Das Wichtigste in Kürze (TL;DR)
- Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hundes beträgt ungefähr 10 bis 15 Jahre.
- Kleine Hunde leben meist deutlich länger als große Hunderassen.
- Einflussfaktoren auf die Lebenserwartung von Hunden sind Geschlecht, Größe, Nasenlänge und Rassezugehörigkeit, aber auch Haltungsfaktoren und die Gesundheit.
Wie alt werden Hunde im Durchschnitt?
Im Durchschnitt werden Hunde zwischen 10 und 15 Jahre alt. Kleinere Hunde werde älter als größere und weibliche Tiere älter als männliche. Laut einer neuen britischen Studie haben zudem Rassehunde eine höhere Lebenserwartung als Mischlingshunde. Weitere Faktoren, die einen Einfluss auf die Lebenserwartung haben, sind die Nasenlänge, aber auch eine artgerechte Ernährung, ausreichend Bewegung und selbstverständlich die Gesundheit des Vierbeiners.
Expertenzitat: „Wir vermuten, dass die niedrigere Lebenserwartung großer Rassen die Folge eines übermäßig schnellen Wachstums sein könnte.“ -Dr. Cornelia Kraus, Georg-August-Universität Göttingen
Welche 5 Hunderassen haben die höchste Lebenserwartung und welcher Hund lebt am längsten?
Die 5 Hunderassen mit der höchsten Lebenserwartung sind:
- Lancashire Heeler: Dieser Hund erreicht ein stolzes Alter von durchschnittlich 15,4 Jahren. Er lebt somit von allen Hunderassen im Durchschnitt am längsten.
- Tibet-Spaniel: Mit 15,2 Jahren ist der Tiber-Spaniel ebenfalls ein äußerst langlebiger Gefährte.
- Bologneser: Als durchschnittliche Lebenserwartung gelten 14,9 Jahre. Mit guter Haltung, hochwertigem Futter und viel Zuneigung erreichen viele Tiere sogar ein Alter von15 bis 16 Jahren.
- Shiba Inu: Diese als sehr robust geltende japanische Hunderasse kommt auf durchschnittlich 14,6 Jahre.
- Papillon: Diese Rasse gilt mit 14,5 Jahren als Hunderasse mit der fünfthöchsten durchschnittlichen Lebenserwartung.
Auch Chihuahuas, Border Collies, Australian Shepherds und Jack Russel Terrier sind sehr langlebige Hunderassen.
Welcher Hund hat die geringste Lebenserwartung?
Als Hunderasse mit der geringsten Lebenserwartung gilt die Französische Bulldogge. Die Französische Bulldogge wird im Schnitt nur rund 9 bis 10 Jahre alt. Hauptursache dafür sind Qualzucht-Merkmale und typische Krankheiten wie Bandscheibenvorfälle und andere Erkrankungen des Bewegungsapparates, Schilddrüsenprobleme, Bluterkrankheit, Atemprobleme (Gaumenspalte, Ohnmachtsanfälle usw.) und Augenleiden, die die Lebenserwartung der Französischen Bulldogge verkürzen. Regelmäßige Tierarztbesuche und Impfungen sind bei dieser Hunderasse noch mehr als bei allen anderen Rassen lebenswichtig. Eine Hundekrankenversicherung ist ratsam. Ähnliches gilt übrigens auch für die Deutsche Dogge.
Lancashire Heeler: der Hund mit der höchsten Lebenserwartung
Beim Lancashire Heeler handelt es sich um einen kleinen, kräftigen Hund, der gerne anspruchsvolle Aufgaben ausführt. Dass er von allen Hunderassen die höchste Lebenserwartung hat, liegt vor allem an seiner geringen Körpergröße und seiner anatomischen Kopf- und Schädelform. Da die Rasse ursprünglich ein Hirtenhund ist, ist der Lancashire Heeler darüber hinaus von Natur aus zäh, langlebig und agil. Durch seine aktive Art neigt er zudem bei guter Haltung kaum zu schädlichem Übergewicht.
Hunde mit langer Nase: Warum leben sie im Durchschnitt länger?
Laut einer aktuellen britischen Studie haben Hunde mit langer bis mittellanger Nase (Schnauze) eine höhere Lebenserwartung als Rassen mit flachen Gesichtern. Zu Letzteren gehören etwa der Mops, die Französische und die Englische Bulldogge sowie der Boston Terrier. Diese Tiere leiden häufig unter gesundheitlichen Problemen wie Atemnot und zuchtbedingten Problemen, was ihre Lebenserwartung verkürzt. Hunde mit längerer Nase profitieren hingegen von freien Atemwegen, guter Kühlung durch die Atemluft und weniger Stress, was einem langen Leben zuträglich ist.
Lebenserwartung beim Beagle: ein langlebiger Gefährte
Der Beagle, ein sportlicher Familienhund, gehört mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren zu den langlebigsten Hunderassen. Dieser mittelgroße Hund ist relativ robust. Allerdings neigt er zu übermäßigem Fressen und kann dann an Übergewicht leiden. Viel Bewegung und gesunde Ernährung schaffen Abhilfe. Routineuntersuchungen beim Tierarzt und Impfungen sind notwendig, um die Gesundheit des Vierbeiners zu erhalten. Wer dies berücksichtigt, also für ein gesundes Größe-Gewicht-Verhältnis, angemessene Fürsorge und entsprechende Pflege sorgt, kann seinem Beagle eine schöne Lebensspanne bescheren.
Lebenserwartung Hunde Mischlinge: Wie alt wird ein Mischlingshund?
Mischlingshunde werden im Schnitt 12 bis 13 Jahre alt. Lange glaubte man, dass Mischlingshunderassen länger leben als reinrassige Hunde. Neuere kynologische Studien (wie Analysen aus Scientific Reports ) kamen jedoch zu der überraschenden Erkenntnis, dass Mischlinge keinen statistischen Alterungsvorteil gegenüber Rassehunden haben. Die Lebenserwartung hängt in erster Linie von verschiedenen Faktoren wie Körpergröße, Kopfform und individuellem Genpool ab. Eine wichtige Rolle für die Frage, wie alt Hunde-Mischlinge tatsächlich werden, spielen die an der Kreuzung beteiligten Rassen und das individuelle Erbgut der Elterntiere sowie die Größe des Vierbeiners. Ob bestimmte rassetypische Krankheiten oder Veranlagungen vererbt wurden, lässt sich bei Mischlingen in der Regel nur schwer sagen.
Lebenserwartung und Krankenversicherung: Besteht da ein Zusammenhang?
Prinzipiell gilt, dass eine Krankenversicherung für Ihren Hund selbstverständlich umso wichtiger ist, je älter er entsprechend seiner Rasse werden kann, denn im Laufe der Zeit entstehen nicht nur mehr Erkrankungen, sondern es handelt sich schlichtweg um mehr Jahre, die der Hund versorgt werden muss, Daher ist es sinnvoll, Ihren Hund von Anfang an zu versichern, um nicht vor Überraschungen zu stehen. Aber auch wenn man sich erst später dafür entscheidet, ist eine Hundeversicherung für ältere Hunde ebenfalls noch möglich. Die Vorteile einer Hundeversicherung gerade bei langlebigen Hunden liegen auf der Hand:
- jährliches Vorsorgebudget für Ihren Hund
- Kostenübernahme bei Krankheit und Operationen
- Kostenübernahme der Zahnsteinentfernung ab dem 3. Versicherungsjahr
Tipp von Santévet: Damit Ihr Hund rundum fit bleibt, sollten Sie ihm einen ruhigen und gemütlichen Platz bieten, an dem er sich ungestört ausruhen kann. Ein guter Schlaf ermöglicht seinem Körper die Regeneration, stärkt die Abwehrkräfte und trägt zu einem längeren und gesünderen Leben bei.
Häufig gestellte Fragen
Die Lebenserwartung eines Hundes ist zwar teilweise genetisch bedingt, dennoch kann jeder einzelne Hundehalter auch selbst etwas tun, um das Leben seines Lieblings zu verlängern. Besonders wichtig für die Lebenserwartung ist die Gesundheit des Vierbeiners. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen sind unerlässlich, um Krankheiten vorzubeugen oder eine rechtzeitige Behandlung zu gewährleisten. Die Veterinärmedizin macht stetig große Fortschritte, was zu einer höheren Lebenserwartung bei Hunden führt. Eine Krankenversicherung für Hunde ermöglicht es Halterinnen und Haltern, ihren Vierbeinern die bestmögliche Versorgung zu bieten und die oft hohen Tierarztkosten zu bewältigen. Darüber hinaus lassen sich auch durch gesundes Futter und viel Bewegung, etwa bei langen Spaziergängen, die Gesundheit und somit die Lebenserwartung beeinflussen.
Für die Gesundheitsvorsorge Ihres Hundes ist, ohne Versicherung, mit dem Folgenden zu rechnen:
-
- einfache Untersuchung (pro Termin): 23 € bis 70 €
-
- jährliche Auffrischungsimpfung: 50 € bis 150 €
-
- Wurmkur: 10 € bis 60 €
-
- EU-Heimtierausweis: 15 € bis 80 €
Früher lautete die Regel immer: 1 Hundejahr entspricht 7 Menschenjahren. Diese Regel ist mittlerweile jedoch überholt, da sie unterstellt, dass Hunde in jedem Lebensjahr biologisch gleich schnell altern, was aber nicht stimmt. Ein junger Hund entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten rasant, später verlangsamt sich der Alterungsprozess dann. Forscher haben den Alterungsprozess bei Hunden untersucht und eine neue Formel hierfür entwickelt. Ein anderes Rechenmodell orientiert sich vor allem an Gewichtsklassen. Die neuen Formeln bzw. Rechenmodelle können helfen, den eigenen Hund gerade im jungen und mittleren Alter etwas realistischer einzuschätzen als mit der Sieben-Jahre-Regel. Eine Hilfestellung dazu bietet eine praktische Tabelle. Das wahre biologische Alter eines individuellen Hundes kann allerdings nur vom Tierarzt genau bestimmt werden.
Quellen
- https://www.vdh.de
- https://www.spektrum.de/news/haustiere-welche-hunde-leben-am-laengsten/2206046
- https://www.msd-tiergesundheit.de/tierhalter/unsere-losungen/karsivan/blog/wie-alt-werden-hunde
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung oder Beratung durch einen Tierarzt.
Santévet
Ihr Spezialist für Tierkrankenversicherungen
Fotos : Pixabay
Zum gleichen Thema
Unsere neuesten Artikel