einer Klinik verschiedene Aufenthaltsstufen definiert. Eine Übernachtung in der Klinik kann Überwachung, medizinische Behandlungen, Verabreichung von Medikamenten, diagnostische Tests und andere Behandlungen umfassen. Kliniken, die Intensivpflege (z. B. Sauerstoffversorgung) oder spezialisierte Dienstleistungen anbieten, können höhere Preise verlangen.
  • Gesundheitszustand: Die Kosten können je nach Schweregrad des Gesundheitszustands der Katze variieren. Ein Klinikaufenthalt aufgrund einer schweren Erkrankung oder einer komplexen Operation kann teurer sein als bei einer weniger schweren Erkrankung.

Im Allgemeinen können die Kosten für eine Übernachtung in einer Tierklinik für eine Katze zwischen 50 und 600 Euro oder mehr variieren. In einfachen Tierkliniken liegen die Kosten eher bei 100 Euro pro Nacht. Spezialisierte Einrichtungen oder Notfallkliniken können höhere Kosten berechnen, die bis zu 300 bis 600 Euro oder mehr pro Nacht betragen können, insbesondere wenn eine Intensivpflege oder spezielle Behandlungen erforderlich sind.

Kriterium

Details

Ungefähre Kosten

Geografische Lage

Großstädte (z. B. Berlin, München, Hamburg) oder Regionen mit hohen Betriebskosten

Meist deutlich teurer als im ländlichen Raum

Art der Klinik

Allgemeine Tierarztpraxis mit stationärer Betreuung

ca. 80–200 € pro Nacht

 

Tierklinik, Überweisungsklinik oder Notfallzentrum

ca. 200–400 € pro Nacht

 

24h-Notfallklinik / Intensivstation

300–600 € oder mehr pro Nacht

Beinhaltete Leistungen

Unterbringung, Grundüberwachung, Medikamentengabe, Infusionen, einfache Kontrollen

Im Basispreis enthalten, Umfang variiert nach GOT-Abrechnung

Intensivpflege

Sauerstoff, Infusionspumpen, permanente Überwachung, Notfallteam

Zusatzkosten, häufig mehrere hundert Euro pro Nacht

Gesundheitszustand

Schwere Erkrankung, nach OP, Atem- oder Herzprobleme

Höhere GOT-Sätze → oft über 500 €

Gesamtkosten

Abhängig vom GOT-Faktor (1- bis 3-fach, im Notdienst bis 4-fach), Kliniktyp und Aufwand

ca. 80 bis über 600 € pro Nacht

Es wird empfohlen, sich direkt an die Tierklinik zu wenden, um einen genauen Kostenvoranschlag zu erhalten, da die Preise je nach Art der Behandlung variieren können.

Lauernde Katze auf Holzstufe

Wie hoch sind die durchschnittlichen Tierarztkosten für Katzen?

Eine Katze zu halten bringt laufende Kosten mit sich – dazu gehören auch tierärztliche Behandlungen. In Deutschland hängen die Preise unter anderem von der Region, der Art der Praxis oder Klinik sowie vom Umfang der Untersuchung ab. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT), wodurch je nach Aufwand unterschiedliche Steigerungssätze zur Anwendung kommen können.

Wie viel kostet ein Besuch beim Tierarzt?

Für eine allgemeine Sprechstunde mit einer Katze werden in der Regel zwischen 30 und 70 Euro berechnet. In Großstädten, bei besonders zeitaufwendigen Untersuchungen oder in spezialisierten Praxen können die Kosten auch bis zu 80–100 Euro betragen.
Der Grundpreis für eine Sprechstunde ist bei Hunden und Katzen grundsätzlich ähnlich. Unterschiede ergeben sich eher durch den Zeitaufwand, das Verhalten des Tieres oder zusätzliche Leistungen.

Bildgebung: Röntgen, Ultraschall, CT

  • Röntgen:
    Eine Röntgenaufnahme kostet in Deutschland typischerweise zwischen 40 und 90 Euro pro Aufnahme. Der Gesamtpreis kann steigen, wenn mehrere Bilder benötigt werden oder eine leichte Sedierung erforderlich ist, damit die Katze ruhig bleibt.
  • Ultraschall:
    Eine Ultraschalluntersuchung kostet in der Regel zwischen 80 und 150 Euro. Spezielle Untersuchungen, etwa ein Herzultraschall (Echokardiografie), können je nach Aufwand bis zu etwa 250 Euro kosten.
  • Computertomographie (CT):
    CT-Untersuchungen bei Katzen werden meist in spezialisierten Tierkliniken durchgeführt. Die Kosten liegen üblicherweise zwischen 300 und 800 Euro oder mehr. In diesem Preis sind häufig die Sedierung oder Narkose sowie die Auswertung durch einen spezialisierten Tierarzt enthalten.

Diese Richtwerte geben einen realistischen Überblick über die in Deutschland üblichen Preise, können im Einzelfall jedoch je nach Klinik, Region, Aufwand und Notdienstzeiten deutlich abweichen.

Impfung Ihrer Katze

Die Kosten für die Impfung hängen von der Art des verabreichten Impfstoffs ab:

Art der Impfung

Beschreibung

Durchschnittspreis

Grundimmunisierung

Schutz vor den wichtigsten Katzenerkrankungen (z. B. Katzenseuche [Panleukopenie], Katzenschnupfen, ggf. Leukose)

30 bis 60 € pro Impfung

Kombinationsimpfstoffe

Schutz vor mehreren Krankheiten mit einer einzigen Injektion (z. B. Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose)

60 bis 100 €

Jährliche Auffrischungsimpfung

Erhält den Impfschutz nach der Grundimmunisierung aufrecht

30 bis 60 €

Sterilisation

Die Sterilisation von Katzen ist ein sehr häufiger tierärztlicher Eingriff. Sie wird empfohlen, um ungewollten Nachwuchs zu verhindern, das Streunen zu reduzieren und bestimmte hormonbedingte Verhaltensweisen zu mindern.

Bei Katern spricht man von einer Kastration, bei der die Hoden entfernt werden.
Bei weiblichen Katzen besteht die Sterilisation in der Regel aus einer Ovariektomie (Entfernung der Eierstöcke), manchmal auch aus einer Ovariohysterektomie, bei der zusätzlich die Gebärmutter entfernt wird.

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, dauert in der Regel nur kurze Zeit und die Erholungsphase ist meist unkompliziert.

Die Kosten variieren je nach Geschlecht, Tierarztpraxis und Region, da der Eingriff bei weiblichen Tieren aufwendiger ist. Eine Übersicht:

Geschlecht

Art des Eingriffs

Beschreibung

Durchschnittspreis

Männlich

Kastration

Entfernung der Hoden, einfacher und schneller Eingriff

50 bis 100 €

Weiblich

Ovariektomie / Ovariohysterektomie

Entfernung der Eierstöcke (und ggf. der Gebärmutter), aufwendiger Eingriff

100 bis 300 €

In manchen Praxen sind die Voruntersuchung, Medikamente und ein Schutzkragen bereits im Preis enthalten. Tierheime und Tierschutzvereine bieten gelegentlich vergünstigte Tarife an, um die Sterilisation zu fördern.

Zahnsteinentfernung

Die Zahnsteinentfernung bei Katzen wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. In Deutschland liegen die Kosten dafür im Durchschnitt zwischen 150 und 300 Euro.

Der genaue Preis hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Ausmaß der Zahnsteinbildung
  • Dauer der Behandlung
  • Narkose
  • Eventuell notwendige Röntgenaufnahmen oder zusätzliche Maßnahmen

Müssen Zähne gezogen werden oder liegt bereits eine Zahnfleischerkrankung vor, können die Kosten deutlich höher ausfallen und 400 Euro oder mehr erreichen.

Die Katzenkrankenversicherung von Santévet erstattet eine Zahnsteinentfernung in der Regel einmal pro Jahr ab einem Vertragsalter von zwei Jahren, wenn sie medizinisch notwendig ist. In anderen Fällen kann sie über das Präventionsbudget abgedeckt werden.

Blutabnahme

Eine Blutentnahme mit Basislaboruntersuchung kostet in Deutschland üblicherweise zwischen 50 und 100 Euro.

Die Kosten können steigen, wenn

  • ein erweitertes Blutbild,
  • spezielle Hormon- oder Organwerte oder
  • zusätzliche Laborprofile

benötigt werden.

Je nach Umfang der Analyse und Laborgebühren können komplexere Blutuntersuchungen 150 Euro oder mehr kosten.

Behandlung eines Abszesses bei Katzen

Die Behandlung eines Abszesses bei Katzen kostet in Deutschland in der Regel zwischen 120 und 350 Euro, je nach Schweregrad der Infektion und dem erforderlichen Behandlungsaufwand.

Die Kosten umfassen in der Regel

  • die tierärztliche Untersuchung (ca. 30 bis 70 Euro),
  • eine lokale Betäubung oder kurze Vollnarkose,
  • das chirurgische Öffnen und Spülen des Abszesses,
  • Medikamente wie Antibiotika und Schmerzmittel sowie
  • die postoperative Versorgung, zum Beispiel Wundreinigung und gegebenenfalls das Einlegen einer Drainage.

Bei Komplikationen oder tiefen Abszessen können die Gesamtkosten auf 400 bis 600 Euro oder mehr steigen, insbesondere wenn mehrere Nachbehandlungen oder ein stationärer Aufenthalt erforderlich sind.

Behandlung einer Harnverstopfung

Die Behandlung einer Harnverstopfung bei Katzen kann je nach Schweregrad des Falls und der notwendigen Maßnahmen mit erheblichen Kosten verbunden sein.

Bei einer Harnröhrenverlegung ist in der Regel ein Notfalleingriff mit Harnröhrensonde und stationärem Aufenthalt erforderlich. Die Kosten hierfür liegen in Deutschland meist zwischen 400 und 1.200 Euro, einschließlich Narkose, Infusionen, Überwachung und Medikamenten.

Wenn ein chirurgischer Eingriff wie eine perineale Urethrostomie notwendig wird, können die Kosten – je nach Klinik und Dauer des Krankenhausaufenthalts – zwischen 1.500 und 3.000 Euro oder mehr betragen.

Euthanasie

Die Kosten für die Euthanasie bei Katzen hängen von mehreren Faktoren ab, insbesondere davon, ob sie in der Tierarztpraxis oder zu Hause durchgeführt wird und ob zusätzliche Leistungen wie eine Einäscherung in Anspruch genommen werden:

  • Euthanasie in der Tierarztpraxis: in der Regel zwischen 70 und 150 Euro, je nach Tiergewicht, Medikamenten und Gebührensatz.
  • Einzel- oder Sammeleinäscherung: je nach Art der gewählten Einäscherung zwischen 50 und 200 Euro. Eine Einzeleinäscherung mit Rückgabe der Asche ist teurer als eine Sammeleinäscherung.

Notfall-/Notdienstsprechstunde

Tierärztliche Notfall- oder Notdienstsprechstunden, die außerhalb der regulären Sprechzeiten stattfinden (nachts, am Wochenende oder an Feiertagen), kosten in Deutschland in der Regel zwischen 100 und 200 Euro oder mehr.

Dieser Preis kann zusätzliche Kosten für die Notfallversorgung, Untersuchungen, Medikamente und Behandlungen während des Besuchs beinhalten. Je nach Umfang der Maßnahmen und dem angewendeten Gebührensatz nach der GOT können die Gesamtkosten deutlich höher ausfallen.

Kosten für einen Tierarztbesuch zu Hause

Tierärztliche Hausbesuche ermöglichen es, Ihr Tier bequem zu Hause behandeln zu lassen, ohne den Stress eines Praxisbesuchs. Die Kosten dafür hängen jedoch von mehreren Faktoren ab. Ein regulärer Hausbesuch am Tag kostet in der Regel zwischen 70 und 120 Euro, während sich ein Notfalleinsatz nachts, an Wochenenden oder an Feiertagen häufig auf 120 bis 250 Euro oder mehr beläuft.

Zusätzlich fallen Fahrtkosten an, die nach der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte meist bei etwa 3,50 Euro pro zehn Kilometer liegen. Die Gesamtkosten können außerdem je nach Art der Behandlung und dem Standort variieren. Es empfiehlt sich daher, vorab mit dem Tierarzt zu sprechen, um einen möglichst genauen Kostenvoranschlag zu erhalten.

Wie viel kostet das Schneiden der Krallen einer Katze?

Das Kürzen der Krallen einer Katze beim Tierarzt kostet in der Regel zwischen 5 und 20 Euro. Erfolgt das Krallenschneiden im Rahmen einer Sprechstunde oder ist die Katze schwer zu handhaben, kann der Preis auf 20 bis 40 Euro steigen – in Einzelfällen sogar auf bis zu 50 Euro, wenn eine leichte Sedierung erforderlich ist.

Was kann ich tun, wenn ich die Tierarztkosten nicht bezahlen kann?

Behandlungen sind nicht kostenlos

Tierkliniken bieten in der Regel keine kostenlosen Behandlungen für Tiere an. Wenn Sie nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen und Ihr Tier keine akuten oder starken Schmerzen hat, wird die Klinik die Behandlung in der Regel ohne eine Kostenübernahme Ihrerseits nicht durchführen.
Hat Ihnen der Tierarzt einen Kostenvoranschlag für die Behandlung ausgestellt, können Sie dieses Dokument nutzen, um nach Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen – etwa über Vereine, Tierschutzorganisationen oder Spendenaktionen.

Ratenzahlung

In vielen Fällen ist es möglich, die Rechnung beim Tierarzt in Raten zu begleichen, wobei dies von den jeweiligen Richtlinien der Praxis abhängt. Zahlreiche Tierkliniken sind bereit, Ratenzahlungen zu ermöglichen, insbesondere wenn Sie Ihre finanzielle Situation offen ansprechen oder bereits Stammkunde sind. Einige Praxen arbeiten zudem mit speziellen Finanzierungsdiensten zusammen, die es erlauben, die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen in mehrere monatliche Raten aufzuteilen.

Katze mit blauen Augen im Winter

Was tun, wenn man kein Geld für die Behandlung seiner Katze hat?

Wenn Ihnen aktuell die finanziellen Mittel fehlen, um Ihre Katze tierärztlich versorgen zu lassen, gibt es mehrere Möglichkeiten, dennoch Hilfe zu bekommen:

  • Vereine und Tierheime: Wenden Sie sich an Tierschutzorganisationen, die kostenlose oder vergünstigte Behandlungen anbieten oder vermitteln (zum Beispiel Tierheime oder Tierschutzvereine).
  • Soziale oder gemeinnützige Tierkliniken: Manche Praxen oder Projekte bieten reduzierte Tarife für Menschen mit geringem Einkommen an.
  • Tierärztliche Hochschulen: Veterinärmedizinische Fakultäten führen Behandlungen oft zu geringeren Kosten durch, da sie von Studierenden unter Aufsicht erfahrener Tierärzte vorgenommen werden.
  • Finanzierungsangebote: Nutzen Sie Ratenzahlungen, spezielle Finanzierungsdienste oder Kreditangebote für tierärztliche Leistungen.
  • Gemeinschaftliche Hilfe: Starten Sie eine Online-Spendenaktion oder bitten Sie Freunde, Familie oder Ihre lokale Gemeinschaft um Unterstützung.
  • Tierkrankenversicherung: Eine monatliche Versicherung kann helfen, zukünftige hohe Kosten besser abzufedern und finanziell entspannter mit Notfällen umzugehen.

Unterstützung bei Tierarztkosten in Deutschland

In Deutschland gibt es – anders als in einigen anderen Ländern – keine landesweite Organisation, die systematisch Tierarztkosten für private Haustiere übernimmt. Dennoch können Tierhalterinnen und Tierhalter in finanziellen Notlagen Hilfe finden: Lokale Tierschutzvereine, Tierheime und gemeinnützige Initiativen bieten in Einzelfällen finanzielle Unterstützung, vergünstigte Behandlungen oder die Vermittlung an Tierärzte mit Sozialtarifen an. Auch tierärztliche Hochschulkliniken behandeln Tiere häufig zu reduzierten Kosten, da dort Studierende unter fachlicher Aufsicht arbeiten. Die Unterstützung hängt jedoch meist vom Einzelfall und vom verfügbaren Spendenaufkommen ab – es lohnt sich daher, mehrere Stellen in der Region parallel zu kontaktieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein stationärer Aufenthalt für Katzen in vielen Fällen sinnvoll oder sogar notwendig ist – insbesondere bei Erkrankungen oder Verletzungen, die eine engmaschige Überwachung oder Infusionstherapie erfordern. Die damit verbundenen Kosten können erheblich sein und hängen von der Art und dem Umfang der benötigten Behandlung ab.

Santévet – Ihr Spezialist für Tierkrankenversicherungen