Das Wichtigste in Kürze (TL;DR):
- Ursache: Pilzinfektion durch eingeatmete Schimmelsporen; meist betrifft sie die Nase (häufig), seltener den ganzen Körper (schwerer Verlauf).
- Symptome: Vor allem chronischer Nasenausfluss, häufiges Niesen und Schmerzen im Nasenbereich.
- Behandlung: Diagnose ist aufwendig, aber wichtig – früh erkannt ist die nasale Form meist gut behandelbar, die systemische deutlich schwieriger.
Ursachen und Formen von Nasenpilz
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen:
- Sinonasale Aspergillose: Infektion der Nase und Nebenhöhlen (häufigste Form)
- Systemische Aspergillose: Befällt mehrere Organe (oft die Lungen) und ist deutlich seltener, aber schwerwiegender
Klinische Untersuchungen zeigen, dass die nasale Form für 7–34 % der chronischen Nasenerkrankungen beim Hund verantwortlich ist. Häufigster Erreger ist Aspergillus fumigatus. Die systemische Variante tritt vor allem bei bestimmten Rassen wie dem Deutschen Schäferhund auf und verläuft oft deutlich schwerer. Wenn keine Behandlung erfolgt, kann das zentrale Nervensystem angegriffen werden. Zum Glück kommt diese Variante nur in seltenen Fällen vor.
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Pilz in der Schnauze: Wie äußert sich Aspergillose bei Hunden?
Die Symptome hängen von der Form der Erkrankung ab.
Typische Hinweise:
- chronischer Nasenausfluss (oft eitrig oder blutig)
- häufiges Niesen
- Schmerzen im Nasenbereich
- Krusten oder Veränderungen an der Nase
In fortgeschrittenen Fällen kann es sogar zu einer Zerstörung von Nasengewebe kommen. Bei der systemischen Aspergillose treten zusätzlich Symptome wie Fieber, Gewichtsverlust oder Lahmheit auf.

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Diagnose bei Nasenausfluss: Warum ist sie schwierig?
Die Diagnose der Aspergillose beim Hund ist komplex. Ein einzelner Test reicht meist nicht aus. Tierärzt:innen kombinieren daher mehrere Verfahren:
- CT oder bildgebende Verfahren
- Rhinoskopie (Untersuchung der Nase mit einer Kamera)
- Gewebeproben und Pilznachweis
Eine frühe Diagnose ist entscheidend für den Behandlungserfolg.
Expertenzitat: „Die sinonasale Aspergillose ist eine seltene, jedoch belastende und oft frustrierend zu behandelnde Erkrankung beim Hund.“ -(Sharman & Mansfield, Journal of Small Animal Practice)
Behandlung und Kosten: Homöopathie ist keine Option
Die Behandlung der Aspergillose richtet sich nach der Form der Erkrankung:
Nasale Aspergillose:
Behandlung mit lokalen Antimykotika (Pilzmitteln), oft in Kombination mit einer Spülung der Nasenhöhle. Hier kommen zum Beispiel Itraconazol oder Voriconazol zum Einsatz.
Systemische Aspergillose:
Langfristige und intensive Therapie mit systemischen Antimykotika, jedoch oft schwierig.
Die Therapie kann mehrere Wochen bis Monate dauern. Hier eine Übersicht, über die möglichen Kosten:
| Leistung | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Untersuchung | 23 – 69 € |
| Blutuntersuchung | 50 – 350 € |
| CT (Kopf) | 600 – 1.500+ € |
| Rhinoskopie | 300 – 900 € |
| Narkose | 200 – 800 € |
| Antimykotika (Behandlung) | 200–600 €/Sitzung |
| Medikamente (systemisch) | 100–300 €/Monat |
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Lebenserwartung und Vorbeugung
Die Prognose für Ihr Tier ist unterschiedlich:
Nasale Form: gute Heilungschancen bei frühzeitiger Behandlung
Systemische Form: oft ernst und schwer behandelbar
Eine vollständige Vorbeugung ist kaum möglich. Dennoch hilft es, den Kontakt mit schimmelbelasteten Umgebungen zu reduzieren und bei anhaltenden Nasenproblemen frühzeitig einen Tierarzt aufzusuchen.
Die Erfahrung zeigt: Schnelles Handeln ist wichtig
Aspergillose ist eine komplexe Erkrankung, die schnelles Handeln erfordert. Besonders bei chronischem Nasenausfluss bei Hunden sollte die Pilzinfektion in Betracht gezogen werden. Mit moderner Diagnostik und gezielter Behandlung der Aspergillose bestehen vor allem bei der nasalen Form gute Heilungschancen.

FAQ: Aspergillose beim Hund
Ist Aspergillose beim Hund ansteckend?
Nein, die Aspergillose ist nicht ansteckend – weder für andere Hunde noch für Menschen. Die Infektion entsteht durch das Einatmen von Pilzsporen aus der Umwelt, nicht durch direkten Kontakt.
Was sind die ersten Anzeichen?
Typische frühe Symptome sind anhaltender Nasenausfluss, häufiges Niesen und manchmal Nasenbluten. Wenn diese Beschwerden länger als ein paar Tage bestehen oder sich verschlimmern, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.
Kann Aspergillose beim Hund geheilt werden?
Ja, besonders die nasale Form ist oft gut behandelbar, wenn sie früh erkannt wird. Die Behandlung der Aspergillose kann jedoch mehrere Wochen dauern. Die systemische Form ist deutlich schwieriger zu behandeln und hat eine vorsichtigere Prognose.
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung oder Beratung durch einen Tierarzt.
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Quellen:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12846558
https://www.mdpi.com/2076-2615/15/19/2880
https://www.dvm360.com/view/when-consider-aspergillosis-dogs