Das Wichtigste in Kürze (TL;DR)
- Hämobartonellose (auch feline Mykoplasmose) ist eine bakterielle Blutkrankheit bei Katzen, verursacht durch Mycoplasma haemofelis.
- Übertragung: vor allem durch Flöhe, seltener durch Zecken, Bisse oder Bluttransfusionen
- Klinische Symptome: starke Müdigkeit, blasse Schleimhäute, Atemnot, Fieber, Gewichtsverlust
- Auslöser für Blutarmut: Die Bakterien zerstören rote Blutkörperchen (hämolytische Anämie).
- Übertragung auf Menschen? Nein, die Erreger sind wirtsspezifisch für Katzen.
- Asymptomatische Träger: Bis zu 43 % der Katzen können Träger sein, ohne Symptome zu zeigen – Ansteckungsgefahr für andere Katzen besteht über Parasiten!
- Behandlung: Antibiotika (z. B. Doxycyclin) über 3–4 Wochen, ggf. Bluttransfusionen oder Kortison.
- Kosten: Diagnostik 100–250 €, Behandlung 200–800 €+
- Prognose: bei frühzeitiger Therapie gut, bei immungeschwächten Katzen (FIV/FeLV) vorsichtig
Was ist Hämobartonellose oder Mykoplasmose bei Katzen?
Definition und Erreger
Die Hämobartonellose (heute korrekt: feline hämotrope Mykoplasmose) ist eine Infektionskrankheit der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), verursacht durch das Bakterium Mycoplasma haemofelis (früher Hämobartonella felis). Die Erreger heften sich an die Oberfläche der Erythrozyten und führen zu deren vorzeitiger Zerstörung (Hämolyse), was eine schwere Anämie auslöst.

Übertragungswege
Die Übertragung erfolgt nicht durch direkten Kontakt, sondern vor allem durch:
- Blutsaugende Parasiten:
- Flöhe (häufigster Überträger!)
- Zecken, Mücken (seltener)
- Direkte Blutübertragung:
- Bisse zwischen Katze (z. B. bei Revierkämpfen)
- Kratzverletzungen mit kontaminiertem Blut
- Bluttransfusionen (selten, aber möglich)
- Vertikale Übertragung:
- Von der trächtigen Katze auf die Welpen (in utero oder über die Muttermilch).
Risikogruppen:
- Freigänger (höhere Flohexposition)
- Immunschwache Katzen (z. B. mit FIV/FeLV oder Katzen-AIDS)
- Katzen in Mehrkatzenhaushalten oder Tierheimen
Die Hämobartonellose, auch als feline Mykoplasmose bezeichnet, ist eine spezifische Katzenkrankheit, die durch das Bakterium Mycoplasma haemofelis (Mhf) verursacht wird. Dieser Erreger befällt die roten Blutkörperchen der Katze, führt zu deren Zerstörung und verursacht eine mehr oder weniger schwere Anämie. Die Übertragung erfolgt meist durch Flöhe, kann aber auch durch Bisse zwischen Katzen, Kratzer oder kontaminierte Bluttransfusionen erfolgen.
Bereits geschwächte Katzen (Träger des Katzen-AIDS- oder des Katzenleukose-Virus) sind anfälliger für die Krankheit und können schwere Verläufe entwickeln.
| Laut einer europäischen Studie* können je nach Region und Lebensweise bis zu 43 % der Katzen Träger von hämotropen Mykoplasmen sein. |
Was verursacht Hämobartonellose bei Katzen?
Auslöser und Risikofaktoren
Die Krankheit wird primär durch Mycoplasma haemofelis (Mhf) ausgelöst, das:
- an die Erythrozyten bindet und deren Lebensdauer verkürzt (normal: ~70 Tage → bei Infektion: 2–3 Wochen);
- Immunreaktionen auslöst: Der Körper erkennt die befallenen Erythrozyten als „fremd“ und zerstört sie zusätzlich (autoimmunhämolytische Anämie);
- Koinfektionen begünstigt: häufig gleichzeitig mit FIV, FeLV oder anderen Blutparasiten (z. B. Mycoplasma turicensis).
Risikofaktoren für schwere Verläufe:
- Alter: junge oder alte Katzen
- Immunstatus: Katzen mit FIV/FeLV oder unter Immunsuppression
- Parasitenbefall: stark flohbefallene Katzen
- Stress: z. B. durch Umzug, neue Katzen im Haushalt
Expertenzitat : „Die feline Hämobartonellose (hämotrope Mykoplasmose) ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung , die durch das Bakterium Mycoplasma haemofelis verursacht wird. Flöhe und Zecken gelten als Hauptüberträger. Besonders bei immungeschwächten Katzen (z. B. FIV/FeLV) kann die Infektion zu einer schweren hämolytischen Anämie führen. Eine frühzeitige Diagnose via PCR und die konsequente Antibiotikatherapie (z. B. mit Doxycyclin) sind entscheidend für die Prognose.“ — Dr. med. vet. Gisa Löwe; Quelle: PetsVetCheck: Feline Infektiöse Anämie, Hämobartonellose, Hämoplasmose (22.05.2026)
Was sind die Symptome von Mykoplasmen bei Katzen?

Die Anzeichen können je nach Schweregrad der Anämie und dem Gesundheitszustand der Katze variieren:
Klinische Symptome:
- Starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit
- Appetitlosigkeit
- Allmählicher Gewichtsverlust
- Blasse Schleimhäute
- Schnelle Atmung, Atemnot
- Fieber (das Sie durch Messen der Körpertemperatur der Katze feststellen können)
- Allgemeine Schwäche und Erschöpfung bei akuten Verläufen und in schweren Fällen
Tipp von Santévet: „Manche Katzen können chronische Träger sein und bis zu einer Schwächung des Immunsystems keinerlei klinische Symptome zeigen. Suchen Sie deshalb beim geringsten Verdacht umgehend einen Tierarzt auf. Die Sicherheit Ihrer Samtpfote ist ein wichtiger Grund.“
Diagnose: Wie wird Hämobartonellose festgestellt?
Der Tierarzt führt eine klinische Untersuchung durch und ordnet anschließend folgende Untersuchungen an:
- Blutentnahme mit Blutbild (NFS) zur Bestätigung einer Anämie
- Blutausstrich, um das Vorhandensein des Erregers auf den roten Blutkörperchen nachzuweisen
- PCR (molekularbiologisches Verfahren) zum Nachweis der DNA von Mycoplasma haemofelis (Mhf) mit hoher Sensitivität
- Zusätzliche Tests zur Abklärung möglicher Koinfektionen (FIV, FeLV)
Blutuntersuchungen und PCR
Der Tierarzt führt folgende Untersuchungen durch:
- Klinische Untersuchung:
- Abtasten der Lymphknoten, Milz, Leber
- Messung von **Puls, Atemfrequenz, Temperatur**
- Blutbild (NFS):
- **Anämie** (erniedrigter Hämoglobinwert)
- **Retikulozyten** (junge Erythrozyten) erhöht (Zeichen für regenerative Anämie)
- Blutausstrich:
- Direkter Nachweis der Mykoplasmen an den Erythrozyten (sichtbar als kleine, kokkoide Strukturen)
- PCR-Test:
- Goldstandard zum Nachweis der DNA von Mycoplasma haemofelis (hohe Sensitivität)
- Kosten: 70–120 €
- Zusätzliche Tests:
- FIV/FeLV-Test (Koinfektionen verschlechtern die Prognose)
- Serologie (Antikörpernachweis)
Wie lässt sich die Diagnose bestätigen?
Der Tierarzt führt eine klinische Untersuchung durch und ordnet anschließend folgende Untersuchungen an:
- Blutentnahme mit Blutbild (NFS) zur Bestätigung einer Anämie
- Blutausstrich, um das Vorhandensein des Erregers auf den roten Blutkörperchen nachzuweisen
- PCR (molekularbiologisches Verfahren) zum Nachweis der DNA von Mycoplasma haemofelis mit hoher Sensitivität
- Zusätzliche Tests zur Abklärung möglicher Koinfektionen (FIV, FeLV)
Ist die Hämobartonellose bei Katzen ansteckend?
Der Übertragungsweg bei Hämobartonellose erfolgt von der infizierten Katze nicht direkt durch bloßen Kontakt zu Artgenossen. Die Ansteckung erfolgt über einen Überträger, in der Regel einen Floh bei Katzen oder einen Blutsauger (Zecken, Mücken). Eine erkrankte Katze bleibt jedoch eine potenzielle Infektionsquelle für andere Katzen, wenn diese sich in derselben, von Parasiten befallenen Umgebung aufhalten.
Eine wirksame Parasitenbekämpfung ist daher unerlässlich, um die Ausbreitung einzudämmen.
Kann es eine Übertragung der Mykoplasmen von der Katze auf den Menschen geben?
Zoonotische Risiken
❌ Nein! Mycoplasma haemofelis ist wirtsspezifisch für Katzen und wird nicht auf Menschen oder andere Tierarten übertragen.
- Es gibt keine dokumentierten Fälle einer Infektion beim Menschen.
- Andere Mykoplasmen (z. B. Mycoplasma pneumoniae) können beim Menschen Atemwegsinfekte auslösen, aber nicht durch Katzen.
⚠️ Achtung Parasiten:
- Flöhe und Zecken können andere zoonotische Krankheiten (z. B. Katze-Kratz-Fieber) übertragen – regelmäßige Parasitenprophylaxe ist daher essenziel!.
Was ist der Auslöser für Blutarmut bei Katzen?
Mechanismus der Anämie
Die hämolytische Anämie bei Hämobartonellose entsteht durch:
- Direkte Schädigung der Erythrozyten:
- Die Bakterien heften sich an die Membran der roten Blutkörperchen und führen zu deren vorzeitigem Abbau in Milz und Leber.
- Immunvermittelte Zerstörung:
- Das Immunsystem erkennt die befallenen Erythrozyten als „fremd“ und zerstört sie (Autoimmunreaktion).
- Folgen der Anämie:
- Sauerstoffmangel (Hypoxie) → Müdigkeit, Atemnot, Blässe
- Kompensationsmechanismen: Das Herz schlägt schneller (Tachykardie), um den Sauerstoffmangel auszugleichen.
- Langfristig: Herzvergrößerung (durch Dauerbelastung) oder Organversagen
Therapie: Wie behandelt man Hämobartonellose bei Katzen?
Medikamentöse Therapie
- Antibiotika (erste Wahl):
- Doxycyclin (10–15 mg/kg alle 12–24 Std. für 3–4 Wochen)
- Alternativen: Tetracyclin, Enrofloxacin, Marbofloxacin
- Wirkung: Tötet die Mykoplasmen ab, stoppt die Erythrozyten-Zerstörung
- Supportive Therapie:
- Kortison (z. B. Prednisolon) bei immunvermittelter Anämie (unterdrückt die Autoimmunreaktion)
- Eisenpräparate (z. B. Ferrous Sulfat) zur Unterstützung der Blutbildung
- Vitamin B12 (bei schwerer Anämie)
- Infusionstherapie:
- Bei Dehydrierung oder allgemeiner Schwäche
Stationäre Maßnahmen
- Bluttransfusion:
- Bei lebensbedrohlicher Anämie (Hämatokrit < 15 %)
- Kosten: 150–300 € pro Transfusion
- Intensive Überwachung:
- Temperatur, Herzfrequenz, Atmung kontrollieren
- Blutbild-Kontrollen alle 2–3 Tage
Asymptomatische Träger und Ansteckungsgefahr
Chronische Träger und Übertragungsrisiko
- Bis zu 43 % der Katzen sind asymptomatische Träger von Mycoplasma haemofelis (laut europäischer Studien: Martínez-Díaz et al., 2013; Willi et al., 2006).
- Ansteckungsgefahr für andere Katzen:
- Nicht durch direkten Kontakt, sondern nur über blutsaugende Parasiten (Flöhe, Zecken).
- Risiko in Mehrkatzenhaushalten: Gemeinsame Parasiten können die Infektion von einer Katze auf die andere übertragen.
- Keine Übertragung auf Menschen (siehe oben).
Empfehlung:
- Regelmäßige Flohprophylaxe (alle 4–6 Wochen)
- Bluttest bei neuen Katzen (besonders aus Tierheimen oder Freigängern)
- Isolation kranker Katzen bis zur vollständigen Ausheilung
Wichtig für Halter: Auch wenn Ihre Katze keine klinischen Symptome einer Blutarmut (wie Blässe, Lethargie oder Fieber) zeigt, kann sie als Überträger dienen. Ein strikter Parasitenschutz sowie die Haltung als Wohnungskatze (um den Kontakt zu infizierten Freigängern zu vermeiden) sind essenzielle Maßnahmen.
Sind Hämoprotozoen bei Katzen heilbar?
Medizinische Behandlung
Die Behandlung basiert auf:
- Verabreichung von katzen-spezifischen Antibiotika über mehrere Wochen
- In bestimmten Fällen Kortison, um die Zerstörung der roten Blutkörperchen durch das Immunsystem zu begrenzen
- Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Eisen) zur Unterstützung der Blutbildung
Eine tierärztliche Überwachung ist unerlässlich, da die Krankheit in eine chronische Form übergehen kann.
Krankenhausaufenthalt
Ein stationärer Aufenthalt ist erforderlich, wenn die Anämie schwerwiegend ist oder bei stark geschwächten Tieren. Die Behandlung umfasst:
- Infusionen zur Aufrechterhaltung der Flüssigkeitszufuhr
- Bluttransfusion, wenn die Anzahl der roten Blutkörperchen zu niedrig ist
- Intensive Überwachung und Temperaturkontrolle
Tabelle: Tierarztkosten bei Hämobartonellose (GOT 2026)
| Leistung | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Erste tierärztliche Untersuchung | 50 – 70 € |
| Blutbild (NFS) | 60 – 120 € |
| Blutausstrich | 30 – 60 € |
| PCR-Test | 70 – 120 € |
| FIV/FeLV-Test | 50 – 80 € |
| Antibiotikatherapie (3–4 Wochen) | 50 – 150 € |
| Kortisontherapie | 20 – 80 € |
| Infusionstherapie (pro Tag) | 40 – 100 € |
| Bluttransfusion | 150 – 300 € |
| Stationärer Aufenthalt (pro Tag) | 80 – 150 € |
| Gesamtkosten (leicht bis mittel) | 200 – 500 € |
| Gesamtkosten (schwer, mit Transfusion) | 500 – 1.200 €+ |
Wie hoch ist die Lebenserwartung einer Katze, die infolge einer Hämobartonellose an Anämie leidet?
Prognose bei früher Diagnose:
- Früh erkannt und behandelt: 80–90 % Heilungschance
- Chronische Träger: können Rückfälle bei Stress oder Immunschwäche erleiden
- Immunschwache Katzen: schlechtere Prognose (z. B. bei FIV/FeLV)
Wird die Krankheit frühzeitig erkannt und richtig behandelt, erholen sich die meisten Katzen wieder und können ein normales Leben führen, auch wenn sie manchmal chronische Träger bleiben.
Prognose bei immungeschwächten Katzen oder schwerem Verlauf:
Bei immungeschwächten Katzen oder solchen mit sehr schwerer Anämie ist die Prognose hingegen zurückhaltender. Ohne Behandlung kann die Hämobartonellose innerhalb weniger Tage bis Wochen tödlich verlaufen.
Bei angemessener Versorgung und regelmäßiger Nachsorge kann eine Katze eine Lebenserwartung haben, die mit der einer gesunden Katze vergleichbar ist.
Anämie im Endstadium bei Hämobartonellose
Im Endstadium führt die schwere hämolytische Anämie zu einem lebensbedrohlichen Sauerstoffmangel: Die Katze zeigt extreme Blässe der Schleimhäute, Atemnot (auch in Ruhe), Herzrasen (Tachykardie > 200 Schläge/Min.) und Kollapsneigung. Ohne sofortige Bluttransfusion und intensive Therapie (Infusionen, Sauerstoff, Kortison) kann es innerhalb von 24–48 Stunden zum Tod durch Organversagen (Herz, Niere, Leber) kommen. Besonders immungeschwächte Katzen (FIV/FeLV) oder unbehandelte Fälle haben eine sehr schlechte Prognose.
Fallstudie: Beispiel aus der Praxis
Fall: Mirella , 5-jährige Freigängerin
- Anamnese: Mirella wurde apathisch, fraß nicht mehr und hatte blasse Schleimhäute.
- Diagnose:
- Blutbild: schwere Anämie (Hämatokrit: 12 %)
- PCR-Test: positiv auf Mycoplasma haemofelis (Mhf)
- Flohbefall: stark (trotz Spot-on-Präparat)
- Behandlung:
- Doxycyclin (14 Tage)
- Bluttransfusion (1x)
- Eisen- und Vitamin-B12-Supplementierung
- Verlauf:
- Nach 2 Wochen deutliche Besserung
- Nach 4 Wochen vollständige Genesung
- Kosten: ~800 € (inkl. Transfusion und stationärer Überwachung)
- Prävention:
- Monatliche Flohprophylaxe (Spot-on + Flohkamm)
- Jährliche Blutkontrolle (PCR-Test)
Fazit
Die Hämobartonellose ist eine ernstzunehmende, aber behandelbare Blutkrankheit bei Katzen, die durch Mycoplasma haemofelis ausgelöst wird. Flöhe sind der Hauptüberträger, und bis zu 43 % der Katzen können asymptomatische Träger sein. Frühzeitige Diagnose (PCR-Test) und Antibiotikatherapie sind entscheidend für eine gute Prognose.
Merken Sie sich:
✅ Übertragung: Vor allem durch Flöhe – regelmäßige Prophylaxe ist Pflicht!
✅ Symptome: Müdigkeit, blasse Schleimhäute, Atemnot → sofort zum Tierarzt!
✅ Behandlung: Antibiotika (Doxycyclin) + supportive Therapie
✅ Kosten: 200–1.200 € (je nach Schweregrad)
❌ Keine Übertragung auf Menschen!
Prävention ist der beste Schutz – schützen Sie Ihre Katze durch Parasitenkontrolle und regelmäßige Tierarztbesuche!
FAQ: Häufig gestellte Fragen
1. Was sind die Ursachen für eine feline infektiöse Anämie bei Katzen?
Die immunvermittelte hämolytische Anämie wird durch die Zerstörung der roten Blutkörperchen verursacht, häufig durch Mycoplasma haemofelis . Dieses Bakterium heftet sich an die Erythrozyten und macht sie anfällig, was zu einer teilweise schweren Anämie führt.
2. Wie lange dauert die Behandlung von Hämobartonellose?
- Antibiotikatherapie: 3–4 Wochen (Doxycyclin)
- Vollständige Genesung: 4–8 Wochen (abhängig vom Schweregrad)
- Chronische Träger: können lebenslang infiziert bleiben, aber ohne Symptome
3. Ist Hämobartonellose vollständig heilbar?
- Ja, bei frühzeitiger Diagnose und Therapie.
- Neue Infektionen möglich, wenn die Katze erneut Parasitenbefall hat.
Die meisten frühzeitig behandelten Katzen sprechen gut auf Antibiotika an und erholen sich. Einige bleiben jedoch chronische Träger und können bei Stress oder geschwächtem Immunsystem einen Rückfall erleiden.
3. Kann meine Katze trotz Behandlung noch ansteckend sein?
- Ja! Auch nach der Therapie können Katzen asymptomatische Träger bleiben und die Infektion über Flöhe weitergeben.
4. Ist eine Übertragung auf Menschen oder andere Tiere möglich?
Es gibt keine Hinweise auf eine Übertragung auf den Menschen. Zwischen Katzen erfolgt die Ansteckung nicht durch direkten Kontakt, sondern über Flöhe oder andere blutsaugende Überträger.
5. Wie kann ich bei meiner Katze vorbeugen?
- Regelmäßige Floh- und Zeckenprophylaxe (alle 4–6 Wochen)
- Bluttest bei neuen Katzen (besonders aus Tierheimen)
- Vermeidung von Revierkämpfen (reduziert Bissverletzungen)
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine Untersuchung oder Beratung durch einen Tierarzt.
Quellen:
Willi, B., Boretti, F.S., Baumgartner, C., Tasker, S., Wenger, B., Cattori, V., Meli, M.L., Reusch, C.E., Lutz, H., Hofmann-Lehmann, R., 2006. Prevalence, risk factor analysis, and follow-up of infections caused by three feline hemoplasma species in cats in Switzerland. J. Clin. Microbiol. 44, 961–969. https://doi.org/10.1128/JCM.44.3.961-969.2006
Hämotrope Mykoplasmen bei Hund und Katze, Karola Weider, Fachartikel in: kleintier konkret 2018; 21(05): 40-41 DOI: 10.1055/a-0668-0418
Barker, E.N., 2019. Update on Feline Hemoplasmosis. in Vet. clin. North Am. Small Anim. Pract. 49, 733–743. https://doi.org/10.1016/j.cvsm.2019.02.009
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