Das Wichtigste in Kürze (TL;DR)
- Kraftvoll & anspruchsvoll: Der Dogo Argentino ist ein sehr selbstbewusster, mutiger Hund mit starkem Jagdtrieb und hoher körperlicher Kraft, der konsequente Erziehung und erfahrene Halter:innen benötigt.
- Rechtlich eingeschränkt: In mehreren deutschen Bundesländern gilt der Dogo Argentino als Listenhund, was Auflagen wie Sachkundenachweis, Wesenstest oder erhöhte Versicherungspflichten nach sich ziehen kann.
- Familienbezogen bei richtiger Haltung: Bei früher Sozialisierung, ausreichender Beschäftigung und klarer Führung zeigt sich der Dogo Argentino loyal, anhänglich und ausgeglichen gegenüber seiner Familie.
Dogo Argentino: Charakter, Verhalten und Lebensweise
Wie ist der Charakter der Argentinischen Dogge?
Zum Wesen der Hunde aus Argentinien gibt es eine Menge zu sagen. Für viele steht dabei eine wichtige Frage an erster Stelle: Ist der Dogo Argentino aggressiv? Wegen dieser Einschätzung stehen die Tiere in zahlreichen Bundesländern auf der Liste. Richtig ist, dass die Hunde sehr mutig und selbstbewusst sind, was aus ihrer Geschichte als Jagdhund und ihrer Abstammung resultiert.
Außerdem zeigt die Rasse ein ausgeprägtes Dominanzverhalten gegenüber Artgenossen. Das alles kann dazu führen, dass der Dogo Argentino als aggressiv wahrgenommen wird. Tatsächlich sind die Tiere jedoch in aller Regel ausgeglichen und bedacht. In ihrem Heimatland sind sie Gebrauchshunde und allgegenwärtig. Sie haben einen ähnlichen Stellenwert wie der Schäferhund in Deutschland.
Der Dogo Argentino wird aufgrund seiner Herkunft und des reinweißen Fells oft als „weißer Kampfhund“ bezeichnet. Diese Bezeichnung kann missverständlich sein: Historisch wurden die Hunde zwar für die Jagd und teilweise zur Verteidigung eingesetzt, doch moderne Vertreter der Rasse sind in aller Regel ausgeglichene Familienhunde, sofern sie richtig sozialisiert und erzogen werden.
Ist der Dogo Argentino ein Listenhund?
In verschiedenen Bundesländern steht der Dogo Argentino auf der Kampfhunde-Liste. Dies ist aktuell der Fall in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Ein Listenhund ist hier nur eingeschränkt oder gar nicht erlaubt. Bitte informieren Sie sich über die aktuell geltenden Regelungen in Ihrem Bundesland.
Der Dogo Argentino hat eine kraftvolle Statur, einen hohen Jagdtrieb und ein selbstbewusstes Wesen. Aufgrund dieser Eigenschaften wird er in einigen Bundesländern als potenziell gefährlich eingestuft, um Auflagen für sichere Haltung zu gewährleisten.
Wer ist der ideale Halter für einen Dogo Argentino?
Es wird viel Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein benötigt, um den Dogo Argentino richtig zu erziehen. Aufgrund seiner Kraft und seines Jagdinstinkts müssen Halter:innen souveräne und aufmerksame Entscheidungen treffen. In einigen Bundesländern muss neben einem polizeilichen Führungszeugnis auch ein Sachkundenachweis vorgelegt werden, um einen Listenhund halten zu dürfen.
Auch für Nasenarbeit ist die argentinische Hunderasse mit ihrem feinen Geruchssinn geeignet. Als ehemaliger Jagdhund ist der Dogo Argentino konzentriert bei der Sache und kann nicht abgelenkt werden. Planen Sie unbedingt genug Zeit für solche Aktivitäten ein, wenn Sie eine Argentinische Dogge in Ihre Familie aufnehmen möchten.
Wichtig: Vermeiden Sie eine Unterforderung, die Tiere neigen sonst zu Verhaltensauffälligkeiten. Wer sich einen Dogo Argentino kaufen möchte, sollte daher ausreichend Zeit und Erfahrung mit selbstbewussten Hunden mitbringen.
Verträgt er sich mit Kindern und anderen Tieren?
Gegenüber seiner Familie ist der Hund sehr freundlich, lieb und anhänglich. Der Schlüssel für dieses Verhalten ist früher und ständiger Familienanschluss. In seiner Heimat Argentinien ist er daher häufig zu finden. In Deutschland und Europa ist das anders.
Der Dogo Argentino kann ein ausgezeichneter Familienhund sein, wenn er konsequent erzogen und frühzeitig sozialisiert wird. Er ist loyal, anhänglich und beschützt seine Familie, benötigt aber erfahrene Halter:innen, die souverän auftreten und für ausreichend Beschäftigung sorgen.
Ja, bei früher Sozialisation und richtiger Erziehung ist der Dogo Argentino auch für Kinder geeignet. Wichtig ist, dass Kinder den richtigen Umgang lernen und immer beaufsichtigt werden, besonders wenn sie noch klein sind.
Kann er in einer Wohnung leben?
Die Haltung in der Stadt ist nicht zu empfehlen, denn die Hunde brauchen Bewegung. Ein Garten auf dem Land ist dafür ideal – dieser sollte abgezäunt sein. Darüber hinaus lieben die Tiere Sport, zum Beispiel Agility. Für gemeinsame Fahrradtouren und Joggingrunden sind die Hunde ebenfalls zu begeistern.
Erziehung und Sozialisierung: Wie erzieht man ihn richtig?
Selbstverständlich ist es hier die Aufgabe des Menschen, den Dogo Argentino tiergerecht zu erziehen. Dazu gehört zum Beispiel, den Rüden oder die Hündin rechtzeitig zu sozialisieren. Der Kontakt mit anderen Hunden und Menschen ist wichtig. Wenn dieser im Welpenalter fehlt, wird das erwachsene Tier anderen viel eher mit Misstrauen gegenübertreten.
Unbedingt zu beachten ist der ausgeprägte Jagdinstinkt der Tiere. Selbst bei langjähriger Erziehung ist es nicht zu empfehlen, den Hund frei im Wald oder über Wiesen laufen zu lassen. Es gehört zu seiner Natur, dass er plötzlich geräuschlos und überlegt auf die Jagd geht. Dieses Temperament lässt sich auch mit konsequenter Arbeit nicht ändern.
Einige Bundesländer fordern zusätzlich einen Wesenstest, bevor die Erlaubnis erteilt wird, den Hund zu halten. Der Wesenstest ist eine Prüfung des Wesens und der Verhaltensweise eines Hundes. Er wird auch Begleithundeprüfung genannt. Die Begleithundeprüfung wird gemeinsam von Hund und Hundehalter:in abgelegt. Getestet wird dabei das Verhalten des Hundes in der Öffentlichkeit und seine Unterordnungsfähigkeit.
Wie reagiert der Hund in stressigen Situationen? Wie verhält er sich gegenüber Joggern und Radfahrern? Die Begleithundeprüfung kann nur in den Vereinen des FCI abgelegt werden, wie zum Beispiel dem VDH, dem Verein für das Deutsche Hundewesen.
Was gilt für einen Dogo-Argentino-Mix?
Dogo Argentinos werden heute auch in Kreuzungen mit anderen Rassen gezüchtet, um bestimmte Eigenschaften wie Größe, Temperament oder Ausdauer zu variieren. Ein Mix kann sowohl gesundheitliche Vorteile als auch charakterliche Herausforderungen mit sich bringen. Wichtig ist, dass Halter:innen sich über die genetische Herkunft und die typischen Charakterzüge beider Rassen informieren, um auf mögliche Bedürfnisse und Risiken vorbereitet zu sein. Mischlinge können sehr liebevolle Familienhunde sein, erfordern jedoch genauso konsequente Erziehung und ausreichend Beschäftigung wie reinrassige Tiere.
Gesundheit des Dogo Argentino: Häufige Krankheiten und Lebenserwartung
Wie hoch ist die Lebenserwartung des Dogo Argentino?
Der Dogo Argentino hat eine Lebenserwartung von 10 bis 13 Jahren und mehr. Das zeigt, dass die Rasse insgesamt robust ist. Rassespezifische Erbkrankheiten sind selten, kommen aber vor. Wer einen Welpen kauft, sollte selbstverständlich trotzdem darauf achten, dass die Eltern frei von Erbkrankheiten wie Hüftdysplasie sind. Trotz seiner Herkunft aus Argentinien kommt der Hund auch gut mit mitteleuropäischem Wetter zurecht, auch wenn er ein kurzes Fell hat.
Die häufigsten Krankheiten des Dogo Argentino
Wie bei vielen großen, kräftigen Hunden können Hüftdysplasie und Kreuzbandrisse auftreten; eine frühzeitige tierärztliche Abklärung hilft, die Beschwerden zu begrenzen.
Eine Besonderheit betrifft das Gehör: Wegen der überwiegend weißen Fellfarbe zählt der Dogo Argentino zu den Rassen mit erhöhtem Risiko für angeborene Taubheit. Welpen sollten daher per BAER-Test untersucht werden.
Expertenzitat: „Rund ein Viertel aller Dogo Argentinos zeigt eine ein- oder beidseitige Hörminderung“ – George M. Strain, 2021
Treten unklare oder anhaltende Symptome auf, sollte zeitnah eine Tierarztpraxis aufgesucht werden. Eine Hundekrankenversicherung von Santévet kann dabei unterstützen, die Kosten für Untersuchungen, Diagnostik und Behandlungen abzufedern, da je nach Tarif eine teilweise oder vollständige Erstattung möglich ist.
Budget für den Dogo Argentino
Tipp von Santévet: Wer einen Hund, insbesondere eine größere oder speziellere Rasse wie den Dogo Argentino anschafft, sollte frühzeitig über eine Krankenversicherung nachdenken. So lassen sich hohe Tierarztkosten abdecken und unerwartete Ausgaben besser planen.
Schützen Sie Ihren Dogo Argentino mit der Krankenversicherung für Hunde von Santévet und lassen Sie sich jährlich bis zu 8.000 € Ihrer Tierarztkosten zurückerstatten.
Was kostet ein Dogo-Argentino-Welpe?
Ein Welpe als Begleithund kostet bei seriösen Züchtern meist 1.500 bis 2.500 Euro, aus Arbeits- oder Ausstellungslinien eher 2.500 bis 3.500 Euro. Insgesamt sollten Sie also mit 1.500 bis 3.500 Euro rechnen.
Dogo Argentino kaufen: Worauf bei der Wahl des Züchters achten?
Wer einen Dogo Argentino kaufen möchte, sollte auf seriöse Züchter in Deutschland setzen. Seriöse Züchter arbeiten nach den Standards des VDH oder vergleichbarer Vereine und legen großen Wert auf Gesundheitschecks der Elterntiere, Sozialisation der Welpen und artgerechte Haltung. Vor dem Kauf sollten Sie:
- Die Zuchtstätte persönlich besuchen
- Auf vollständige Impfungen achten
- Den Entwurmungsstatus prüfen
- Bei weißen Welpen einen BAER-Hörtest verlangen
Wie beschrieben, ist es wichtig, den Hund konsequent zu erziehen und frühzeitig an andere Tiere und Menschen zu gewöhnen. Daher sollte der Dogo Argentino als Welpe im neuen Haushalt einziehen. Durch den Kauf beim Züchter ist gewährleistet, dass der Hund von klein auf Familienanschluss hatte und gut sozialisiert ist. Außerdem stellen seriöse Züchter sicher, die Tiere in erfahrene Hände abzugeben.
Sie können sich auch sicher sein, dass der Welpe geimpft wurde. Da bei weißen Hunden ein hohes Taubheitsrisiko besteht, sollten sie zusätzlich einen Hörtest erhalten. Durch den BAER-Test wird die Taubheit bestätigt. Akustische Signale werden über das Trommelfell und die Haarzellen zum Nervus cochlearis geleitet. Der Test überprüft, ob die Signale auch im Gehirn ankommen.
Welches Budget sollte man für Tierarztkosten einplanen?
Für die vorsorgliche Grundversorgung, ohne Versicherung gerechnet:
- Konsultation: 50 bis 70 € pro Termin
- Jährliche Auffrischungsimpfung: 80 bis 150 €
- Wurmkur: 10 bis 15 € pro Dosis
- Antiparasitika (äußerlich): rund 20 € pro Monat
Insgesamt kommen jährlich etwa 400 bis 600 Euro zusammen. Bei rassetypischen Erkrankungen können höhere Kosten entstehen: Hüftdysplasie oder Kreuzbandriss schlagen mit 1.580 bis 4.150 Euro zu Buche, ein Hörtest bei Verdacht auf Taubheit kostet 120 bis 340 Euro, eine Zahnsteinentfernung 150 bis 500 Euro.
Welches Budget sollte man für Futter einplanen?
Als großer, aktiver Hund hat der Dogo Argentino einen entsprechend hohen Nährstoffbedarf: Hochwertiges Trockenfutter kostet 900 bis 1.500 Euro im Jahr, dazu kommen bei Bedarf Nahrungsergänzungsmittel für 120 bis 300 Euro – macht rund 1.100 bis 1.800 Euro im Jahr.
Welche Kosten entstehen für Pflege und Fellpflege?
Da das kurze Fell pflegeleicht ist, halten sich die Kosten in Grenzen: Bürsten, Shampoo und Pflegeprodukte kosten etwa 30 bis 60 Euro im Jahr, ein gelegentlicher professioneller Pflegetermin bis zu 100 Euro zusätzlich.
Welche weiteren Kosten sollte man einplanen?
Zur Erstausstattung gehören ein Körbchen (120 bis 300 Euro) sowie Halsband und Leine (60 bis 180 Euro), dazu laufend Spielzeug und Zubehör (80 bis 180 € / Jahr) sowie ggf. eine Hundepension (210 bis 350 € pro Woche).
Nicht vergessen: die Hundesteuer, die je nach Kommune bei rund 100 Euro im Jahr liegt, sowie eine Hundehaftpflichtversicherung für etwa 50 bis 100 Euro im Jahr. Als Listenhund fallen in vielen Bundesländern zusätzliche Gebühren für Anmeldung und Versicherung an. Ohne Erstausstattung liegt das Jahresbudget hier bei etwa 290 bis 530 Euro.
Wie hoch ist das jährliche Gesamtbudget?
Ein Überblick über die laufenden Jahreskosten, ohne Versicherung, Welpenpreis und Erstausstattung:
| Kostenpunkt | Ungefähre Kosten |
| Tierarzt (Vorsorge) | 400 – 600 € / Jahr |
| Futter | 1.100 – 1.800 € / Jahr |
| Pflege & Fellpflege | 30 – 160 € / Jahr |
| Sonstiges | 290 – 530 € / Jahr |
| Gesamt (ohne Versicherung) | ca. 1.900 – 3.500 € / Jahr |
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Wer sich im Voraus über mögliche Kosten informieren möchte, kann bequem eine Online-Beitragsberechnung für die Hundekrankenversicherung erstellen und erhält eine individuelle Einschätzung zu Tarif und Leistungen.
Pflege des Dogo Argentino: Fellpflege, Hygiene und Ernährung
Wie füttert man einen Dogo Argentino richtig?
Wichtig ist hochwertiges Futter, das auf Größe und Aktivitätslevel abgestimmt ist. Bei Verdauungsproblemen lohnt sich ein Gang zum Tierarzt oder zur Tierärztin, um mögliche Unverträglichkeiten abzuklären.
Wie pflegt man ihn im Alltag?
Der Pflegeaufwand ist vergleichsweise gering, da das Fell kurz, glatt und somit pflegeleicht ist. Seine kurzen Haare haben außerdem den Vorteil, dass die Pflege einfach und unkompliziert ausfällt. Gelegentliches Bürsten ist hierfür völlig ausreichend.
Auch beim Sonnenbad ist Vorsicht geboten: Weiße Hunde sind empfindlicher gegenüber Sonnenbrand und Hautreizungen.
Herkunft und äußere Merkmale des Dogo Argentino
Woher stammt er?
Die Zucht des Dogo Argentino begann in Argentinien, was schon am Namen gut zu erkennen ist. Seine Vorfahren waren Molosser, Doggen und Kampfhunde. Damit wollte der Züchter Dr. Antonio Nores Martinez eine Rasse kreieren, die sich für viele Zwecke eignet. Mit diesem Ziel kreuzte er einige „Cordoba-Kampfhunde“ mit Pointer, Bulldoggen und Mastifs. Tatsächlich überzeugen die Tiere heute unter anderem durch ihre Vielseitigkeit.
In der Geschichte war es dennoch zunächst die Jagd, in der sich die mutigen Tiere hervortaten, vor allem bei der Hatz auf Sauen. Hier war es die Aufgabe der Hunde, das Beutetier im Rennen zu Fall zu bringen. Das erfordert Mut und so ist es nicht verwunderlich, dass die Vierbeiner dieser Rasse noch heute ein starkes Selbstvertrauen haben.
Die Züchtung begann übrigens erst relativ spät, und zwar im 20. Jahrhundert. Den ersten Rassestandard gab es 1928. Die Zucht beschränkte sich zunächst auf Argentinien, wo die Tiere auch heute noch sehr beliebt sind, etwa in Familien. Mittlerweile wird der Dogo Argentino auch außerhalb von Südamerika gezüchtet, allerdings vergleichsweise selten. Die Hunde kamen relativ spät nach Europa, erst 1968 wurde der erste Dogo eingeführt.
Leider haben sie ein Image als sogenannte Kampfhunde und werden auch heute noch häufig kupiert. Dies ist nicht nötig und keine artgerechte Haltung. Früher wurden in Großbritannien Hunde für Tierkämpfe gezüchtet; 1835 verbot Großbritannien offiziell Hundekämpfe, später folgten viele andere Länder Europas. Das negative Image konnten die verschiedenen Hunderassen bisher aber nicht ablegen.
Wie sieht ein Dogo Argentino aus?
Die Rasse ist eine imposante Erscheinung. Ihr kräftiger Körperbau lässt ihre Abstammung von Doggen und Kampfhunden deutlich erkennen. So erreichen die Rüden des Dogo Argentino eine Größe von 70 cm und wiegen bis zu 45 kg. Hündinnen sind mit 65 cm und 35–40 kg etwas leichter und kleiner.
Auffallend ist sein weißes Fell. Das hat einen Hintergrund: Im Getümmel der Jagd sollten die Hunde gut von den Wildtieren zu unterscheiden sein. Noch heute gibt es die Rasse nur in dieser Farbe, manche Tiere tragen einen schwarzen Fleck. Das Fell an sich ist kurz und – im Gegensatz zu der kräftigen Erscheinung der Tiere – sehr weich. Es sollte zudem glatt am Körper anliegen, was die muskulöse Statur gut zur Geltung bringt.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Tiere sind die dreieckigen Ohren, die etwa zur Hälfte nach oben stehen, wenn die Hunde ausgewachsen sind. Bei Welpen sind es meist noch Schlappohren, die den kleinen Tieren ein niedliches Aussehen verleihen.
Welche Farben hat ein Dogo Argentino?
Der Dogo Argentino ist fast immer reinweiß, gelegentlich mit kleinen schwarzen oder grauen Flecken. Diese Farbvarianten sind genetisch selten, werden aber von Züchtern akzeptiert. Die Fellfarbe beeinflusst weder Temperament noch Gesundheit, doch bei weißen Hunden sollte auf Hörtests geachtet werden, da ein erhöhtes Taubheitsrisiko besteht.
Gefährlich? So stark ist die Beißkraft des Dogo Argentino
Auch der Kieferbereich ist kräftig ausgeprägt: Laut FCI-Rassestandard soll der Fang breit und stark sein, mit kräftigen Kiefern und gut entwickelter Muskulatur. Bei der historischen Jagd auf Wildschweine war diese Kraft ein wichtiger Vorteil; heute kommt der Dogo Argentino nur noch selten als Jagdhund zum Einsatz.
Der Körperbau insgesamt lässt sich am besten als beeindruckend und imposant beschreiben. Wer mit einem Dogo Argentino unterwegs ist, muss damit rechnen, dass Menschen eingeschüchtert wirken können. Daher ist es wichtig, auch als Halter oder Halterin selbstbewusst aufzutreten und zu zeigen, dass der Hund gehorcht.
Fazit: Der Dogo Argentino ist ein beeindruckender, aber anspruchsvoller Begleiter, der erfahrene Halter:innen, konsequente Erziehung und ausreichend Bewegung braucht – dafür belohnt er mit großer Treue und Familienbindung.
Häufig gestellte Fragen zum Dogo Argentino
Der Dogo Argentino kann ein ausgezeichneter Familienhund sein, wenn er konsequent erzogen und frühzeitig sozialisiert wird. Er ist loyal, anhänglich und beschützt seine Familie, benötigt aber erfahrene Halter:innen, die souverän auftreten und für ausreichend Beschäftigung sorgen.
Nein, der Dogo Argentino ist kein Anfängerhund. Seine Kraft, sein ausgeprägter Jagdtrieb und sein selbstbewusstes Wesen erfordern Erfahrung in der Hundeerziehung sowie ein souveränes, konsequentes Auftreten. Wer noch keine Erfahrung mit selbstbewussten Hunden hat, sollte sich vorab professionelle Unterstützung holen.
Der Dogo Argentino ist in mehreren Bundesländern als Listenhund eingestuft. In diesen Regionen gelten Auflagen wie Sachkundenachweis, Wesenstest, Versicherungspflicht oder teilweise Haltungseinschränkungen.
Zwischen 1.500 und 3.500 Euro, je nachdem ob er als Begleithund gedacht ist oder aus Arbeits- und Ausstellungslinien stammt. Hinzu kommen laufende Kosten von rund 1.900 bis 3.500 Euro im Jahr.
Quellen
https://www.fci.be/en/nomenclature/DOGO-ARGENTINO-292.html
https://welpen.vdh.de/hunderassen/rasselexikon/ergebnis/dogo-argentino
https://bvajournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/vetr.299
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung oder Beratung durch einen Tierarzt.
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