Das Wichtigste
- Die Sibirische Katze stammt ursprünglich aus Russland, wurde jedoch auch in Deutschland weitergezüchtet.
- Sie gilt als ruhig und anhänglich, benötigt aber ausreichend Platz sowie tägliche geistige Beschäftigung, um ausgeglichen zu bleiben.
- Ihr dreischichtiges Fell ist an extreme Witterungsbedingungen angepasst und gilt häufig als hypoallergen.
- Trotz ihrer robusten Erscheinung kann die Sibirische Katze für bestimmte Erkrankungen wie die hypertrophe Kardiomyopathie anfällig sein.
Herkunft der Sibirischen Katzen
Die Sibirische Katze hat ihren Ursprung in den Bergregionen Transkaukasiens und des heutigen Iran. Man geht davon aus, dass diese Katzen gemeinsam mit den ersten Siedlern in diese Gebiete nach Südsibirien gelangten, wo sie sich im Laufe der Zeit auf natürliche Weise an das harte Klima anpassten.
Seit über tausend Jahren ist die Sibirische Katze in der russischen Folklore verankert. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte sie 1871 auf einer Katzenausstellung im Londoner Crystal Palace. Anschließend geriet die Rasse jedoch für nahezu ein Jahrhundert weitgehend in Vergessenheit.
Erst in den 1980er-Jahren begann ihre gezielte Wiederbelebung, insbesondere in Ostberlin. Von dort aus wurde die Sibirische Katze später auch in die Vereinigten Staaten exportiert, wo sie schnell große Beliebtheit erlangte. Die offizielle Anerkennung durch die Fédération Internationale Féline im Jahr 1997 markierte schließlich den Beginn ihrer internationalen Verbreitung.
Eine besondere Varietät der Sibirischen Katze ist die sogenannte Neva Masquerade. Diese Variante zeichnet sich durch ihre typischen Colorpoint-Abzeichen aus und soll ihren Ursprung in der Region rund um den Fluss Neva haben.
Wie ist der Charakter der Sibirischen Katze?
Die Sibirische Katze verkörpert, was man oft als „ruhige Kraft“ bezeichnet. Sie ist grundsätzlich ausgeglichen und sanft, dabei liebevoll, aber zugleich unabhängig. Sie sucht Nähe und Aufmerksamkeit, zieht sich jedoch ebenso selbstverständlich wieder zurück, um ihr eigenes Ding zu machen. Ihre Stimme ist leise und zurückhaltend – sie miaut eher selten.
Wenn sie Lust dazu hat, zeigt sich die Sibirische Katze überraschend verspielt und aktiv. Auch im Erwachsenenalter bewahrt sie sich eine verspielte Seite und verhält sich manchmal noch wie ein Kätzchen: das Springen, Rennen und Jagen imaginärer Beute gehören fest zu ihrem Alltag.
Sie ist zudem sehr gesellig. Gäste werden meist neugierig begrüßt, und auch gegenüber fremden Menschen zeigt sie kaum Scheu. Kinder schätzt sie ebenso wie die Gesellschaft anderer Katzen, und sie kommt in der Regel auch gut mit Hunden zurecht.
Die Sibirische Katze gilt als intelligent und wissbegierig. Sie lernt schnell, liebt Denkspiele und fühlt sich in einer abwechslungsreichen, anregenden Umgebung besonders wohl.
Ein gesicherter Zugang nach draußen ist für sie ideal, da sie von ihren Vorfahren die Vorliebe für Weite geerbt hat. Als geschickte Jägerin und hervorragende Kletterin erkundet sie ihr Revier aufmerksam.
Ideale Besitzer:innen für eine Sibirische Katze
Ideale Besitzer:innen einer Sibirischen Katze sollten präsent und verfügbar sein und ihr genügend Anregung sowie ausreichend Platz bieten, damit sie ausgeglichen bleibt. Auch wenn sie eine ruhige Katze ist, handelt es sich nicht um eine reine Wohnungskatze, die den ganzen Tag schläft.
Die Sibirische Katze liebt den Kontakt zu Menschen. Sie kann anhänglich sein, ist jedoch nicht der Typ Katze, der ständig an seinen Besitzer:innen hängt. Ihr Freiraum zu lassen, ist für ihr Wohlbefinden von großer Bedeutung.
Offene und neugierige Besitzer:innen, die sich für Training und Beschäftigung interessieren, ermöglichen es der Sibirischen Katze, ihr intellektuelles Potenzial voll auszuschöpfen und ihrem natürlichen Lernbedürfnis gerecht zu werden.
Die Erziehung der Sibirischen Katze
So erziehen Sie Ihre Sibirische Katze richtig:
- Werden Sie nicht laut: Die Sibirische Katze ist sensibel und intelligent und versteht in der Regel schnell, was von ihr erwartet wird. Ihre Erziehung sollte jedoch konsequent und zugleich liebevoll erfolgen, da sie mitunter auch eigensinnig sein kann.
- Lassen Sie sich nicht von ihrem niedlichen Kätzchengesicht täuschen: Regeln und Verbote (zum Beispiel nicht in bestimmte Räume gehen, nicht auf den Tisch springen oder keine Pflanzen anknabbern) sollten von Anfang an klar festgelegt werden. Unerwünschtes Verhalten sollte stets auf eine erlaubte Alternative umgelenkt werden. Springt sie etwa auf den Tisch, sagen Sie ruhig, aber bestimmt „Nein“ und setzen Sie sie anschließend auf ihr Kissen.
- Konsequenz ist entscheidend: Was heute verboten ist, sollte auch morgen nicht erlaubt sein – und umgekehrt.
- Gutes Verhalten wird belohnt: Streicheleinheiten, freundliche Worte oder kleine Leckerlis bestärken erwünschtes Verhalten, während unerwünschtes Verhalten möglichst ignoriert werden sollte.
- Die Sozialisierung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, auch wenn die Sibirische Katze von Natur aus offen und kontaktfreudig ist. Lassen Sie sie bereits im jungen Alter neue Menschen kennenlernen, indem Sie ihr erlauben, sich frei im Haus zu bewegen, wenn Besuch da ist. So kann sie selbst entscheiden, ob sie Kontakt aufnehmen oder sich zurückziehen möchte.
- Dasselbe gilt für Alltagsgeräusche: Gewöhnen Sie Ihr Kätzchen frühzeitig an Geräusche im Haushalt, auch an lautere wie den Staubsauger oder die Türklingel. So beugen Sie Ängsten gegenüber alltäglichen Reizen vor.
Tipp von Santévet: Sie können Ihrer Sibirischen Katze ganz unkompliziert einige einfache Kommandos beibringen, zum Beispiel zu Ihnen zu kommen, sich hinzusetzen oder Pfötchen zu geben. Halten Sie dafür schmackhafte Leckerlis bereit und geben Sie den Befehl klar und ruhig mit einem einfachen Wort wie „Komm“, „Sitz“ oder „Gib“. Führt Ihre Katze das Kommando aus – selbst wenn es zunächst eher zufällig geschieht –, loben Sie sie sofort und belohnen Sie sie. Reagiert sie nicht, können Sie ihr sanft helfen, etwa indem Sie leicht auf das Hinterteil drücken, damit sie sich setzt, und sie anschließend belohnen. Mit der Zeit wird Ihre Katze, ähnlich wie ein Hund, die Bewegung mit der Belohnung verknüpfen und die Kommandos immer selbstverständlicher ausführen. Geduld ist dabei der Schlüssel.
Körperliche Merkmale: Wie erkennt man eine Sibirische Katze?
Die erwachsene Sibirische Katze
Obwohl sie auf den ersten Blick an die Heilige Birma erinnern kann, ist die Sibirische Katze deutlich größer. Ihre Widerristhöhe liegt bei etwa 30 bis 35 cm, während die Birma in der Regel nur 25 bis 30 cm erreicht.
Auch beim Gewicht zeigt sich der Unterschied: Ein sibirischer Kater kann bis zu 10 kg wiegen, während Weibchen meist zwischen 4 und 6 kg liegen. Die durchschnittliche Körperlänge von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz beträgt etwa 40 bis 50 cm.
Typische morphologische Merkmale der Sibirischen Katze sind:
- Ein kräftiger, muskulöser und kompakter Körper mit breiter Brust, starken Schultern und einem kurzen, runden Hals.
- Robuste Beine, die in runden, gut behaarten Pfoten mit dicken Ballen enden – ideal, um sich im Schnee fortzubewegen.
- Ein langer, buschiger Schwanz, der sehr dicht behaart ist und an einen Staubwedel erinnert.
- Ein dreieckiger Kopf mit sanft abgerundeten Konturen, einem breiten, eher flachen Schädel und einer runden Schnauze.
- Große, leicht ovale Augen, die grün, goldfarben, haselnussbraun oder – bei Colorpoint-Varianten – blau sein können.
- Mittelgroße bis große Ohren, die weit auseinanderstehen, an den Spitzen abgerundet sind und häufig kleine Haarbüschel tragen, die sogenannten „Lynx Tips“.
Das Sibirische Kätzchen
Bei der Geburt wiegt ein Kätzchen in der Regel zwischen 90 und 130 g. In den ersten Lebensmonaten wächst es besonders schnell und kann monatlich bis zu 700 g an Gewicht zulegen.
Ab einem Alter von etwa drei Monaten beginnt sich das halblange Fell auszubilden. Nach und nach entwickelt sich dabei das für die Rasse typische, üppige Haarkleid. Die charakteristischen Ohrbüschel der Sibirischen Katze werden meist ab einem Alter von etwa vier Monaten sichtbar.
Die vollständige körperliche Reife erreicht die Sibirische Katze vergleichsweise spät, nämlich erst im Alter von etwa drei bis vier Jahren. Dieses langsame, verlängerte Wachstum ermöglicht eine harmonische Entwicklung des kräftigen Knochenbaus und der gut ausgeprägten Muskulatur.
Die Farben der Sibirischen Katze: Weiß, Schwarz, Rot, Grau, Neva Masquerade
Das Fell der Sibirischen Katze ist mittellang bis lang, sehr dicht und dreilagig aufgebaut. Es besteht aus Deckhaar, Grannenhaar und einer weichen Unterwolle, die sie zuverlässig vor extremen Witterungsbedingungen schützt. Im Winter ist die Unterwolle dicker ausgeprägt als im Sommer.
Grundsätzlich sind bei der Sibirischen Katze fast alle Fellfarben erlaubt. Ausgenommen sind Schokoladenbraun, Lila, Zimt und Rehbraun.
Zu den am häufigsten vorkommenden Farbvarianten zählen:
- Braun Tabby
- Silber Tabby
- Rot
- Blau
- Colorpoint, auch Neva Masquerade genannt
Diese besondere Farbvariante entstand durch frühere Einkreuzungen von Heiligen Birma- und Siamkatzen. Die Neva Masquerade zeichnet sich durch dunkle Abzeichen an Gesicht, Ohren, Beinen und Schwanz aus, während der Körper hell bleibt. Dabei behält sie das dichte, üppige Fell der klassischen Sibirischen Katze.
Warum gilt die Sibirische Katze als hypoallergen?
Die Sibirische Katze gilt als hypoallergen, weil sie im Durchschnitt weniger Fel-D1-Proteine produziert. Dieses Protein ist der Hauptauslöser für Katzenallergien. Allerdings variiert die Menge an Fel D1 auch innerhalb dieser Rasse von Katze zu Katze.
Fel D1 kommt vor allem im Speichel, in den Talgdrüsen und auf der Haut der Katze vor und kann allergische Reaktionen auslösen.
Mehrere Faktoren beeinflussen die Produktion von Fel D1:
- Das Geschlecht: Unkastrierte Kater produzieren in der Regel mehr Allergene als weibliche Tiere.
• Das Alter: Kätzchen bilden weniger Fel D1 als ausgewachsene Katzen.
• Die Kastration: Bei Katern kann eine Kastration die Produktion deutlich reduzieren.
• Die Fellfarbe: Silber- und Smoke-Varianten weisen oft höhere Werte auf.
Wichtig ist, dass keine Katze vollständig hypoallergen ist. Wer unter einer Katzenallergie leidet, sollte vor der Adoption unbedingt Zeit mit einer Sibirischen Katze verbringen, um die individuelle Verträglichkeit zu testen. Allergische Reaktionen können stark von Person zu Person und auch von Tier zu Tier unterschiedlich ausfallen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Sibirischen Katze und einer Norwegischen Waldkatze?
Beide Rassen gehören zu den natürlichen nordischen Katzen und zeichnen sich durch ihr langes Fell aus. Dennoch gibt es einige klare Unterschiede zwischen der Sibirischen Katze und der Norwegischen Waldkatze.
Morphologisch ist die Sibirische Katze insgesamt etwas kleiner und kompakter gebaut. Die Norwegische Waldkatze kann eine Widerristhöhe von bis zu 40 cm erreichen und wirkt insgesamt schlanker und langgestreckter. Die Sibirische Katze hingegen hat eine kräftigere, rundere Silhouette. Ihr Fell ist besonders dicht und üppig, was sie vor Kälte schützt.
Auch im Wesen unterscheiden sich die beiden Rassen. Die Sibirische Katze gilt als besonders gesellig. Die Norwegische Waldkatze ist meist etwas zurückhaltender und unabhängiger, bleibt ihren Besitzer:innen gegenüber jedoch sehr loyal.
Pflege der Sibirischen Katze
Fellpflege
Trotz ihres dichten und üppigen Fells ist die Pflege der Sibirischen Katze vergleichsweise unkompliziert, sofern sie zwei- bis dreimal pro Woche gebürstet wird, um Verfilzungen vorzubeugen. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst empfiehlt sich tägliches Bürsten.
Verwenden Sie zunächst einen Kamm mit breiten Zinken, um das Fell schonend zu entwirren, ohne die Haarstruktur zu beschädigen. Anschließend hilft eine weiche Bürste dabei, lose Haare und abgestorbene Unterwolle zu entfernen. Ein Bad ist in der Regel nicht erforderlich, außer die Katze hat sich stark verschmutzt.
Die Augen sollten ein- bis zweimal pro Woche mit sterilen Kompressen und physiologischer Kochsalzlösung gereinigt werden. Wischen Sie dabei vorsichtig von innen nach außen und verwenden Sie für jedes Auge eine separate Kompresse, um im Falle einer Infektion eine Übertragung zu vermeiden.
Auch die Ohren benötigen gelegentliche Pflege. Reinigen Sie sie ein- bis zweimal im Monat vorsichtig mit einer sterilen Kompresse und einer von der Tierärztin oder vom Tierarzt empfohlenen Lotion – Wattestäbchen sollten dabei nicht verwendet werden. Die Zähne sollten zwei- bis dreimal pro Woche geputzt werden, um Zahnsteinbildung vorzubeugen.
Ernährung
Die Sibirische Katze benötigt eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an hochwertigen Proteinen, um ihre ausgeprägte Muskelmasse zu erhalten. Empfehlenswert ist ein eher fettarmes Futter, da diese Rasse zu Übergewicht neigen kann, zugleich aber reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sein sollte, um ein glänzendes Fell und eine gesunde Haut zu unterstützen.
Ob Trockenfutter, Nassfutter oder eine Kombination aus beidem – die Wahl liegt bei Ihnen. Trockenfutter fördert durch das Kauen die Zahnhygiene und ist zudem praktisch sowie kostengünstig.
Nassfutter wiederum hat den Vorteil, dass es einen hohen Feuchtigkeitsgehalt hat und so Harnwegsproblemen vorbeugen kann. Es ist meist besonders schmackhaft, lässt sich jedoch weniger lange lagern.
Unabhängig von der gewählten Fütterungsform sollte Ihrer Sibirischen Katze jederzeit frisches Wasser zur Verfügung stehen, um eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sicherzustellen.
Krankheiten der Sibirischen Katze
Auch wenn die Sibirische Katze als robuste Rasse gilt und gut an extreme Kälte angepasst ist, kann sie dennoch von bestimmten gesundheitlichen Problemen betroffen sein.
Mit unserer Versicherung für Katzen können Sie das Gesundheitsbudget Ihres Tieres entspannt planen und sich im Falle eines Unfalls oder einer Erkrankung bis zu 100 % der Tierarztkosten erstatten lassen.
Hypertrophe Kardiomyopathie
Die bei Sibirischen Katzen vergleichsweise häufig vorkommende hypertrophe Kardiomyopathie ist eine erblich bedingte Herzerkrankung. Sie äußert sich durch eine Verdickung des Herzmuskels und kann über Monate oder sogar Jahre hinweg ohne erkennbare Symptome verlaufen.
Im weiteren Verlauf zeigen sich zunächst milde Anzeichen wie schnelle Ermüdung, leichte Atemnot oder ein nachlassendes Interesse an Spielen und Bewegung. Mit fortschreitender Erkrankung können sich die Symptome verstärken: Deutliche Atembeschwerden, geringe Belastbarkeit und Appetitlosigkeit treten auf und können schließlich zu einer Herzinsuffizienz führen. Auch Komplikationen wie ein Lungenödem sind möglich.
Wichtig zu wissen ist, dass die hypertrophe Kardiomyopathie nicht heilbar ist. Jedoch kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt und die Lebensqualität der betroffenen Katze deutlich verbessert werden.
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Laut einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2015, die an 780 scheinbar gesunden Katzen über 6 Monaten durchgeführt wurde, lag die Prävalenz der hypertrophen Kardiomyopathie bei 14,7 %. Sie war bei männlichen, übergewichtigen und älteren Katzen höher*. |
Weitere Gesundheitsprobleme der Sibirischen Katze
Die Sibirische Katze kann auch anfällig sein für:
- Polyzystische Nierenerkrankung: Dabei handelt es sich um eine erbliche Erkrankung, die bestimmte Linien betrifft. Sie ist durch die Bildung von Zysten in den Nieren gekennzeichnet. Diese Zysten nehmen mit dem Alter an Zahl und Größe zu, beeinträchtigen die Nierenfunktion und können langfristig zu chronischem Nierenversagen führen.
- Maul- und Zahnerkrankungen: Dazu zählen insbesondere Zahnfleischentzündungen, die durch verhärteten Zahnbelag entstehen. Regelmäßiges Zähneputzen hilft, die Bildung von Belägen zu reduzieren und die Mundgesundheit zu erhalten.
- Übergewicht: Die Sibirische Katze hat oft einen guten Appetit und neigt bei zu wenig Bewegung zur Gewichtszunahme, vor allem nach einer Kastration. Diese senkt den Grundumsatz und damit den täglichen Kalorienverbrauch, was eine Gewichtszunahme begünstigen kann.
Wie hoch ist die Lebenserwartung der Sibirischen Katze?
Unter guten Haltungsbedingungen – mit einer ausgewogenen Ernährung, ausreichend Bewegung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung – erreicht die Sibirische Katze in der Regel ein Alter von 12 bis 15 Jahren. In manchen Fällen kann sie sogar bis zu 20 Jahre alt werden.
Diese vergleichsweise hohe Lebenserwartung gegenüber vielen Hauskatzen erklärt sich durch die natürliche Robustheit der Rasse, die sie von ihren ursprünglichen Vorfahren geerbt hat.
Preis: Wie viel kostet eine Sibirische Katze aus einer Zucht?
Der Preis für den Kauf eines bei einem Zuchtverband registrierten Kätzchens von einer professionellen Züchterin bzw. einem professionellen Züchter variiert je nach Geschlecht, Abstammung und dem Ruf der Zuchtstätte. Im Durchschnitt liegt der Preis für ein Sibirisches Kätzchen bei etwa 1.900 bis 2.100 €.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Sibirische Katze ein ruhiges und liebevolles Haustier ist. Sie benötigt jedoch eine anregende Umgebung und idealerweise Zugang zu einem gesicherten Außenbereich, um ihre Energie auszuleben und Langeweile vorzubeugen.
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Quellen:
*Prévalence de la cardiomyopathie chez 780 chats apparemment en bonne santé dans les centres de relogement (l'étude CatScan), J. R. Payne & Co, Journal of Veterinary Cardiology, PubMed, décembre 2015.
Fotos: Eric Isselée/Fotolia.com/123RF


