Das Wichtigste in Kürze (TL;DR):
- Eine Gesäugeentzündung (Mastitis) beim Hund ist eine Entzündung der Milchdrüsen – vor allem bei säugenden Hündinnen.
- Typische Anzeichen: geschwollene, gerötete und heiße Zitzen sowie verändertes Milchsekret
- Behandlung: Antibiotika, Schmerzmittel und ggf. Operation – immer durch den Tierarzt
Was ist eine Gesäugeentzündung beim Hund?
Als Mastitis bezeichnet man die Entzündung eines oder mehrerer Milchdrüsenkomplexe. Das Gesäuge einer Hündin besteht in der Regel aus fünf paarigen Komplexen – also zehn Zitzen. Alle können betroffen sein, wobei die hinteren Gesäugekomplexe häufiger entzündet sind. Die Erkrankung verläuft meist akut und ist in den meisten Fällen bakteriell bedingt. Bleibt die Mastitis unbehandelt, können sich Abszesse bilden oder das Gewebe absterben – weshalb schnelles Handeln entscheidend ist.
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Ursachen der Mastitis beim Hund
Die häufigste Ursache ist eine bakterielle Infektion durch Staphylokokken, Streptokokken oder Escherichia coli. Die Erreger gelangen über kleine Verletzungen – etwa Kratzspuren der Welpen – in die Zitzenkanäle. Weitere Auslöser:
- Milchstau: Nicht vollständig abgesaugte Milch oder abruptes Absetzen begünstigen die Entzündung.
- Hormonelle Schwankungen: Veränderungen von Prolaktin und Progesteron machen das Drüsengewebe anfälliger.
- Scheinträchtigkeit: Auch ohne Welpen kann eine Hündin Milch produzieren und eine Mastitis entwickeln.
Zitzen beim Hund geschwollen: Symptome erkennen

Das auffälligste Symptom sind geschwollene, gerötete und schmerzhafte Zitzen. Die betroffenen Stellen fühlen sich warm an und können verhärtet sein. Weitere Anzeichen:
- Verändertes Milchsekret: wässrig, eitrig oder blutig
- Fieber und Apathie: Die Hündin wirkt matt und verweigert Futter.
- Ablehnung der Welpen: Saugen ist zu schmerzhaft.
- Abszessbildung: Im fortgeschrittenen Stadium können Abszesse oder Gewebsnekrosen auftreten.
Tipp von Santévet: Kontrollieren Sie das Gesäuge Ihrer Hündin täglich – besonders in den ersten Wochen nach der Geburt. Je früher Veränderungen auffallen, desto besser.
Behandlung und Kosten einer Gesäugeentzündung
Bei bakterieller Mastitis steht die Antibiotika-Therapie im Vordergrund. Der Tierarzt entnimmt dafür eine Milchprobe und erstellt ein Antibiogramm – denn welches Antibiotikum bei Mastitis beim Hund wirkt, hängt direkt vom nachgewiesenen Erreger ab. Häufige Keime wie Staphylokokken, Streptokokken oder E. coli reagieren verschieden auf Wirkstoffe, weshalb eine gezielte Diagnose unerlässlich ist. Ergänzend werden Schmerzmittel und Entzündungshemmer eingesetzt. Zur Hemmung der Milchproduktion kommen Prolaktin-Hemmer zum Einsatz. Bei Abszessen oder Nekrosen ist ein operativer Eingriff notwendig.
| Leistung | Kosten |
| Tierarztbesuch | 30–60 € |
| Milchanalyse/Antibiogramm | 50–100 € |
| Antibiotika-Behandlung | 20–50 € |
| Schmerzmittel/Entzündungshemmer | 20–50 € |
| Operation (Abszess, Nekrose) | 300–800 € |
Hinweis: Die Tarife von Santévet übernehmen Kosten für Diagnose und Behandlung – damit Sie im Ernstfall aus dem Herzen entscheiden.
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Was tun bei Gesäugeentzündung beim Hund?

Sobald Sie geschwollene oder gerötete Zitzen bemerken, sollten Sie umgehend den Tierarzt aufsuchen. Bis dahin:
- Kühlen: Kühlumschläge oder Quarkauflagen lindern Schmerz und Schwellung.
- Welpen trennen: Keime in der infizierten Milch können für Neugeborene tödlich sein.
- Hygiene: Saubere, trockene Umgebung für Mutter und Welpen.
Hausmittel wie Quarkwickel können unterstützend wirken, ersetzen aber keine tierärztliche Behandlung. Schmerzmittel für Menschen sind für Hunde oft toxisch – bitte nie selbst verabreichen.
Tödliche Mastitis beim Hund und Scheinträchtigkeit
Unbehandelt kann eine Mastitis eine systemische Blutvergiftung (Sepsis) auslösen – mit lebensbedrohlichem Verlauf für die Hündin. Für Welpen ist das Risiko noch direkter: Giftstoffe in der infizierten Milch können bei Neugeborenen ein sogenanntes toxisches Milchsyndrom verursachen, das im schlimmsten Fall tödlich endet. Wer also bei seinem Hund geschwollene Zitzen bemerkt, sollte nicht abwarten.
Auch Hündinnen ohne Welpen sind nicht sicher: Eine Scheinträchtigkeit (Pseudogravidität) kann die Milchproduktion anstoßen, was zu Milchstau und schließlich zu einer Mastitis führt. In diesen Fällen wird die Behandlung durch Prolaktin-Hemmer ergänzt, um die Milchbildung zu stoppen.
Behandlungen wie Antibiotika-Therapien oder Operationen können schnell mehrere Hundert Euro kosten. Mit einer Tierkrankenversicherung von Santévet können Sie entspannt die beste Entscheidung für Ihr Tier treffen.
Mastitis beim Hund vorbeugen
Eine Mastitis lässt sich nicht immer verhindern, aber das Risiko lässt sich durch einfache Maßnahmen deutlich senken:
- Gesäuge täglich kontrollieren – besonders in den ersten Wochen nach der Geburt
- Saubere, trockene Umgebung für Mutter und Welpen
- Nägel der Welpen regelmäßig kürzen
- Langsam und schrittweise absetzen
- Bei Scheinträchtigkeit frühzeitig zum Tierarzt
Expertenzitat: „Bleibt eine Gesäugeentzündung unbehandelt, steigt das Risiko von Milchdrüsenabszessen erheblich.“ – Dr. med. vet. Michael Koch, Tiermedizinportal.de
FAQ zu Problemen mit der Milchdrüse beim Hund
Was kann ich tun, wenn mein Hund eine Gesäugeentzündung hat?
Sofort den Tierarzt aufsuchen – Mastitis ist keine Erkrankung, bei der man abwarten sollte. Bis zum Termin können Sie das Gesäuge mit kühlenden Umschlägen oder Quarkauflagen behandeln, die Welpen von entzündeten Zitzen fernhalten und für eine saubere Umgebung sorgen. Schmerzmittel oder Antibiotika aus der Hausapotheke sollten nie eigenständig verabreicht werden – viele Humanpräparate sind für Hunde toxisch.
Welches Antibiotikum wird bei Mastitis beim Hund gegeben?
Das hängt vom Erreger ab. Nach einer Milchprobe und Antibiogramm wählt der Tierarzt das passende Präparat aus. Staphylokokken, Streptokokken und E. coli reagieren unterschiedlich – eine pauschale Empfehlung ist nicht möglich.
Ist Mastitis beim Hund heilbar?
Ja – bei rechtzeitiger Behandlung erholen sich die meisten Hündinnen vollständig. Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Heilungschancen. Schwere Fälle mit Abszessen oder abgestorbenem Gewebe erfordern zwar einen operativen Eingriff, verlaufen aber mit entsprechender Nachsorge ebenfalls meist erfolgreich.
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung oder Beratung durch einen Tierarzt.
Quellen:
https://www.tiermedizinportal.de – Gesäuge-Entzündung (Mastitis) beim Hund
https://wamiz.de – Mastitis beim Hund: Symptome, Ursachen und Behandlung
https://dogondo.de – Mastitis beim Hund (Gesäugeentzündung)
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